Markus Lüpertz

Markus Lüpertz geboren am 25. April 1941 in Reichenberg, Regierungsbezirk Aussig, Reichsgau Sudetenland, Deutsches Reich. Er ist ein deutscher Maler, Grafiker und Bildhauer. Er zählt zu den bekanntesten deutschen Künstlern der Gegenwart. Seine Bildgegenstände zeichnen sich durch suggestive Kraft und archaische Monumentalität aus. Lüpertz dringt darauf, den Darstellungsgegenstand mit einer archetypischen Aussage seines Daseins festzuhalten. Viele seiner Werke werden dem Neoexpressionismus zugeschrieben. Von 1988 bis 2009 war Lüpertz Rektor an der Staatlichen Kunstakademie in Düsseldorf. Die Presse stilisierte ihn zum modernen Malerfürsten. 1948 siedelte die Familie aus der Tschechoslowakei nach Rheydt im Rheinland über. Sein Großvater mütterlicherseits war ein Koch aus Sizilien. Aus einer Lehre als Maler von Weinflaschenetiketten wurde Lüpertz wegen mangelnden Talents entlassen. Sein zweiter Lehrherr, ein Gebrauchsgraphiker, ging pleite. Lüpertz studierte von 1956 bis 1961 an der Werkkunstschule Krefeld bei Laurens Goossens, dann folgte ein Studienaufenthalt im Kloster Maria Laach. Dort beschäftigte er sich unter anderem mit einem Kreuzigungsbild und verbrachte eine „fanatisch religiöse Zeit“. Er arbeitete während seines Studiums zwischenzeitlich unter anderem im Bergbau unter Tage, im Straßenbau und war ein Semester lang an der Kunstakademie Düsseldorf. Der kurze Akademiebesuch endete als „riesiges Fiasko“; ein Professor hätte „beinahe gekotzt“, weil Lüpertz Cowboys am Lagerfeuer malte. In einem Radio-Interview mit dem Sender SWR1 in der Sendung Leute am 4. Oktober 2013 erzählte Markus Lüpertz, eine „physische Auseinandersetzung, die sehr eskalierte“, habe damals zu seiner Exmatrikulation von der Düsseldorfer Kunstakademie geführt. „Als Ungeliebter, als Verstoßener bin ich aus diesem Haus gewiesen worden“, beurteilte Lüpertz rückblickend diese „peinliche Niederlage“ seiner Studentenzeit. Seit 1961 war er in Düsseldorf als freischaffender Künstler tätig. Lüpertz suchte zunächst das Abenteuer und verpflichtete sich bei der französischen Fremdenlegion. Aus dieser desertierte er aber schon nach wenigen Monaten, noch bevor er nach Algerien abkommandiert werden konnte. 1962 zog er nach West-Berlin, wodurch ihm der Wehrdienst erspart blieb. In Berlin begann er seine eigentliche malerische Laufbahn. Dort gründete er 1964 zusammen mit Karl Horst Hödicke, Hans-Jürgen Diehl, Wolfgang Petrick, Peter Sorge und elf weiteren Künstlern die Selbsthilfegalerie Großgörschen 35. Die 68er-Bewegung blieb ihm trotz einschlägiger Begegnungen an den Treffpunkten der West-Berliner Bohème, unter anderem in der Kneipe Zwiebelfisch am Savignyplatz, innerlich fremd.[7] 1969 zeigte der Baden-Badener Kunsthallendirektor Klaus Gallwitz Werke von Lüpertz in seiner Talentschau 14 × 14. 1970 erhielt Lüpertz den Villa-Romana-Preis und verbrachte im Rahmen des damit verbundenen Stipendiums ein Jahr in Florenz. In Italien waren damals nicht nur die Kunst und die Architektur des Faschismus überall gegenwärtig. Auch die Kinofilme suchten die Auseinandersetzung mit dem nationalsozialistischen Deutschland, während in der Bundesrepublik die Zeit des Dritten Reichs noch weitgehend verdrängt wurde. 1974 organisierte Lüpertz die 1. Biennale Berlin. Im Jahr darauf veröffentlichte er seinen ersten Gedichtband 9 × 9. „ich bitte euch, lasst mich leben verachtet die kleinkinder unseres berufes, die amateure, die mitmacher, die frömmler liebt den boheme, ich bin ein boheme, liebt mich […]“ Nach einer Tätigkeit als Gastdozent 1973 nahm er 1974 die Professur für Malerei an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe an. Die Gedichtsammlung „Und ich, ich spiele …“ veröffentlichte Lüpertz 1981, im folgenden Jahr legte er die Gedichtsammlung Ich stand vor der Mauer aus Glas vor. 1983 übernahm er eine Professur an der Sommerakademie in Salzburg. Einen Amerikaaufenthalt verarbeitete er in seinem Tagebuch New York 1984, im selben Jahr erschien auch Bleiben Sie sitzen Heinrich Heine. Bis 1986 war er Professor in Karlsruhe. Welche Bedeutung diese Jahre für ihn hatten, beschrieb er später in einem Gedicht: „Karlsruhe war für mich die erste Freiheit Das dunkle Berlin bestimmte mein Leben Die kalten Nächte und ungeheizten Ateliers Die große Straße, die Eckkneipe, die Ruhmlosigkeit […] Und Karlsruhe lockte mich, den Dreißigjährigen Und die Stadt und die Möglichkeiten knipsten das Licht an Wärmten mich mit südlichem Charme Und idyllischen Plätzen […]“ 1986 veröffentlichte Lüpertz Texte zu Camille Corot unter dem Titel Hommage à Prévost, Berthe Morisot und Trouillebert. Im selben Jahr erhielt er eine Professur an der Kunstakademie Düsseldorf, 1988 wurde er zu ihrem Rektor berufen. Er leitete in einer langen Amtszeit von über 20 Jahren eine der bedeutendsten deutschen Akademien, keine andere hat so viele Documenta-Teilnehmer hervorgebracht. Er besetzte offene Stellen an der Akademie mit international bekannten Künstlern. Dazu zählten beispielsweise A. R. Penck, Michael Buthe, Jannis Kounellis, Rosemarie Trockel, Jörg Immendorff, Jeff Wall, Georg Herold, Albert Oehlen, Tal R, Peter Doig und Tony Cragg. Lüpertz hat als Rektor trotz zahlreicher Hochschulreformen den Erhalt des Klassensystems für die Düsseldorfer Akademie und alle Kunsthochschulen Deutschlands durchgesetzt. Zur Biennale in Venedig 1993 wurde Lüpertz zusammen mit Georg Baselitz und Anselm Kiefer in den deutschen Pavillon eingeladen. Er überließ seinen Platz den anderen Künstlern, um auszustellen, wenn er zu einer Einzelpräsentation eingeladen würde.