Lothar Lange

1951 in Gelsenkirchen geboren, wohnhaft in Oberhausen. Er schreibt Gedichte und Geschichten, überwiegend mit dem Lokalkolorit des Ruhrgebietes, stand auf der Bühne der Theatergesellschaft Preziosa 1883, parodiert, moderiert, bloggt und liest öffentlich. Sprachen, Wortwitz und Dialekte haben es ihm angetan, besonders der aussterbende ostpreußische mit seinem speziellen Humor. Lothar Lange ist ein echtes Kind des Ruhrgebiets. Seine "Erle-Revue", die er in Gelsenkirchen regelmäßig vortrug, bescherte stets volle Häuser. Aus der Sicht des kleinen Ruhrgebiet-Knirpses ließ er hier die Zeiten der 50er Jahre, des Petticoats und des Wirtschaftswunders, aber auch das tragische Ende des Bergbaus seiner ehemaligen Heimatstadt noch einmal Revue passieren. Die interaktive Spurensammlung Gelsenkirchener Geschichte(n) ist ihm zur Leidenschaft geworden. Er war Mitglied der Verwaltung der "Gelsenkirchener Geschichten" und hat dort als Redakteur und Autor am Buch "Eine Stadtbereisung" mitgearbeitet. Einige seiner literarischen Texte finden sich in Anthologien, erschienen im Ruhrgebietsverlag Henselowsky Boschmann oder in Geschenkbüchern anderer Verlage. Er ist verheiratet, Vater und Großvater. Die Leseförderung von Kindern ist ihm ein besonderes Anliegen. Er ist ehrenamtlich als Lesepate der Kinderbibliothek der Stadt Oberhausen tätig. Veröffentlichungen (kleine Auswahl): Geschichten - Eine Stadtbereisung,Lothar Lange: „Radio und Kinderfunk“, Lothar Lange: „Grubenpferde – Wie Pflanzen im Schatten“, Manchmal auch in Unterbuxe (Anthologie), darin: Lothar Lange: „Manchmal auch in Unterbuxe“, Herausgeber: Friedhelm Wessel, Verlag: Henselowsky u. Boschmann,Lothar Lange: „Freibad Grimberg“ - Sommergeschichten im Ruhrgebiet,Herausgeber: Friedhelm Wessel, Verlag: Henselowsky u. Boschmann, Lothar Lange: "Das Kind braucht einen Namen", Herausgeber : Henselowsky u. Boschmann (Quelle Gelsenkirchener Geschichten).

Lothar Lange - Kleine Schwatte
Lothar Lange liest seine Ode an die Emscher.

Lothar Lange - Der Köttelbeckentraum
Lothar Lange liest

Lothar Lange - Nachtrag zum Köttelbeckentraum
Lothar Lange liest

Lothar Lange - Das Sterben der Käseglocke zu Buer
Lothar Lange liest

Lothar Lange - Kumma Kirmes!
Lothar Lange liest

Kurt Küther

1925 in Stettin geboren, gestorben 2012 in Bottrop. Besuch der Volks- und Handelsschule. 1945 zum Volkssturm einberufen und kurze Zeit in Kriegsgefangenschaft. Später Zwangsarbeit in Stettin und Flucht nach Schleswig-Holstein. Ab 1948 in Bottrop als Bergmann unter Tage. 1968/69 sozialwissenschaftliches Studium an der Sozialakademie Dortmund. Betriebsrat und bis zur Pensionierung 1984 technischer Angestellter auf einer Zeche in Gelsenkirchen. Kurt Küther lebt in Bottrop. Er ist Mitglied im VS, gehörte der "Gruppe 61" und seit 1970 dem "Werkreis Literatur der Arbeitswelt" an. Für seine Ruhrdichtung erhielt er u.a. das Stipendium des Kultusministerums NRW, den Autorenpreis Forum Kohlenpott sowie den Kulturpreis der Stadt Bottrop. Veröffentlichungen: "Ein Direktor geht vorbei ", "Und doppelt zählt jeder Tag ", "Frachsse mich wattat is " (2Bände), "Ich hörte davon: Hier verdient man gut! ", Hörbuch "Zeche? Frachsse mich wattat is " (produziert von Kalle Gajewsky). Der gesamte audio-visuellen Vorlass wurde ebenfalls durch Kalle Gajewsky digitalisiert.
www.freenet-homepage.de/Kuether/


