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Literaturpreis Ruhr 2010, Begrüßung durch Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann

Der Literaturpreis Ruhr wurde zum 25. Mal verliehen. Die öffentliche Preisverleihung fand im Heinrich-von-Kleist-Forum in Hamm am 12. November 2010 statt. Eingeladen hatten das Literaturbüro Ruhr und der Regionalverband Ruhr.

Literaturpreis Ruhr 2010, Verleihung durch Frau Monika Simshäuser

Der Literaturpreis Ruhr wurde zum 25. Mal verliehen. Die Verleihung der Hauptpreises an Norbert Wehr und der Förderpreise für Geschichten zum Thema "Babylon Ruhr" an Sabine Raml (Berlin) und Regina Bollinger (Mülheim) sowie die Verleihung des Nachwuchspreises des Rotary Club Essen an Enis Maci (Gelsenkirchen) erfolgte durch Frau Simshäuser, Vositzende des Ausschusses für Kultur und Sport beim Regionalverband Ruhr.

Literaturpreis Ruhr 2010, Laudatio

Der Literaturpreis Ruhr wurde zum 25. Mal verliehen. Dr. Hannes Kraus begründete die Entscheidung der Jury für die Vergabe des Hauptpreises an den Literaturwissenschaftler und Verleger Norbert Wehr

Norbert Wehr

1956 in Aachen geboren. Der Herausgeber des Literaturzeitschrift "Schreibheft" arbeitet außerdem als Hörfunkautor und Literaturkritiker (unter anderem für die SZ, FR und Basler Zeitung). Wehr lebt in Essen und Köln. Zu seinem Werk schreibt Wikipedia: "Das Schreibheft, 1977 aus einer Schreibwerkstatt der Essener Volkshochschule hervorgegangen, wird seit 1982 von Norbert Wehr in Essen herausgegeben. Es gilt als eine der führenden Literaturzeitschriften im deutschsprachigen Raum und wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Im Jahr 1998 erschien ein fünfbändiger Reprint im Verlag Zweitausendeins (eine Auszeichnung, die vorher nur Karl Kraus' Die Fackel, Klaus Manns Die Sammlung, Alfred Anderschs Texte und Zeichen, Peter Huchels Sinn und Form und Hans Benders und Michael Krügers Akzente zuteilgeworden war). Das von Norbert Wehr entwickelte redaktionelle Konzept der Zeitschrift besteht darin, einen Gegenstand – sei es ein Autor, ein Buch, eine literarische Gruppe, sei es die Literatur einer Sprache – in Schwerpunkt-Dossiers zu facettieren und möglichst viele O-Töne literarischer, biographischer, übersetzerischer oder wissenschaftlicher Auseinandersetzung zu versammeln. Keine Potpourris sollen so entstehen, keine Additionen guter und wichtiger Texte, Anspruch ist vielmehr, ein Gespräch zwischen Schriftstellern, ihren Büchern und Konzepten zu inszenieren sowie geistesverwandte Echo-Räume und kommunizierende Röhrensysteme herzustellen. Mit diesem Anspruch hat das Schreibheft avancierte Literaturkonzepte in internationalen Literaturen aufzuspüren versucht, das heißt, es hat ausgedehnte Streifzüge durch die Literaturen Frankreichs, US-Amerikas und der ehemaligen Sowjetunion unternommen, hat Dossiers zu einzelnen Autoren zusammengestellt (zum Beispiel zu Louis-Ferdinand Céline, Malcolm Lowry, Hubert Fichte, Danilo Kiš, James Hamilton Paterson, William Gass, Richard Powers, Mário de Sá-Carneiro, Louis Zukofsky, Helmut Heißenbüttel, Ezra Pound, Pier Paolo Pasolini, Inger Christensen), hat sich früh für die Literaturen kleiner Länder interessiert (zum Beispiel die niederländische, belgische, dänische, norwegische, polnische und kroatische) und hat immer wieder an Autoren erinnert, die an der Schwelle der Moderne standen und für heute schreibende Schriftsteller wegweisend waren." Auszeichnungen: Förderungspreis des Landes Nordrhein-Westfalen für junge Künstler (1988), Förderpreis zum Lessing-Preis der Freien und Hansestadt Hamburg (1989), Calwer Hermann-Hesse-Preis (1994), Alfred-Kerr-Preis (1994), Förderpreis zum Kurt-Wolff-Preis (2001), Literaturpreis Ruhr (2010).
www.schreibheft.de