[15] Walter Grasskamp charakterisierte Lüpertz: „Seine gewinnende Freigiebigkeit ist daher nicht ohne doppelten Boden; wer von ihm beschenkt wird, ahnt, zugleich jovial beleidigt worden zu sein, würde letzteres aber auch kaum übelnehmen können. Denn es ist schwer, sich dem poltrigen Charme, der spielerischen Aggressivität und der durchtrainierten Eitelkeit dieses betriebsamen Dogmatikers zu entziehen, der es schätzt, wenn man ihn unterschätzt, weil es ein weiterer Anreiz ist, seine Stärken unter Beweis zu stellen – und sei es auch nur auf die degoutante Art einer handfesten Schlägerei, die sein Gegenüber keineswegs schont.“ Im Jahr 2005 räumte Lüpertz seine Düsseldorfer Werkstatt frei, um dort zum 60. Geburtstag seines erkrankten Malerfreundes Jörg Immendorff eine Feier zu veranstalten. Auch mit anderen Kollegen wie Baselitz, Kiefer und A. R. Penck pflegt er freundschaftlichen Umgang. Seine Position in diesem Künstlerkreis beschrieb Lüpertz: „Nehmen wir Baselitz. Ich habe ihm mal gesagt: Georg, du bist der größte lebende Maler, den ich kenne. Aber das Genie bin ich. Infolgedessen kann ich damit blendend leben. Deswegen kann ich mich auch über jeden Erfolg meiner Kollegen freuen.“ Gegen Ende seines Rektorats wurde Lüpertz vorgeworfen, er habe es versäumt, eine zweite Foto-Klasse an der Düsseldorfer Akademie einzurichten, und damit die neuen Medien im Vergleich zu den traditionellen Fächern Skulptur und Malerei vernachlässigt. Im Juni 2009 wurde Lüpertz verabschiedet, sein Nachfolger als Rektor wurde Tony Cragg. Von 2008 bis 2017 hatte Lüpertz sein Atelier im südlichen Torhaus des Ratinger Tors. 2009 wurde Lüpertz in die Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste gewählt. Seit 2014 ist er Dozent an der Akademie der Bildenden Künste an der Alten Spinnerei. 2021 tritt Markus Lüpertz erstmals als Theaterregisseur in Erscheinung. Er inszeniert mit La Bohème eine Oper am Staatstheater Meiningen und zeigt sich hier auch für das Bühnenbild und die Kostüme verantwortlich. Das von ihm entworfene Bühnenbild besteht aus 33 Teilen, die beiden größten Prospekte für den Bühnenhintergrund fertigt er selbst im Malsaal des Theaters an. Lüpertz lebt und arbeitet in Berlin, Karlsruhe, Düsseldorf und Florenz. Sein Atelier hat er in Teltow. Er ist verheiratet und hat fünf Kinder.[21] Lüpertz konvertierte zum katholischen Glauben. „Gott ist für mich als Katholik die Projektion alles Guten, alles Wissens. Alles, was wir uns zusammengetragen haben an Sein, bis hin zu den wunderbaren Geschichten in der Bibel. Deswegen ist die Religion wichtig, weil sie den Glauben verlangt an Ideale, Ungereimtheiten, Unglaubwürdiges. An diesen großen Traum zu glauben, so unrealistisch er ist, finde ich wunderbar. […] Schauen Sie sich doch nur die Kirche an, allein die Deckengemälde, die Mosaiken, die Glasfenster. Die katholische Kirche ist für mich die bildnerisch Aufregendste. Das Hausgemachte, das Eingemachte, das Selbsterfundene, das Selbstbetriebene ist die katholische Kirche, und die Menschen waren bereit, daran zu glauben. Jetzt haben wir das Gegenteil […]“ Neben seiner Tätigkeit als Maler und Bildhauer widmet sich Lüpertz dem Free Jazz, unter anderem am Klavier. Gelegentlich gibt er Konzerte zusammen mit professionellen Musikern. Er gibt die von ihm gegründete Kunst- und Literaturzeitschrift Frau und Hund heraus, in der er auch eigene Lyrik und Prosatexte veröffentlicht. „Abseitige Texte mit abstrusen Privatphilosophien finden sich ebenso wie originelle Beiträge nicht ohne Anmut und Witz.“ Auch auf seine körperliche Leistungsfähigkeit achtet Lüpertz. Er macht jeden Morgen Liegestütze und fährt mit dem Rennrad. Bis 2006 spielte er in seiner eigenen Mannschaft „Lokomotive Lüpertz“ Fußball, was er dann aber wegen eines Autounfalls aufgab; er war beim Fahren eingeschlafen. Lüpertz plante in der ehemaligen Villa des Bankiers Henckel am Pfingstberg in Potsdam eine private Kunstakademie. Im Herbst 2010 sollte der Studienbetrieb der Akademie Souci GmbH Markus Lüpertz Potsdam eröffnet werden. Das Projekt sagte Lüpertz ab.[ Auf die Frage, wie man sich selbst erfindet, antwortete Lüpertz: „Man schaut in den Spiegel und prüft ein paar Dinge: In welcher Familie stecke ich drin, inwieweit bin ich von diesen Geschichten abhängig, bin ich abhängig von dem, was der Vater war, wurde ich geliebt oder nicht geliebt? Man registriert ein paar Verletzungen und auch das Glück, auch die guten Sachen. Und dann beschließt man, unabhängig zu sein, damit fängt es an. Man schließt einen Pakt mit sich selbst: Man will nicht mehr hässlich sein, man will nicht mehr dick sein, man will nicht mehr dumm sein, man will nicht mehr der Junge sein, der wenig Geld hatte. Man erfindet Vorteile selbst. So entschloss ich mich, ein schöner Mann zu sein und ein Genie. Ich trainierte meinen Körper und meinen Geist. Ich musste mir alles selbst erobern, die Entscheidungen eines freien Geistes.“ Veröffentlichungen: Westwall. Hake, Köln 1969, Und ich, ich spiele …. Galerie Springer, Berlin 1981, Ich stand vor der Mauer aus Glas. Galerie Springer, Berlin 1982, Bleiben Sie sitzen Heinrich Heine. Wiener Secession, Wien 1984, Tagebuch – New York 1984. Gachnang & Springer, Bern u. Berlin 1984, Das nächste Beste. Picaron, Amsterdam 1990, Gedichte. Picaron-Ed., Amsterdam 1991, Männer ohne Frauen. Kleinheinrich, Münster 1994, Das Geld – die Kunst. Dt. Apotheker- und Ärztebank, Düsseldorf 2000, Hommage à Mozart. Brandstätter, Wien 2005, Fieberblätter. Galerie Christine Hölz, Düsseldorf 2005, Der Kunst die Regeln geben. Ammann, Zürich 2005, Totentanz. Kühlen, Mönchengladbach 2006, Narziß und Echo. Kleinheinrich, Münster 2007, Der große Fluss. G. H. Holländer, Teltow 2007, Gott Merkur. G. H. Holländer, Teltow 2007, Daphne. Insel, Frankfurt, M. 2008, Ohne Titel (Mozart). Farbserigraphie, 2009, Das Recht auf Philosophie oder: über die Notwendigkeit, zu philosophieren. König, Köln 2011, (als Illustrator): Das Grundgesetz, Gütersloh 2012, ISBN 978-3-577-07467-4, Arkadien. Hirmer, München. 2016, ISBN 978-3-7774-2657-0, Das Recht auf Unmoral in der bildenden Kunst oder ein Weg zur Poesie. B.Kühlen, Mönchengladbach. 2025. Quelle: Wikipedia.