Kurt Küther - Wann immer ich es will
Lothar Lange liest aus den Erinnerungen des Arbeiterschriftstellers Kurt Küther

Kurt Küther - Glatzenparade
Lothar Lange liest aus den Erinnerungen des Arbeiterschriftstellers Kurt Küther

Kurt Küther - Am Beginn eines neuen Lebens
Lothar Lange liest aus den Erinnerungen des Arbeiterschriftstellers Kurt Küther

Heinrich Kämpchen

1947 in Altendorf an der Ruhr geboren, gestorben 1912 in Linden (heute Bochum-Linden). Kämpchen war seit seinem dreizehnten Lebensjahr Grubenarbeiter. 1887 wurde er Invalide und lebte fortan in großer Armut. 1889 nahm er an einem großen Streik der Ruhrbergarbeiter teil, in dessen Folge der Reichkanzler Otto von Bismarck stürzte. Er thematisierte die Nöte und Sorgen der Bergarbeiter und verfasste u.a. den Text für das "Internationale Knappenlied". Auszeichnungen: In Essen, Bottrop und Bochum tragen Straßen seinem Namen, in Bochum-Linden eine Hauptschule. Werke: "Aus Schacht und Hütte", "Neue Lieder", "Was die Ruhr mir sang".

Heinrich Kämpchen - Drei Gedichte
Lothar Lange liest Gedichte das Arbeiterschriftstellers Heinrich Kämpchen

Willy Bartock

1915 in Duisburg geboren, dort 1995 gestorben. Nach einer kaufmännischen Lehre arbeitete er in einer Kokerei und als Laborant. Ab 1949 zuständig für die Kulturarbeit an der Zeche Walsum, Von 1961 bis 1970 war er Mitglied in der Gruppe 61. Veröffentlichungen: "Bunt blüht das Jahr in unserm kleinen Garten" (Lyrik und Prosa), Xanten/Niederrhein 1953, "Sieben Lichter für Sankt Barbara", 1956, "Kohle, edle Bergmannsbraut", Wien 1958, "Bergamt am Kamin", 13 Balladen, 1960 "Neue Industriedichtung, Antologie der Gruppe 61", 1963 (Mitautor), "Nacht, die mich nicht schlafen läßt", Oberhausen 1987, "Anklage und Botschaft. Die Lyrische Aussage der Arbeiter seit 1900" (Mitautor); Hrsg. Friedrich G. Kürbisch, Hannover 1969.

Willy Bartock - Die Wermutpensionäre
Lothar Lange liest Gedichte das Arbeiterschriftstellers Willy Bartock

Willy Bartock - Die Dubbelpause
Gelesen von Lothar Lange. Aufnahme Februar 2024

Richard Limpert

26.08.1922 (Gelsenkirchen) - 16.03.1991 (Essen). Nach Besuch der Volksschule lernte er "SPD" (Originalton Limpert) = Sattler, Polsterer, Dekorateur. Als Soldat der Wehrmacht geriet er in sowjetische Kriegsgefangenschaft, aus der er nach fünf Jahren heimkehrte. Nach siebenjähriger Tätigkeit als Polsterer ab 1957 Glashüttenarbeiter. Dann Maschinist auf diversen Zechen und Kokereien. Er war Betriebsrat und Bildungsobmann der Industriegewerkschaft Bergbau und Energie. 1979 wurde er in den vorzeitigen Ruhestand versetzt. Seit den Sechzigerjahren schrieb er sozialkritische Gedichte, Kurzgeschichten und Reportagen. Ab 1968 war er Mitarbeiter der "Literarischen Werkstatt Gelsenkirchen" und ab 1969 Mitglied des "Werkreises Literatur der Arbeitswelt". Besonders engagiert zeigte er sich in der Friedensbewegung. Zahlreiche Texte wurden durch Kalle Gajewsky vertont. Der Westdeutsche Rundfunk strahlte ein Portrait dieses Schriftstellers aus. Auszeichnungen: Georg-Weerth-Literaturpreis, Preis des Forums Kohlenpott. Veröffentlichungen (Auswahl): "über Erich", "Ein Tenor aus Steele hat Gold in der Kehle", "Wortmeldung & Zwischenrufe", "Durchs Megafon geflüstert", "Lesebuch Richard Limpert", zusammengestellt von Karl-Heinz Gajewsky. Richard Limpert starb am 16.03.1991.

