Mirko Kussin liest "Echolot"
Video-Mitschnitt der Lesung im Museum für westfälische Literatur, Haus Nottbeck, 15.06.2010.
Literaturlandschaft Ruhrgebiet
Am 16.3.2011 moderierte Erdmann Linde ein „Treffen“ von Autoren der Gegenwart mit der „Dortmunder Gruppe 61“. Marianne Brentzel, Thomas Kade, Tobi Katze, Josef Krug, Ivette Vivien Kunkel, Mirko Kussin und Heinrich Peuckmann erinnerten zum 50. Geburtstag der Dortmunder Gruppe 61 an Mitglieder dieser Gruppe. Die Veranstaltung fand im Rahmen der Ausstellung des Fritz-Hüser-Instituts „Schreibwelten – erschriebene Welten“ in der Rotunde des Museums für Kunst- und Kulturgeschichte in Dortmund statt.
Erdmann Linde wurde 1943 in Dresden geboren. Nach einer Lehre als Stahlbauschlosser erlangte er am Westfalen-Kolleg Dortmund die Hochschulreife. Von 1967 bis 1968 war er zudem Bundesvorsitzender des Sozialdemokratischen Hochschul-Bundes (SHB). In dieser Zeit begann er auch das Studium der Sozialwissenschaften, Pädagogik und Publizistik an der Ruhr-Universität in Bochum, das er 1974 mit dem Magister Artium abschloss. Als Bezirksvorsitzender der Jungsozialisten (Bezirk Westliches Westfalen) war er von 1969 bis 1972 tätig. Dem WDR-Rundfunkrat gehörte Linde von 1970 bis 1984 an. In den Jahren 1979 bis 1981 war er Mitglied im Europa-Parlament (MdEP). An der Volkshochschule Dortmund ist Erdmann Linde von 1974 bis 1981 Fachbereichsleiter gewesen und wurde 1981 zum stellvertretenden Direktor der VHS ernannt (bis 1984). 1984 wurde Erdmann Linde die Leitung des Kabelpilotprojekt Dortmund übertragen. Von 1998 bis 2006 war der Leiter des WDR-Studios Dortmund (Quelle: WDR).
Am 17. November 2009 wurden die Förderpreise zum Literaturpreis Ruhr 2009 im Wasserschloss Wittringen in Gladbeck vergeben. Die Förderpreise werden jährlich zu einem wechselnden Thema ausgeschrieben. Das Thema 2009 lautete: "Kosmos Bahnhof". Das Literaturbüro Ruhr informierte:
"Die Jury vergibt einen Förderpreis an Mirko Kussin. Sein Text "Vierzig Wagen westwärts" erzählt von einer Gruppe Jugendlicher, die von einem Bahnhof und seinen Besuchern leben. Sie übernachten in einem kleinen, alten, vergessenen Wartungsraum bis sie entdeckt und vertrieben werden. Mirko Kussin erzählt in einer trockenen, lakonischen, aber immer treffenden Sprache von der Gefühls- und Erlebniswelt der Jugendlichen.
Der zweite Förderpreis geht an Reinhard Strüven für seine Erzählung "Wiedersehen". Der Leser nimmt teil an einer zufälligen Begegnung eines Paares, das vor einigen Jahren bereits zusammen war. Das Zusammentreffen beginnt und endet am Bahnhof. In der Zwischenzeit nähern sich Mann und Frau langsam an, sie tauschen knappe Fragen und kurze Antworten aus, das Ende der Begegnung bleibt im Ungewissen."
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