MARKUS LÜPERTZ malt das RUHRGEBIET http://www.stiftungkunst.de/kultur/

Marc Degens

1971 in Essen geboren. Studium der Germanistik und Soziologie an der Ruhr-Universität Bochum. Von 1999 bis 2007 lebte er als freier Schriftsteller in Berlin, von 2007 bis 2010 in Jerewan, Armenien, seit 2010 in Bonn. Herausgeber der SuKuLTuR-Heftreihe Schöner Lesen. Er war Herausgeber des Online-Feuilletons satt.org und Mitglied der Popformationen Superschiff und Stendal Blast. 2000 veröffentlichte das Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung in 18 Folgen seine Erzählung „Rückbau“, ebendort erschienen von 2001 bis 2002 28 Folgen seiner Romankolumne „Unsere Popmoderne“. 30 neue Folgen von „Unsere Popmoderne“ erschienen von 2005 bis 2012 in der österreichischen Literaturzeitschrift Volltext. 2009 kuratierte er in Armenien die Wanderausstellung „Neue deutsche Zeitungscomics“. 2010 konzipierte und organisierte er für das Goethe-Institut Prag die Kulturnacht „Goethe-Automat“ mit deutschen und tschechischen Künstlern. 2012 war er Kurator und Teilnehmer eines zweitägigen Literaturfestivals in Armenien und Teilnehmer des Literaturfestivals „New Literature from Europe“ in New York. Im selben Jahr gab er eine Ausgabe der aserbaidschanischen Literaturzeitschrift „Alatoran“ heraus, ein deutsch-aserbaidschanisches Themenheft zur deutschen Gegenwartliteratur. Werke (Auswahl): "Vanity Love" (Roman, 1997), "Hier keine Kunst" (Roman, 2008), "Das kaputte Knie Gottes" (Roman, Knaus Verlag, Berlin 2011), Erzählungen: "Unsere Popmoderne" (Verbrecher Verlag, Berlin 2010), "Ich kann) (Berlin 2008), "The SuKuLTuR Years" (Berlin 2009), Gedichte und Kurzprosa: "Farben und Formen" (Marl 1993, "Man sucht sich" (Berlin 1996). Lesebuch Marc Devens, Aisthesis Verlag, 2026 Quelle: Wikipedia.
http://www.marc-degens.de

Im Gespräch mit Marc Degens. BookGazette

HAFENLESUNG online edition #4: Marc Degens.
FoundinTranslation.

Die Domestizierung. Gelesen von Marc Degens
Selfies ohne Selbst.

Lütfiye Güzel

1972 im Duisburger Stadtbezirk Hamborn als Tochter von türkischen Gastarbeitern geboren und zweisprachig im dortigen Stadtteil Marxloh aufgewachsen. Nach ihrer schulischen Ausbildung begann sie ein Studium an der Universität Duisburg. Lütfiye Güzel kam dann als Autodidaktin zur Literatur und zur Kunst. Sie schreibt Gedichte, kurze Texte und Kurzgeschichten, die sie anfangs als Flugblatt-Literatur und Publikationen im Eigenverlag herausbrachte sowie in Studenten- und Stadtmagazinen publizierte. Außerdem betätigt sie sich künstlerisch und hatte 2008 mit verschiedenen Installationen mehrere Ausstellungen in Kunstkneipen etc. in Duisburg, Berlin und Hamburg. Sie tritt bei verschiedenen kulturellen und interkulturellen Veranstaltungen auf. So war sie zum Beispiel beim 8. Literatürk Festival 2012 in Essen eingeladen. Außerdem hält sie Vorträge auf Poetry Slams und leitet und gestaltet zudem auch Poetry-Slam-Workshops mit Schülern, wie z. B. 2012 bei einem vom Bundesprogramm "Toleranz fördern – Kompetenz stärken" geförderten Workshop im Duisburger Lehmbruck-Museum. 2012 erschienen ihre ersten zwei Bücher mit Gedichten beim Kleinverlag Dialog Edition des Duisburger interkulturellen Vereins Dialog – Gesellschaft für deutsch-türkischen Dialog. Die Gedichtbände fanden Interesse bei Publikum und Kritik; ihr erstes Buch Herz-Terroristin erschien 2013 in zweiter Auflage. 2012 wurde sie von der Universität Duisburg-Essen in die Wettbewerbsjury des transkulturellen Kurzfilmwettbewerbs KurzSchluß.zwei der Universität berufen. Werke: Herz-Terroristin. Gedichte. Dialog Edition, Duisburg 2012; englischsprachige Ausgabe: Heart-terrorist. Poems. Übersetzung: Corinna Voigt. Dialog-Edition, Duisburg 2014. Let’s go Güzel! Kurzgeschichten & Gedichte. Dialog Edition, Duisburg 2012. ein schiff wird kommen. In: Die Brücke – Forum für antirassistische Politik und Kultur, 32. Jahrgang, Heft 162, Januar–April 2013/1, ISSN 0931-9514 , S. 154 (Gedicht). 7 Bücher. In: Drecksack – Lesbare Zeitschrift für Literatur, 4. Jahrgang, April 2013, Heft 2,(Erzählung). Trist Olé. Gedichte. Dialog Edition, Duisburg 2013. Pinky Helsinki … Notizen. Go-Güzel-Publishing, Duisburg 2014 (Quelle: Wikipedia). Am 3. November 2017 wurde ihr der Literaturpreis Ruhr verliehen.
http://www.luetfiye-guezel.tumblr.com

Lütfiye Güzel erhält 1. Fakir Baykurt Preis - Gespraech im Rathaus Duisburg. Aufnahme vom 20.05.2014

Gimme more truth: Lütfiye Güzel - Sieben Bücher (Live in der BASTION Bochum)
Aufnahme vom 12. März 2014.

Lütfiye Güzel (Ausschnitte / Live in der BASTION Bochum)
Aufnahme vom 12. Mai 2015.

Die Poetin Lütfiye Güzel liest aus ihren Büchern "Herz-Terroristin" und "Let`s go Güzel!"
Veröffentlicht am 30.04.2013.

Literaturpreis Ruhr 2017. Begrüßung durch Frau Andrea Oehler, Bürgermeisterin der Stadt Herne. Literaturhaus Herne Ruhr, 3. November 2017
Veröffentlicht am 07.11.2017.

Literaturpreis Ruhr 2017 - Laudatio Dr. Hannes Krauss, Literaturhaus Herne Ruhr, 3. November 2017
Veröffentlicht am 06.11.2017.

Literaturpreis Ruhr 2017. Danksagung und Lesung. Lütfiye Güzel live im Literaturhaus Herne Ruhr, 3. November 2017
Veröffentlicht am 05.11.2017.

Lütfiye Güzel liest aus ihren Werken 
live in der Stadt- und Landesbibliothek Dortmund. Ausstrahlung vom 03.05.2021, coronabedingt ohne Publikum.
Start der Lesung 23:04

Lütfiye Güzel ›marxlohmontage‹, Poetry-Clip
PACT Zollverein

Gedichtsammlung enger cut-ups
Westfälisches Literaturbüro. Sprecher:in: Christine Rollar und Marian Heuser

"& das gegenteil von glück"
Lütfiye Güzel liest. Literaturforum Dresden e.V.

Lütfiye Güzel: "Den Alltag abschreiben"
Aus dem Gespräch mit Lütfiye Güzel im Kulturhaus Taranta Babu in Dortmund: „Die Unschärfen annehmen wie Pakete“. Vorstellung des neuen Buches "lütfiyeah". Moderation: Dr. Iuditha Balint. Eingeladen hatte das Fritz Hüser Institut. Aufnahme vom 5. Februar 2026.

Lütfiye Güzel: "In Paris war ich auch schon traurig"
Lütfiye Güzel liest im Kulturhaus Taranta Babu in Dortmund: „Die Unschärfen annehmen wie Pakete“. Aufnahme vom 5. Februar 2026.