Volker W. Degener und H. Peter Rose lesen Ausschnitte aus dem "Lesebuch Richard Limpert"
Aufnahme vom 28. November 2019, Bergbausammlung Rotthausen (Gelsenkirchen).

Hugo Ernst Käufer über den Arbeiterschriftsteller Richard Limpert
Der Schriftsteller und Bibliotheksleiter Hugo Ernst Käufer verfasste diese persönliche Widmung. Gelesen von Lothar Lange. Aufnahme Dezember 2023.

Richard Limpert - Gedichte
Lothar Lange liest Gedichte das Arbeiterschriftstellers Richard Limpert. Aufnahme Dezember 2023

Richard Limpert: Ruhrpottriviera
Der Arbeiterschriftsteller Richard Limpert über das Idyll an der Ruhr. Gelesen von Lothar Lange. Aufnahme Dezember 2023

Jürgen Schimanek

Jürgen Schimanek (* 8. August 1939 in Münster; † 1. November 2014 in Gelsenkirchen) war ein deutscher Schriftsteller, bildender Künstler und Kunstbuchverleger. 1960 machte Jürgen Schimanek sein Abitur, studierte dann Theaterwissenschaft und Germanistik in Köln. 1962 ein Kompositionsstudium an der Musikhochschule Köln und ein Malereistudium an der Kunstakademie Düsseldorf. 1966 war er Regisseur und Redakteur beim WDR. 1968 Aufbauhilfe für das Fernsehen in Uganda als offizieller Regierungsbeauftragter im Auftrag des Bundespresseamtes. Bis 1989 Weiterreise nach u.a. Ägypten, Indien,Tonga, Samoa, Brasilien, Chile, Guatemala und Italien. 1989 kehrt er von Calcutta nach Deutschland zurück und lässt sich in Gelsenkirchen nieder. Dort gründet er sein Fegefeuer Press.1999 kandierte er als Parteiloser um das Oberbürgermeisteramt als Parteiloser (Quelle: gelsenkirchener-geschichen.de) Ausstellungen: 2005 Seelenruheschriften, Stadtbücherei Gelsenkirchen, 2002 Frauenklang, Atelier Antenne , Gelsenkirchen Urlaubsblicke, Kunstschaufenster Ruhrgebiet Scherben, Schloß Garath, Düsseldorf, 2001 Anne Bollen, Sprengel Museum, Hannover, 2000 Forum Typografie, Hamburg Buchobjekte, Sprengelmuseum, Hannover, 1999 Ashram, Schweizer Dorf, Gelsenkirchen, 1998 Fegefeuer Press, Färberei Wuppertal, 1997 Gedichte auf Staubsaugerbeuteln, Zentralbibliothek, Düsseldorf Alphabeete-Malwerk. Selbständige Veröffentlichungen: Na komm! Babetts schwerer Weg zum Glück. Darmstadt: Melzer 1969 – Negerweiß. Deutsches Fernsehtraining in Afrika in 99 Einstellungen. Entwicklungsroman. Frankfurt a. M.: März bei Zweitausendeins 1979; 4 weitere Aufl. – Die Staatssekretärin. Roman aus Bonn. Frankfurt a. M.: Eichborn 1981 [Illustr. vom Autor] – Hörsse mich, Küttelken? Geschichten von Vati und Mutti. Hamburg: Zinnober 1988 – Emscherufer-Softorangen. Zehn Gelsenkirchener Liebesgedichte auf Schmirgelpapier mit Buchschraubenbindung. Gelsenkirchen: Fegefeuer Press 1991 – Einwohnermeldeamt. 17 Verse, Sprüche, Lieder aus dem Gelsenkirchener Einwohnermeldeamt, als Schuber mit bedruckten Staubsaugerbeuteln. Gelsenkirchen: Fegefeuer Press 1992 – Heda, holla, Batzelohna! Gelsenkirchen: Fegefeuer Press 1992 – Der Stau ist eine blinde Kuh. Gelsenkirchen: Fegefeuer Press 1992 – Gelsenkirchener Blasrüsselgedichte. Gelsenkirchen: Fegefeuer Press 1992 – Olympiaplakat. Gelsenkirchen: Fegefeuer Press 1993 [Protestplakat] – Somalische Weihnacht. Gelsenkirchen: Fegefeuer Press 1993 [Flugblatt] – Wo bisse? Liebesgedichte aussem Schacht. Gelsenkirchen: Fegefeuer Press 1993 – Küppersbuscher (H)erde. Kindergedichte von Metallen und Dämpfen. Gelsenkirchen: Fegefeuer Press 1994 – Anne Bollen. Gelsenkirchen: Fegefeuer Press 1994 – Europagedichte des Tiefgaragenwächters vom Gelsenkirchener Rathaus. Gelsenkirchen: Fegefeuer Press 1994 – Besetzt! 24 Abwischblätter mit Geschichten vom guten Ton. Auf den Haken gespießt. Gelsenkirchen: Fegefeuer Press 1996 [mit P. Hölscher] – In höchsten Tönen. Heidenlieder. Gelsenkirchen: Fegefeuer Press o.J. – postum: Jürgen Schimanek Lesebuch. Hg. von Walter Gödden. Bielefeld: Aisthesis 2016 – weiterhin zahlr. Künstler-, Dichter- und Logbücher als Unikate. Auszeichnungen: Deutscher Design-Preis in der Sparte Buch (1993) – zahlr. Stipendien.
www.e-stories.de/autor/Lothar-Lange

Jürgen Schimanek: "Hörsse mich Küttelken? - Geschichten von Vati und Mutti" - Lothar Lange liest.
Lothar Lange liest aus dem Roman "Hörsse mich Küttelken" - Geschichten von Vati und Mutti", erschienen im Zinnober Verlag. Aufnahme vom 01.12.2023 in Gelsenkirchen.

Horst Dieter Gölzenleuchter

Horst Dieter (Oskar) Gölzenleuchter wurde am15. April 1944 in Freiburg im Breisgau geboren. Er ist ein deutscher Maler, Grafiker und Autor. Er lebt und arbeitet in Bochum. H.D. Gölzenleuchter war einer der Gründungsmitglieder der „Werkstatt Dortmund“ im Werkkreis Literatur der Arbeitswelt, welche 1970 entstand. Ein Jahr später, 1971, ließ sich Gölzenleuchter freiberuflich als bildender Künstler nieder. Mit seinen ersten literarischen Gehversuchen wurde anschließend 1979 der Kleinverlag „Edition Wort und Bild“ geboren, in dem bibliophile Bücher und Grafiken verlegt werden. 1980 war er an der Gründung des Bundesverbandes Bildender Künstler Westfalen/Süd (BBK) beteiligt. 1982 eröffnete Gölzenleuchter die „Werkstatt Wort und Bild“ als Ort für Autorenlesungen und regelmäßigen Ausstellungen zur kritischen und realistischen Kunst. 1989 stellte er zusammen mit diversen bildenden Künstlern die Wanderausstellung Der aufrechte Gang zu Carl von Ossietzky zusammen. Im Zuge dieses Projektes errichtete man eine Stahlplastik im öffentlichen Raum, nämlich in Bochum-Langendreer am „Stern“. Seit 1993 arbeitet Gölzenleuchter an museumspädagogischen Konzepten im Bereich Linol-/Holzschnitt mit und bis 1997 war er 1. Vorsitzender der Fachgruppe Bildende Kunst Westliches Westfalen in der IG Medien. Gölzenleuchter verfasste, verlegte und illustrierte zahlreiche Bücher. Von 1989 bis 2006 arbeitete an der Jahresschrift für Literatur und Grafik Muschelhaufen mit. Im Jahr 2001 überreichte ihm die Zeitschrift Die Brücke den ersten Preis für Grafik im Wettbewerb „Weltbilder Kosmopolitania“. Horst Dieter Gölzenleuchter ist bekannt für seine Holzschnitte. Er verwendet dafür oft hölzerne Fundstücke, die Grundlage für seine Kunst, um darin mit den Messer seine Bilder einzugraben. Seine Motive sind meist politischer und gesellschaftlicher Art, er appelliert an die Gesellschaft, thematisiert soziale Ungerechtigkeit und wirbt für ein friedvolles Zusammenleben der Kulturen. Das Nachrichtenportal der WAZ-Mediengruppe Der Westen bezeichnete Gölzenleuchter als würdigen Nachfahren von Kirchner und Heckel. Werke (kleine Auswahl): "und mal die Sonne bunt", Verse und Linolschnitte für Kinder. Edition Wort und Bild Bochum 1998: "Zeitzeugnisse", Radierungen aus 30 Jahren. Bochum 2003; "Holzschnittgeschichten", Bochum 2008. .
www.hdgoelzenleuchter.de