Miedya Mahmod

Miedya Mahmod (* 23. Oktober 1996 in Dortmund) ist eine nicht-binäre deutsche Person mit irakisch-kurdischen Wurzeln, die literarische Texte schreibt und unter anderem als Spoken-Word-Artist auftritt. Sie wuchs im „im Kiosk der Eltern“ im Ruhrgebiet auf. Seit etwa 2016 entstehen fortlaufend Spoken-Word-Texte und Gedichte in Druckform. Nach einem abgebrochenen Lehramtsstudium nahm Miedya Mahmod 2017 ein Studium der Medien- und Theaterwissenschaft an der Ruhr-Universität Bochum auf; im selben Jahr erfolgte eine Einladung zum Treffen junger Autor*innen, dem bedeutendsten bundesweiten Literaturwettbewerb für Jugendliche und junge Erwachsene. Es folgten Teilnahmen an weiteren renommierten Literaturfestivals und Wettbewerben. 2023 gewann Mahmod für den Text Hinter vorgehaltener Zunge schweigen wir oder Die Destinationale den Jurypreis beim 31. open mike in der Sektion Lyrik. Miedya Mahmod bezieht gegen Etikettierungen offensiv Stellung: „Ich will mir nicht auf die Fahne schreiben, dass ich migrantisch bin. Ich will mir auf die Fahne schreiben, dass ich auch eine Künstlerin bin.“ Über sich selbst sagt Miedya Mahmod auch: „Schreibt, arbeitet, lebt, in keiner Reihenfolge, immerzu in selben (un)möglichen Körpern.“ 2024 las Miedya Mahmod auf Einladung der Jurorin Mithu Sanyal beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt am Wörthersee den Text Es schlechter ausdrücken wollen. Oder: Ba, Da. Auszeichnungen und Stipendien: 2023: Jurypreis beim 31. open mike; 2024: Gewinner:in des Textstreichs 2023/24 – Wettbewerb für lyrische Texte; 2024: Residenzstipendium Literatur auf Burg Gladbach, Victor Rolff Stiftung; 2024: Nominierung für den Ingeborg-Bachmann-Preis; 2024: Förderpreis Literaturpreis Ruhr; 2024/25: Hauskünstler:in des Center for Literature, Annette von Droste zu Hülshoff-Stiftung; 2024/25: Artist-in-Residence Atelier Galata, Kunststiftung NRW (Quelle: Wikipedia.

Miedya Mahmod - Warum ich irgendwann mit einem Bus d. Bolonia fahren will
Wörterspeise - Dez. 2017

FrauSein #2 mit Poetin Miedya Mahmod
Politik mal anders - KAS Rheinland

Miedya Mahmod - Finale NRW-Slam 2016
WortLautRuhr - Poetry Slam im Ruhrgebiet

Engagierte Kunst unter prekären Bedingungen.
ND Podcast. Live mit Miedya Mahmod

C. C. Bergius

C. C. Bergius, eigentlich Egon-Maria Zimmer, (* 2. Juli 1910 in Buer/Westfalen; † 23. März 1996 in Vaduz) war ein deutscher Schriftsteller. Schon als Schüler war er oft auf dem kleinen Flugplatz seiner westfälischen Heimatstadt. Er besuchte die Oberrealschule bis kurz vor dem Abitur und machte mit 17 Jahren seinen ersten Flug. 1930 absolvierte er eine Ausbildung zum Exportkaufmann in Hamburg und trat zum 1. Dezember 1931 der NSDAP bei (Mitgliedsnummer 858.193).[1][2] Ab 1933 war er Fluglehrer, nahm als Zivilpilot der Legion Condor am Spanischen Bürgerkrieg teil, mit Kriegsbeginn Wetterflieger und Testpilot, dann ab 1941 Flugkapitän und Pilot des Rüstungsministeriums. Nach dem Zweiten Weltkrieg begann er eine Karriere als Schriftsteller und gründete zunächst seinen eigenen Verlag. Zu Ehren von Friedrich Bergius, der 1931 den Nobelpreis für Chemie erhielt, nahm er den Schriftstellernamen C. C. Bergius an. Der Chemiker Bergius hatte ein Verfahren zur Kohleverflüssigung entwickelt, so dass trotz der Rohstoffknappheit in Deutschland Flugbenzin im Bergius-Pier-Verfahren hergestellt werden konnte und somit das Fliegen ermöglicht wurde. Seine Bücher wurden in neunzehn Sprachen übersetzt und erreichten dank des Bertelsmann Verlages, der die Romane hauptsächlich über den Buchclub vermarktete, eine Gesamtauflage von elf Millionen Exemplaren. Bergius war Mitglied des P.E.N.-Clubs und Gründungsmitglied im P.E.N.-Club Liechtenstein. Seine nachgelassene Bibliothek befindet sich in der Liechtensteinischen Landesbibliothek. Einem breiten Publikum wurde er in den 60er-Jahren durch die Serie Straße der Piloten im ZDF, die erste große Dokumentation der Luft- und Raumfahrt der deutschen Fernsehgeschichte, bekannt.Seine Romane erzielten internationalen Erfolg mit einer Gesamtauflage von über 15 Millionen Exemplaren, die in 19 Sprachen übersetzt wurden. Seine Werke waren oft von seinen ausgedehnten Reisen nach Malaysia, Japan, China, Korea und Vietnam inspiriert und zeigten historische oder exotische Schauplätze, darunter Geschichten von Konquistadoren, Piraten und Abenteurern. Werke (kleine Auswahl): "Dschingis-Chan" 1951), "Das Medaillon". "Heißer Sand", der auch als Fernsehfilm adaptiert wurde, "Sand in Gottes Mühlen", "Der Fälscher". "Die großen Entdecker", Beiträge von Persönlichkeiten wie Wernher von Braun, Heinrich Harrer und Thor Heyerdahl.

Geheimtipps aus dem Elfenbeinturm - C.C. Bergius
Elfenbeinturm Media

Ines Habich-Milović

Ines Habich-Milović wurde 1978 in Gelsenkirchen geboren und lebt in Recklinghausen. Sie ist Theatermacherin und Autorin von Theaterstücken; Aufführungen u.a. am Düsseldorfer Schauspielhaus und im Haus der Berliner Festspiele. Ihr Roman "Dein Vater hat die Taschen voller Kirschen" ist im Rowohlt Verlag erschienen und wurde für den Literaturpreis Ruhr 2025 nominiert.
www.ines-habich-milovic.de

Unten scheint die Sonne - Die Dokumentation«
Regisseurin: Ines Habich

politikorange TV: Theater um den demografischen Wandel
Ein Beitrag von Julia Dembowski, Inka Philipp, Finn Lurz und Fabian Grieger.

Mascha Unterlehberg

Mascha Unterlehberg wurde 1990 in Mülheim an der Ruhr geboren. Sie hat Literaturwissenschaften und Kunstgeschichte in Freiburg und Paris studiert sowie am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig. Sie hat an Theatern in Deutschland und der Schweiz gearbeitet, war Finalistin des 27. open mike und nahm mit ›Wenn wir lächeln‹ 2023 am Literaturkurs in Klagenfurt teil. Veröffentlichungen (Auswahl): Es kommt in Wellen in: JENNY 10, Wie lange es dauert, bis alles zerfließt in: KLiteratur #6, Heliophilia in: Anthologie des 27. open mike, Wir lächeln, Dupont. Auszeichnungen und Preise (Auswahl): Einladung zu Lectures-Rockhall-Lesung mit Ivna Zic 2022, Finalistin 27. open mike 2019, Drehbuchförderung Langspielfilm durch MFG Baden-Württemberg 2019, Stipendiatin des 26. Klagenfurter Literaturkurses, Nominierung zum Literaturpreis Ruhr 2025.