Ausstellungseröffnung Edition "Wort und Bild"
Begrüßung durch Waltraud Richartz-Malmede, Stadtbücherei Bochum, 18. November 2016.

Edition Wort und Bild - Würdigung durch Dr. Joachim Wittkowski
Dr. Joachim Wittkowski würdigt die Buchkunst der Edition Wort und Bild. Die Ausstellung in der Zentralbücherei Bochum wurde unter Mitwirkung von Studierenden des Germanistischen Instituts der Ruhr-Universität Bochum erstellt.

Edition Wort und Bild - Studierende im Gespräch mit Dr. Joachim Wittkowski
Studierende des Germanistischen Instituts der Ruhr-Universität Bochum im Gespräch mit Dr. Joachim Wittkowski. Die Ausstellung in der Zentralbücherei Bochum wurde mit Studenten der Fakultät erstellt.

Horst Dieter Gölzenleuchter, Edition "Wort und Bild"
H. D. Gölzenleuchter stellt die Edition Wort und Bild vor und liest eigene Gedichte.

Dr.Joachim Wittkowski über das literarische Werk von Horst Dieter Gölzenleuchter
Dr. Wittkowski über das literarische Werk von Horst Dieter Gölzenleuchter. Aufnahme vom 10. Dezember 2023. Aufnahmeort: Kulturhistorisches Museum Haus Kemnade, Hattingen.

Horst Dieter Gölzenleuchter "Von den Anfängen, Teil I"
Renate Gölzenleuchter liest. Live-Aufnahme, Kulturhistorisches Museum Haus Kemnade, 10.12.2023.

Horst Dieter Gölzenleuchter "Von den Anfängen, Teil II"
Renate Gölzenleuchter liest. Live-Aufnahme, Kulturhistorisches Museum Haus Kemnade, 10.12.2023.

Horst Dieter Gölzenleuchter "Horst Dieter Gölzenleuchter liest: Gedichte I.
Horst Dieter Gölzenleuchter liest. Live-Aufnahme, Kulturhistorisches Museum Haus Kemnade, 10.12.2023.

Horst Dieter Gölzenleuchter liest: Gedichte II.
Horst Dieter Gölzenleuchter liest. Live-Aufnahme, Kulturhistorisches Museum Haus Kemnade, 10.12.2023..

Horst Dieter Gölzenleuchter liest: Gedichte III.
Horst Dieter Gölzenleuchter liest. Live-Aufnahme, Kulturhistorisches Museum Haus Kemnade, 10.12.2023..

Horst Dieter Gölzenleuchter liest: Aphorismen.
Horst Dieter Gölzenleuchter liest. Live-Aufnahme, Kulturhistorisches Museum Haus Kemnade, 10.12.2023..

Max von der Grün

1926 in Bayreuth geboren, gestorben 2005 in Dortmund . Besuch der Mittel- und Handelsschule, kaufmännische Lehre in Selb. Fallschirmjäger im 2. Weltkrieg, amerikanische Kriegsgefangenschaft. Lehre und Arbeit als Maurer, dann drei Jahre als Hauer auf der Zeche Königsborn in Unna tätig. Nach einem schweren Unfall Ausbildung zum Grubenlokführer. Ab 1963 freier Schriftsteller in Dortmund. Max von der Grün war Mitglied der "Gruppe 61", seit 1964 im PEN und seit 1970 in der Europäischen Autorenvereinigung "Die Kogge". Veröffentlichungen: Romane, Novellen, Jugendbuücher, Hörspiele, Essays. Zu seinen bekanntesten Werken zählen "Irrlicht und Feuer", "Flächenbrand", "Am Tresen gehn die Lichter" aus und das Kinderbuch "Vorstadtkrokodile". Mehrere Bücher und Romane wurden verfilmt. Auszeichnungen (Auswahl): Annette-von-Droste-Hülshoff-Preis, Wilhelm-Lübke-Preis, Literaturpreis Ruhrgebiet.

Lina Atfah

Lina Atfah ist eine 1989 in Salamiyah[1] geborene und im Ruhrgebiet lebende Autorin, die vor allem für ihre Lyrik bekannt ist. Sie studierte in Damaskus arabische Literatur und veröffentlichte nach ihrem Studium journalistische Texte in verschiedenen Zeitungen und Kulturmagazinen sowie einen Gedichtband mit dem Titel "Am Rande der Rettung". In ihren Texten setzte Lina Atfah sich mit sozialen und politischen Themen auseinander. Ihr wurde vom syrischen Staat 2006 vorgeworfen, Gotteslästerung begangen und den Staat beleidigt zu haben. In der Folge wurde sie wiederholt von den syrischen Sicherheitsbehörden bedroht. 2014 wurde ihr die Erlaubnis auszureisen erteilt. Sie reiste zunächst in den Libanon, ließ sich dann aber in Deutschland nieder. 2017 wurde Lina Atfah mit dem kleinen Hertha-Koenig-Preis ausgezeichnet. Sie erhielt mehrere Arbeitsstipendien. So war sie etwa 2020 Stipendiatin auf Schloss Wiepersdorf und 2021 im Künstlerhaus Edenkoben. 2020 wurde sie für ihren arabisch-deutschen Gedichtband "Das Buch von der fehlenden Ankunft" mit dem LiBeraturpreis ausgezeichnet. 2023 erhielt sie für ihren Roman "Grabtuch aus Schmetterlingen" den Literaturpreis Ruhr. Auf Deutsch erschienen Lina Atfahs Gedichte in zahlreichen Anthologien, es erschienen aber auch zwei Einzelbände mit Texten von ihr. Veröffetnlichungen: "Das Buch von der fehlenden Ankunft". Gedichte aus Syrien. Übersetzt und nachgedichtet von: Dorothea Grünzweig, Mahmoud Hassanein, Brigitte Oleschinski, Hellmuth Opitz, Christoph Peters, Annika Reich, Joachim Sartorius, Mustafa Slaiman, Suleman Taufiq, Julia Trompeter, Jan Wagner, Kerstin Wilch, Osman Yousufi. Pendragon Verlag, Bielefeld 2019. "Grabtuch aus Schmetterlingen". Gedichte. Übersetzt und nachgedichtet von: Brigitte Oleschinski und Osman Yousufi. Pendragon Verlag, Bielefeld 2022. (Quelle: Wikipedia)

Lina Atfah liest "Das Buch von der fehlenden Ankunft"
Deutsches Auswandererhaus Bremerhaven.

Lina Atfah »Grabtuch aus Schmetterlingen«
Buchvorstellung im Literaturhaus Berlin, Mi. 4.10.2023.

Obst auf Stoff von Lina Atfah, gelesen auf Deutsch von Astrid Rana.
Übersetzt von Mahmoud Hassanein und Joachim Sartorius. Aus dem Gedichtband Das Buch von der fehlenden Ankunft – Gedichte aus Syrien, Arabisch und Deutsch. Pendragon Verlag.