Sprachzimmer: Mascha Unterlehberg
Aufnahme aus dem Jahr 2023

Dreamteam 237: Lieblingsbuch der Woche
Mascha Unterlehberg: "Wenn wir lächeln"

Çiğdem Akyol

Çiğdem Akyol wurde 1978 in Herne geboren und ist eine deutsche Journalistin und Autorin. Ihre Eltern kamen 1973 als Arbeitsmigranten aus der Türkei ins Ruhrgebiet nach Herne. Akyol wuchs in Herne auf und besuchte dort das Haranni-Gymnasium. 1998 schloss sie ihr Abitur ab und studierte anschließend Völkerrecht und osteuropäische Geschichte an der Universität zu Köln. Danach besuchte sie die Berliner Journalisten-Schule. Sie arbeitete von 2006 bis 2014 als Journalistin bei der taz, für die sie oft aus dem Ausland berichtete. 2014 nahm sie eine zeitlich befristete Stelle der DPA in Istanbul an. Nach deren Abschluss blieb sie zunächst in Istanbul und arbeitete dort als freie Journalistin und Autorin. Seit 2016 lebt und arbeitet sie in der Schweiz, seit September 2019 als Politikredakteurin bei der Zeitung WOZ Die Wochenzeitung. Werke: Generation Erdogan. Die Türkei – ein zerrissenes Land im 21. Jahrhundert. Kremayr und Scheriau, 2015, ISBN 978-3-218-00969-0. Erdogan: Die Biografie. Herder, München 2016, ISBN 978-3-451-32886-2. Die gespaltene Republik. Die Türkei von Atatürk bis Erdoğan, S. Fischer 2023, Frankfurt a. M. April 2023, ISBN 978-3-10-397138-5, 2024 veröffentlichte Akyol mit Geliebte Mutter – Canım Annem ihren ersten Roman, in dem sie die Geschichte einer türkischen Einwanderfamilie beschreibt.Steidl, 2024, ISBN 9783969994023 (Roman). Nominierungen und Auszeichnungen 2015: Generation Erdoğan wurde in Österreich zum Wissenschaftsbuch des Jahres nominiert. 2016: Erdogan: Die Biografie. wurde für den NDR Kultur Sachbuchpreis nominiert. 2025: Geliebte Mutter – Canım Annem. Roman ausgezeichnet mit dem Literaturpreis Ruhr (Quelle: Wikipedia)
www.cigdemakyol.com

Çiğdem Akyol über ihren neuen Roman »Geliebte Mutter - Canım Annem«
Steidl

Literaturpreis Ruhr 2025: Laudatio Hauptpreis

Ralf Thenior

wurde 1945 in Schlesien geboren und wuchs in Hamburg auf. Lehre zum Verlagskaufmann, Ausbildung zum Übersetzer. Nach dem Abitur auf dem Zweiten Bildungsweg Studium der Germanistik und Soziologie. Ralf Thenior lebt als freier Schriftsteller in Dortmund. Er schreibt Lyrik und Prosa. Seit den Neunzigerjahren ist er auch Verfasser erfolgreicher Kinder- und Jugendbücher und veröffentlicht Hörbilder. Auszeichnungen (Auswahl): Literaturpreis Ruhrgebiet, Annette-von-Droste-Hülshoff-Preis. Veröffentlichungen (Auswahl): "Dämonenspiegel", "Drache mit Zahnweh im Wind" "Traurige Hurras", "Das Gelächter der Sterne", "Schröder, du dummer Hund!", "Schlossgespenst auf Reisen", "Greifer", "Zerbrochene Träume".
www.ralf-thenior.de

0:02:54 03. April 2010 "Ralf Thenior live in der Kulturzentrale HundertMeister, Duisburg, 26.02.2010"
Das Literaturbüro Ruhr stellt das Buch "Stimmenwechsel - Poesie längs der Ruhr

0:08:10 03. April 2010 "Ralf Thenior im Gespräch mit Ulli Langenbrinck"
Das Literaturbüro Ruhr stellt das Buch "Stimmenwechsel - Poesie längs der Ruhr

0:18:31 01. Nov. 2007 "Ralf Thenior: Das Tausendlampenfest"
Ralf Thenior liest Kleingeschichten aus dem größten Ruhrgebiet der Welt.

Ralf Thenior liest Kleingeschichten aus dem größten Ruhrgebiet der Welt
Live-Aufnahme aus dem Literaturhaus Herne Ruhr, 5. Februar 2020.

Ralf Thenior liest sein Gedicht "Ankunft des Frühlings am Schwieringhauser Bach"
Live-Aufnahme aus dem Literaturhaus Herne Ruhr, 5. Februar 2020.

Ralf Thenior liest aus "Blütenknospenkino"
Live-Aufnahme aus dem Literaturhaus Herne Ruhr, 5. Februar 2020.

Arnold Maxwill zum literarischen Werk Ralf Theniors: "Niendorf/Nordstadt/Nachtbotaniker".
Live-Aufnahme aus dem Literaturhaus Dortmund. 22. August 2025. Eine Tagung des Fritz-Hüser-Instituts mit dem Literaturhaus Dortmund.

Jürgen Brôcan "Das Schnüffeln am Hundegras - Natur im Werk von Ralf Thenior".
Live-Aufnahme aus dem Literaturhaus Dortmund. 22. August 2025. Eine Tagung des Fritz-Hüser-Instituts mit dem Literaturhaus Dortmund.

Jutta Richter: "Weissnicht von Westerwinkel - Von Schlossgespenstern und Ballonfliegern". Zum literarischen Werk Ralf Theniors.
Live-Aufnahme aus dem Literaturhaus Dortmund. 22. August 2025. Eine Tagung des Fritz-Hüser-Instituts mit dem Literaturhaus Dortmund.

Prof. Dr. Walter Gödden: Ralf Theniors Essayband "Sarmatische Eskapaden".
Live-Aufnahme aus dem Literaturhaus Dortmund. 22. August 2025. Eine Tagung des Fritz-Hüser-Instituts mit dem Literaturhaus Dortmund.

Ilse Kibgis

1928 in Gelsenkirchen-Horst geboren und dort 2015 verstorben. Sie wuchs in einer Bergarbeiterfamilie auf. Bereits in ihrer Jugend schrieb sie Gedichte, die zunächst nicht veröffentlicht wurden. 1976 schloss sie sich der Literarischen Werkstatt in Gelsenkirchen an. Es folgten zahlreiche Lesungen, Veröffentlichungen in Anthologien, die Gedichtbände "Wo Menschen wohnen" und "Meine Stadt ist kein Knüller in Reisekatalogen" (Asso-Verlag Oberhausen). Sie schreibt Gedichte und Kurzgeschichten. Für ihre Arbeit erhielt sie u.a. den Förderpreis Literatur der Stadt Gelsenkirchen und das Arbeitsstipendium NRW. über Ilse Kibgis wurden mehrfach Fernseh- und Radioberichte erstellt. Einem größeren Publikum wurde sie durch Besprechungen in der "Zeit"(http://www.zeit.de/1991/33/leben-in-zwei-welten) und in der "Bild am Sonntag" bekannt. Gemeinsam mit Kalle Gajewsky (Musik und Produktion) veröffentlichte sie die CD "Zaungäste".

Ilse Kibgis "Mütter der Welt"
Ilse Kibgis liest ihr Gedicht "Mütter der Welt". Aufgenommen und bearbeitet von Karl-Heinz Gajewsky.

Ilse Kibgis "Fussballspiel"
Ilse Kibgis liest ihr Gedicht "Fussballspiel". Aufgenommen und bearbeitet von Karl-Heinz Gajewsky.

Ilse Kibgis: "Die Stadt meiner Väter"
Ilse Kibgis liest aus ihrem Gedichtband: "Meine Stadt ist kein Knüller in Reisekatalogen". Aufgenommen und bearbeitet von Karl-Heinz Gajewsky.

Ilse Kibgis: "Mein Vater, der Bergmann Willi"
Ilse Kibgis liest eigene Gedichte. Aufgenommen und bearbeitet von Karl-Heinz Gajewsky.