Literaturpreis Ruhr 2023

Für den zweisprachigen Lyrikband „Grabtuch aus Schmetterlingen“, erschienen im Bielefelder Pendragon Verlag, gewinnen Lina Atfah und ihr Übersetzungsteam (Brigitte Oleschinski und Osman Yousufi) den mit 15.000 Euro dotierten Hauptpreis des Literaturpreis Ruhr 2023 Den Förderpreis in Höhe von 5000 Euro gewinnt Julienne De Muirier mit ihrer Erzählung Nachtfahrt. Mit dem Ehrenpreis wurde das Festival „Literaturdistrikt” in Essen bedacht. Ausgezeichnet wurden die Gründerinnen und Macherinnen Fatma Uzun und Semra Uzun-Önder.

Hauptpreis des Literaturpreises Ruhr 2023 - Jurybegründung

Paul Schallück

Paul Schallück (* 17. Juni 1922 in Warendorf; † 29. Februar 1976 in Köln) war ein deutscher Schriftsteller. Er war der Sohn des Warendorfer Buchbinders und Heimatdichters Heinrich Schallück (1894–1972) und seiner Frau Olga (1901–1989), einer Bibliothekarin. Der Vater hatte die Mutter als Kriegsgefangener im Ersten Weltkrieg in Sibirien kennengelernt.[1] Sie flohen 1920/1921 auf abenteuerlichen Wegen über China und Indien.[2] Als Schüler plante Paul Schallück, Missionar zu werden; er besuchte sechs Jahre lang Klosterschulen der Franziskaner in Boppard bzw. der Herz-Jesu-Missionare in Hiltrup.[3] Als die Nationalsozialisten Anfang 1940 das Gymnasium der Hiltruper Missionare schlossen, kehrte Schallück in seine Heimatstadt zurück und legte am Gymnasium Laurentianum das Abitur ab.[4] Er weigerte sich als einziger seiner Klasse, in die Hitlerjugend einzutreten.[5] In dieser Zeit entstanden seine ersten Gedichte.[6] Während des Zweiten Weltkriegs wurde Schallück in Frankreich schwer verwundet. Nach 1945 studierte er Philosophie, Germanistik, Kunstgeschichte und Theaterwissenschaft an den Universitäten in München und in Köln, wo er sich auch als freier Schriftsteller niederließ. Von 1949 bis 1952 war er Theaterkritiker, danach verlegte er sich mehr und mehr auf die Arbeit für den Hörfunk und das Verfassen erzählerischer Werke. Er war einer der Mitbegründer und bis 1962 Vorsitzender der Germania Judaica, einer Kölner Bibliothek zur Geschichte des deutschen Judentums, und aktiv in der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit. Seit 1972 war er Chefredakteur der deutsch-französischen Zeitschrift Dokumente. Grab von Paul Schallück auf dem Kölner Friedhof Müngersdorf Paul Schallück, der ein typischer Vertreter der „Kahlschlagliteratur“ ist und sich in seinen Werken vorwiegend mit dem Zweiten Weltkrieg und dessen Nachwirkungen auf die frühe Bundesrepublik beschäftigte, war Mitglied der Gruppe 47, des PEN-Zentrums der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt. Paul Schallück wurde auf dem Kölner Friedhof Müngersdorf beigesetzt (Quelle: Wikipedia).

Lothar Lange liest die Reportage aus dem Jahre 1965 "Im Pütt".
Aufnahme vom 16.03.2023 aus dem Kulturraum Die Flora in Gelsenkirchen. Anlass war die Buchvorstellung "In Sachen Stadtschaft - Literarische Reportagen und Aufzeichnungen zum Ruhrgebiet 1923 bis 1973", herausgegeben von Dr. Dirk Hallenberger, Verlag Henselowsky und Boschmann.