Ilse Kibgis: "Menschen wie Du und ich"
Ilse Kibgis liest unveröffentlichte Gedichte. Aufgenommen und bearbeitet von Karl-Heinz Gajewsky.

Ilse Kibgis: "Revierperspektiven"
Ilse Kibgis liest eigene Gedichte. Aufgenommen und bearbeitet von Karl-Heinz Gajewsky.

Ilse Kibgis: "Mahnung"
Ilse Kibgis liest eigene Gedichte. Aufgenommen und bearbeitet von Karl-Heinz Gajewsky.

Ilse Kibgis: "Akkord"
Ilse Kibgis liest eigene Gedichte. Aufgenommen und bearbeitet von Karl-Heinz Gajewsky.

Ilse Kibgis: "Farben des Friedens"
Ilse Kibgis liest eigene Gedichte. Aufgenommen und bearbeitet von Karl-Heinz Gajewsky.

Ilse Kibgis: "Im Winkel"
Ilse Kibgis liest unveröffentlichte Gedichte. Aufgenommen und bearbeitet von Karl-Heinz Gajewsky.

Ilse Kibgis: "Frauenberufe"
Ilse Kibgis liest unveröffentlichte Gedichte. Aufnahme aus dem Jahr 1985.

Michael Klaus

1952 in Brilon geboren. Aufgewachsen in Gelsenkirchen. Studium der Kunst und Germanistik. Seit 1981 lebte er als freier Schriftsteller, veröffentlichte Satiren, Romane, Hörspiele, Gedichte und Erzählungen. Er schrieb Drehbücher für Fernsehfilme, Buchbesprechungen, Kurzgeschichten für das Radio und Glossen. Michael Klaus war Gastdozent an der Internationalen Filmhochschule Köln und an der Universität Essen. Nach langer schwerer Krankheit verstarb er 2008 in Gelsenkirchen. Veröffentlichungen (kleine Auswahl): "Klaras Geschichte", "Nordkurve", "Wie ich meine ersten drei Frauen verlor" (Romane), "Lesebuch Michael Klaus" (Hrsg. Walter Gödden), "Geisterbahn", "Brennen oder Ein Inder ruft an"(Hörspiele), "Schimanski muss leiden", "Verkehr macht frei", "Schluß! Aus! Feierabend!" (Fernsehfilme). Auszeichnungen (Auswahl): Wahl in den PEN, Nominierung für den Grimme-Preis, Literaturpreis Ruhrgebiet, Förderungspreis des Landes NRW.

Michael Klaus liest
Aufnahme aus dem Jahr 1985

Liselotte Rauner

1920 in Bernburg/Saale als Liselotte Clemens geboren. Nach Besuch einer Real- und Handelsschule machte sie eine kaufmännische Lehre, absolvierte eine Gesangs- und Schauspielausbildung und sammelte Bühnenerfahrung. Nach der Heirat mit Walter Rauner zog das Ehepaar 1948 nach Wattenscheid. Ab 1967 war sie Mitglied der Literarischen Werkstatt Gelsenkirchen und gehörte zu den Mitbegründern des Werkkreises "Literatur der Arbeitswelt". 2005 starb sie in Bochum. Veröffentlichungen: Gedichte, Kurzgeschichten, Epigramme und Chansons: "Der Wechsel ist fällig", "Wenn der Volksmund mündig wird", "Kein Grund zur Sorge", "Alles in Bewegung". Schallplatte: "Lebenslauf" (Duo Zündholz - Kalle Gajewsky/Norbert Labatzki). 1986 erhielt sie den Literaturpreis Ruhrgebiet.

Liselotte Rauner liest
Aufnahme aus dem Jahr 1985

Sabin Tambrea

Sabin Tambrea wurde 1984 in Rumänien geboren und entstammt einer Musikerfamilie. Zur Zeit des rumänischen Diktators Nicolae Ceaușescu setzte sich sein Vater, ein Orchestermusiker, 1986 auf einer Konzertreise nach Frankreich ab. Im Rahmen der Familienzusammenführung siedelte ein Jahr danach die Mutter mit ihm und seiner Schwester zum Vater nach Deutschland über, wo sie zunächst in Marl lebten und später nach Hagen umzogen; dort wuchs Sabin Tambrea auf. Tambreas Eltern sind Mitglieder des Philharmonischen Orchesters Hagen bzw. der Dortmunder Philharmoniker. Seine Schwester Alina Armonas-Tambrea war Mitglied des Trio Enescu und ist Dozentin für Violine an der Darmstädter Akademie für Tonkunst. Tambrea erhielt ab dem vierten Lebensjahr Musikunterricht auf der Violine. Ebenso studierte er das Bratsche- und Klavierspiel sowie das Dirigieren. Sein Bühnendebüt gab Tambrea im Alter von sechs Jahren als Solist im Kinderchor des Theaters Hagen. Zwischen 1994 und 2002 nahm er als Violinist mehrfach auf Regional- und Landesebene am Wettbewerb Jugend musiziert teil. Dabei belegte er sechsmal den ersten Platz und wurde daraufhin Mitglied des Landesjugendorchesters Nordrhein-Westfalens. Im Alter von 18 Jahren beendete Tambrea den Musikunterricht, um sich der Schauspielerei zu widmen. 2006 gelang ihm die Aufnahme an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin. Dort ließ sich Tambrea bis 2010 zum Schauspieler ausbilden. Tambrea lebt in Berlin und ist seit 2018 mit der Schauspielerin Alice Dwyer verheiratet. Er bezeichnet sich selbst als offenen Atheisten. 2024 wurden Tambrea und Dwyer Eltern eines Kindes. Als Darsteller wurde er mehrfach ausgezeichnet: 2012: Bayerischer Filmpreis, Nachwuchsdarstellerpreis für Ludwig II. 2013: New Faces Award für Ludwig II. 2013: Daphne-Preis der TheaterGemeinde Berlin für herausragende junge Darsteller. 2013: Historical Filmfestival Waterloo: Bester Hauptdarsteller für Ludwig II. 2013: Deutscher Filmpreis: Nominierung für Ludwig II. (Beste darstellerische Leistung – männliche Hauptrolle). 2022: Günter-Rohrbach-Filmpreis – Darstellerpreis für In einem Land, das es nicht mehr gibt gemeinsam mit Marlene Burow und David Schütter. Publikationen: Nachtleben, Atlantik Verlag Hamburg, 2021, Spiegel-Bestseller; Vaterländer, Gutkindverlag Berlin, 2024. (Quelle: Wikipedia)

"Vaterländer" von Sabin Tambrea
radioeins, Die Schöne Lesung

Detlef Marwig

1931 in Gelsenkirchen geboren, 1990 ebenda gestorben. Detlef Marwig brach eine Verkäuferlehre ab und arbeitete als Walzenarbeiter, Straßenbahnschaffner und Elefantenpfleger bevor er als freier Journalist bei der WAZ und als Schriftsteller arbeitete. Zuletzt betrieb er zusammen mit seiner Frau einen Kiosk (Dat Büdchen) in Gelsenkirchen. Auszeichnungen: 1961 bekam er den ersten Preis beim Erzählerwettbewerb des Bertelsmann-Leserings 'Liebe in unserer Zeit' und 1976 erhielt er ein Arbeitsstipendium des Landes NRW. Werke: 1970 schrieb er das Hörspiel "Ein kurzer Tag oder alle Tage wieder" für den WDR. 1977 veröffentlichte er seinen Roman "Freiheit kleingeschrieben" (Gebühr Verlag Stuttgart). Er schrieb auch die Kurzgeschichten Rein äußerlich und Die Blauschicht.

Detlef Marwig "Freiheit kleingeschrieben", Teil I (Auszug)
Lothar Lange liest aus dem Roman "Freiheit kleingeschrieben" von Detlef Marwig. Der Roman erschien im 1977 im Verlag Werner Gebühr, Stuttgart.

Detlef Marwig "Freiheit kleingeschrieben", Teil II (Auszug)
Lothar Lange liest aus dem Roman "Freiheit kleingeschrieben" von Detlef Marwig. Der Roman erschien im 1977 im Verlag Werner Gebühr, Stuttgart.

Detlef Marwig "Freiheit kleingeschrieben", Teil III (Auszug)
Lothar Lange liest aus dem Roman "Freiheit kleingeschrieben" von Detlef Marwig. Der Roman erschien im 1977 im Verlag Werner Gebühr, Stuttgart.

Karl-Heinz Gajewsky

1952 in Dortmund geboren, Volksschule, Realschule, Höhere Handelsschule, Arbeit bei Rheinstahl, Wehrdienst, Arbeit bei Hoesch Rothe Erde-Schmiedag AG, Studium der Sozialarbeit, 36 Jahre Berufstätigkeit, zuletzt 10 Jahre Betreuung psychisch kranker Menschen. Seit 1975 Auftritte als Liedermacher und Mitglied der Gruppen „Irrlicht und Feuer“, „Vor Ort“ (nach einem Gedichtband von Günter Westerhoff benannt), „Duo Zündholz“ (nach einem Gedichtband von Joachim Polnauer benannt). Zahlreiche Auftritte im In- und Ausland. Vertonungen eigener und Texte von Ilse Kibgis, Josef Büscher, Richard Limpert, Josefine Konietzko, Liselotte Rauner, Günter Westerhoff, Kurt Küther, Erich Mühsam, Kurt Tucholski, Reinhard Valenta, Heinz Kahlau, Klabund, Gisela Steineckert, Theodor Storm Robert Gernhardt, Freiherr von Eichendorff, Johannes R. Becher, Paul Polte, Kai Lorentz, Heinz Rüther, Erich Weinert, Schmuel Jankew Imber, Pessach Binezki, Wieland Schmied und Nicole Modry. 
1983 Förderpreis der Stadt Gelsenkirchen, WDR-Film „Fast ein Prolet“, Hörfunkbeiträge, Teilnehmer der Gelsenkirchener Tage der Industrie- und Arbeiterliteratur. 1988 Ehrenmitglied der Gruppe Bochumer Autoren e.V.. 
Filmmusiken für ZDF- und WDR-Produktionen. Produktion von Hörbüchern, musikalische Begleitung zahlreicher Autoren bei ihren Lesungen. Tonträger "gestritten gehofft getanzt" (Liederbriefe nach Texten von Heinz Kahlau, Robert Gernhardt, Gisela Steineckert, Kalle Gajewsky, Theodor Storm, Freiherr von Eichendorff), "Gott oder Mama" (Lieder nach Texten von Gisela Steineckert), "Zaungäste" (eine musikalische Lesung mit Ilse Kibgis), "Der kleine Fuchs und ein Wald voller Musik" (Benefiz-CD für das Kinderhospiz 'Arche Noah'), "Zeche? Frachsse mich wattat is..." (Kurt Küther erzählt), "Und eines Tages bin ich wieder da" (Jutta Kieber erzählt) und "In bester Gesellschaft" (Autorenportrait Wilfried Besser, Edith Linvers, Helmut Peters). Auf einer lizensierten Vereins-CD für Schalke 04 wurde neben dem Fußballlied die Vertonung von "Bergmann an der Himmelstür" (Josef Büscher) veröffentlicht. Daneben Arbeit an einem Klabund-Programm. Interviews der Schriftsteller Heinz Kahlau (wohnhaft auf der Insel Usedom) und Gisela Steineckert (Berlin). 
Im Jahr 2006 Entwicklung des Konzepts zu dem Schallarchiv der Ruhrgebietsliteratur "REVIERCAST". Bislang wurden ca. 350 Ruhrgebietsautoren schriftlich vorgestellt und fast 400 von gut 500 produzierten Hör- und Videobeiträgen veröffentlicht (Lesungen, literaturwissenschaftliche Tagungen etc.). Seit April 2012 werden neben Ton- auch Videoaufnahmen erstellt. Medienpartner der Universität Duisburg-Essen, der LWL-Literaturkommission für Westfalen und des Museums für Westfälische Literatur (Kulturgut Haus Nottbeck). 
Für seine umfängliche Arbeit wurde Karl-Heinz Gajewsky mit dem Literaturpreis Ruhr 2013 ausgezeichnet. 
Als Fotograf: "London Street" – Straßenfotografie. Ausstellung in der Werkstatt Buer. "Schalkeland" - Fotografien zu den Gedichten von Ilse Kibgis. Sonderausstellungen in der Werkstatt Buer und im Museum für westfälische Literatur. "Haldenhub – Lyrische und fotografische Spaziergänge von Jürgen Brôcan und Karl-Heinz Gajewsky", Sonderausstellung im Museum für westfälische Literatur, Kulturgut Haus Nottbeck, 20.02. - 29.05.2022.
www.gajewsky.de

Weltkulturerbe Zollverein. Duo Zündholz live 1986
Karl-Heinz Gajewsky und Norbert Labatzki live. Text: Richard Limpert, Musik: Kalle Gajewsky.

Literaturpreis Ruhr 2013, Fernsehbericht
Karl-Heinz Gajewsky und sein Literaturprojekt www.reviercast.de im Portrait.

„Haldenhub – Lyrische und fotografische Spaziergänge von Jürgen Brôcan und Karl-Heinz Gajewsky"
Sonderausstellung im Westfälischen Literaturmuseum, Kulturgut Haus Nottbeck, 20.02.2022 bis 29.05.2022

„Haldenhub – Lyrische und fotografische Spaziergänge von Jürgen Brôcan und Karl-Heinz Gajewsky"
Rundgang durch die Sonderaustellung im Westfälischen Literaturmuseum, Kulturgut Haus Nottbeck, 20.02.2022 bis 29.05.2022

„Haldenhub – Lyrische und fotografische Spaziergänge von Jürgen Brôcan und Karl-Heinz Gajewsky"
Prof. Walter Gödden über die Sonderausstellung im Westfälischen Literaturmuseum, Kulturgut Haus Nottbeck, 20.02.2022 bis 29.05.2022

"Mein Vater und Richard Limpert" von Karl-Heinz Gajewsky
Lothar Lange liest das Nachwort aus dem Lesebuch Richard Limpert, erstellt von Karl-Heinz Gajewsky, erschienen im Aisthesis Verlag.

Richard Limpert

26.08.1922 (Gelsenkirchen) - 16.03.1991 (Essen). Nach Besuch der Volksschule lernte er "SPD" (Originalton Limpert) = Sattler, Polsterer, Dekorateur. Als Soldat der Wehrmacht geriet er in sowjetische Kriegsgefangenschaft, aus der er nach fünf Jahren heimkehrte. Nach siebenjähriger Tätigkeit als Polsterer ab 1957 Glashüttenarbeiter. Dann Maschinist auf diversen Zechen und Kokereien. Er war Betriebsrat und Bildungsobmann der Industriegewerkschaft Bergbau und Energie. 1979 wurde er in den vorzeitigen Ruhestand versetzt. Seit den Sechzigerjahren schrieb er sozialkritische Gedichte, Kurzgeschichten und Reportagen. Ab 1968 war er Mitarbeiter der "Literarischen Werkstatt Gelsenkirchen" und ab 1969 Mitglied des "Werkreises Literatur der Arbeitswelt". Besonders engagiert zeigte er sich in der Friedensbewegung. Zahlreiche Texte wurden durch Kalle Gajewsky vertont. Der Westdeutsche Rundfunk strahlte ein Portrait dieses Schriftstellers aus. Auszeichnungen: Georg-Weerth-Literaturpreis, Preis des Forums Kohlenpott. Veröffentlichungen (Auswahl): "über Erich", "Ein Tenor aus Steele hat Gold in der Kehle", "Wortmeldung & Zwischenrufe", "Durchs Megafon geflüstert", "Lesebuch Richard Limpert", zusammengestellt von Karl-Heinz Gajewsky. Richard Limpert starb am 16.03.1991.

Volker W. Degener und H. Peter Rose lesen Ausschnitte aus dem "Lesebuch Richard Limpert"
Aufnahme vom 28. November 2019, Bergbausammlung Rotthausen (Gelsenkirchen).

Hugo Ernst Käufer über den Arbeiterschriftsteller Richard Limpert
Der Schriftsteller und Bibliotheksleiter Hugo Ernst Käufer verfasste diese persönliche Widmung. Gelesen von Lothar Lange. Aufnahme Dezember 2023.

Richard Limpert - Gedichte
Lothar Lange liest Gedichte das Arbeiterschriftstellers Richard Limpert. Aufnahme Dezember 2023

Richard Limpert: Ruhrpottriviera
Der Arbeiterschriftsteller Richard Limpert über das Idyll an der Ruhr. Gelesen von Lothar Lange. Aufnahme Dezember 2023

Richard Limpert - Schwerer als der Abbauhammer
Duo Zündholz live im Revierpark Nienhausen. Aufnahme aus dem Jahr 1987. Schwerer als der Abbauhammer - Text Richard Limpert, M: Norbert Labatzki

Richard Limpert und Duo Zündholz
Das Duo Zündholz vertont ein Gedicht von Richard Limpert. Aufnahme aus dem Jahr 1983. Livemitschnitt aus der Wohnung des Arbeiterschriftstellers in Gelsenkirchen. M: Kalle Gajewsky

"Mein Vater und Richard Limpert" von Karl-Heinz Gajewsky
Lothar Lange liest das Nachwort aus dem Lesebuch Richard Limpert, erstellt von Karl-Heinz Gajewsky, erschienen im Aisthesis Verlag.

Inge Meyer-Dietrich

wurde 1944 geboren, aufgewachsen in Bochum. Krankenschwesterausbildung. Studium der Soziologie, Germanistik und Kulturwissenschaften. Verheiratet, drei Kinder. Lebt in Gelsenkirchen. Seit 1986 freie Autorin. Veröffentlichungen (kleine Auswahl): "Plascha oder Von kleinen Leuten und großen Träumen", "Flieg zu den Sternen", "Der Sommer steht Kopf", "Bin noch unterwegs", "Bruchstücke", "Warum Leon ", "Der kleine Drache und der Monsterhund". Die meisten Werke sind im Ravensburger Buchverlag erschienen. Auszeichnungen (kleine Auswahl): Gustav-Heinemann-Friedenspreis, Züricher Kinderbuchpreis, Österreichischer Staatspreis, Literaturpreis Ruhr.
www.ingemeyerdietrich.de

Josef Büscher

1918 in Oberhausen geboren, gestorben 1983 in Gelsenkirchen. Josef Büscher wurde in einer Bergarbeiterfamilie geboren, musste sein Bergbaustudium bei Kriegsbeginn abbrechen, Verwundung während des Frankreichfeldzugs, 1945 Rückkehr aus amerikanischer Kriegsgefangenschaft. Bis 1951 Arbeit als Hauer unter Tage, dann wegen Grubenuntauglichkeit bis zu seiner Pensionierung 1973 als Lohnbuchhalter auf einer Zeche in Gelsenkirchen tätig. Büscher verfasste Erzählungen, Theaterstücke und sozialkritische Gedichte. Aktiv in der Friedensbewegung, Gründungsmitglied der "Gruppe 61", Engagement in der "Literarischen Werkstatt Gelsenkirchen" und 1970 Gründungsmitglied des "Werkkreises Literatur der Arbeitswelt". Veröffentlichungen: "Auf allen Straßen", "Gedichte", "Stechkarten", "Sie erkannten ihre Macht"sowie "Zwischen Tackenberg und Rothebusch".



Jürgen Völkert-Marten

geboren 1949 in Gelsenkirchen und dort wohnhaft. 1974 -76 Mitherausgeber der Literaturzeitschrift "Pages" (6 Ausgaben). 1984-90 Betrieb der "edition prima vista". Er verfasst hauptsächlich Lyrik, Hörspiele, Prosa und Texte für Kinder. Seine Texte und Bilder sind in zahlreichen Anthologien, Schulbüchern und Literaturzeitschriften erschienen. Er ist Mitglied im Verband deutscher Schriftsteller (VS) und der europäischen Autorenvereinigung Die Kogge. Auszeichnungen (Auswahl): Lyrikwettbewerb des 28. Deutschen Evangelischen Kirchentages, Arbeitsstipendium für Schriftsteller des Landes NRW. Veröffentlichungen (Auswahl): "Flugzeuge über Flugenten", "So liegen so lieben", "Meer und nicht weniger", "Vorläufiges Fazit".

Jürgen Völkert-Marten liest Gedichte aus den Jahren 1974 bis 1999.
Am 25.03.2012 las Jürgen Völkert-Marten für das Literaturportal REVIERCAST ausgewählte Gedichte. Aufgenommen und bearbeitet von Karl-Heinz Gajewsky.

Jürgen Völkert-Marten liest Gedichte aus den Jahren 2000 bis 2015.
Aufgenommen und bearbeitet von Karl-Heinz Gajewsky. Gelsenkirchen, 8. Juni 2015.

Jürgen Völkert-Marten liest eigene Lyrik.
Aufnahme aus dem Jahr 1985.

Paul Polte

1905 in Dortmund geboren und dort 1985 verstorben. Nach kaufmännischer Lehre Tätigkeiten in der Automobilbranche und in einem Gasometerwerk. Er wird in der Weltwirtschaftskrise arbeitslos und beginnt Gedichte zu schreiben. 1931 grüüdet er die Ortsgruppe proletarisch-revolutionärer Schriftsteller. Er veröffentlicht in mehreren Zeitungen und gründet ein politisches Kabarett. Unter den Nationasozialisten erhält er ein Schreibvebot. Dem Wehrdienst entgeht er durch seine Arbeit in einem kriegwichtigen Betrieb. Nach dem Krieg Mitarbeit in der Gesellschaft Aufbau und in der Vereinigung Kunst und Volk im Ruhrgebiet. 1961 gehört er zu den Gründungsmitgliedern der "Gruppe 61", 1970 Gründungsmitglied der Werkstatt Dortmund im "Werkkreis Literatur der Arbeitswelt". Veröffentlichungen: Gedichte, Kurzgeschichten. Er ist vertreten in den Büchern "Der rote Großvater erzählt" und "Asphaltlyrik".

Paul Polte "Gedichte"
Lothar Lange liest Gedichte von Paul Polte.

Paul Polte "Wird es so sein? - Duo Zündholz"
Aufnahme aus dem Jahr 1983. Das Duo Zündholz singt das Lied "Wird es so sein". T: Paul Polte, M: Kalle Gajewsky.

Paul Polte "Wird es so sein?" - Kalle Gajewsky
T: Paul Polte, M: Kalle Gajewsky. Aufnahme 1996.