Felix Hartlaub "Von unten gesehen" - Lothar Lange liest

Felix Hartlaub (* 17. Juni 1913 in Bremen; † vermutlich Anfang Mai 1945 in Berlin) war ein deutscher Historiker und Schriftsteller. Felix Hartlaub war der Sohn des Kunsthistorikers und Museumsdirektors Gustav Friedrich Hartlaub. 1914 zog die Familie nach Mannheim. Von 1919 bis 1921 besuchte Hartlaub eine Privatschule, danach eine Volksschule in Mannheim. Als Kind begann er mit dem Zeichnen, Dichten und Schreiben. Ab 1928 war er Schüler der Odenwaldschule in Heppenheim, wo er 1932 sein Abitur ablegte. Anschließend studierte er an der Handelshochschule in Mannheim und ab 1932 Romanistik und Geschichte an der Universität Heidelberg. Im Zuge der nationalsozialistischen Kulturpolitik wurde sein Vater am 20. März 1933 als sogenannter Kulturbolschewik entlassen; die Familie war gesellschaftlich weitgehend isoliert. Nach der Ableistung des Arbeitsdienstes wechselte Hartlaub 1934 an die Humboldt-Universität zu Berlin, wo er Neuere Geschichte, Romanistik und Kunstgeschichte studierte. Er verliebte sich in die Mutter seines ehemaligen Schulkameraden Klaus Gysi, die 1938 als Jüdin und Kommunistin nach Frankreich fliehen musste.[1] 1939 wurde er mit einer historischen Arbeit zum Doktor der Philosophie promoviert. Mit Beginn des Zweiten Weltkriegs wurde Hartlaub zur Wehrmacht eingezogen. Von September 1939 bis November 1940 gehörte er einer Sperrballoneinheit an. Gute Beziehungen zum Doktorvater Walter Elze verschafften ihm im Dezember 1940 eine Abkommandierung zu der Historischen Archivkommission, die in Paris erbeutete französische Akten sichtete. Von September bis November 1941 diente er erneut als Soldat, diesmal in Rumänien. Anschließend war er bis Mai 1942 als historischer Sachbearbeiter beim Oberkommando der Wehrmacht in Berlin. Von Mai 1942 bis März 1945 gehörte er dem Bearbeiterstab des Kriegstagebuchs beim Oberkommando der Wehrmacht an. Hartlaub hatte während dieser Zeit Zutritt zum äußeren Sperrkreis in den Führerhauptquartieren in Winniza, Rastenburg und Berchtesgaden und erlangte Kenntnis über Interna der Kriegsführung. Im April 1945 wurde er im Rang eines Obergefreiten zu einer Infanterie-Einheit an die Front bei Berlin abkommandiert. Anfang Mai 1945 begab er sich auf den Weg nach Spandau. Seitdem gilt er als vermisst. Seine offizielle Todeserklärung erfolgte 1955, als Todesdatum wurde der 31. Dezember 1945 festgesetzt. Hartlaub, der zu Lebzeiten sehr wenige seiner literarischen Arbeiten veröffentlichte, wurde nach dem Zweiten Weltkrieg durch seine privaten Aufzeichnungen aus den Kriegsjahren – literarische Entwürfe, Fragmente, Beobachtungen des Lebens im faschistischen Italien, in der deutschen Reichshauptstadt und im besetzten Paris – bekannt. Einen Namen gemacht hat er sich vor allem durch die plastischen und intensiven Schilderungen eines distanzierten Beobachters über den Alltag im Führerhauptquartier, die in ihrem knappen Stil bereits auf die Kahlschlagliteratur der Nachkriegszeit hindeuten. Seine Aufzeichnungen, die von ihm vermutlich als Skizzen für später auszuarbeitende erzählerische Werke gedacht waren, wurden 1955 in unvollständiger und bearbeiteter Form von seiner Schwester Geno Hartlaub herausgegeben. Eine vollständige Ausgabe der Aufzeichnungen erschien 2002 (Quelle: Wikipedia).
www.e-stories.de/autor/Lothar-Lange

Felix Hartlaub "Von unten gesehen" - Lothar Lange liest.
Lothar Lange liest die Reportage aus dem Jahre 1926. Anlass war die Buchvorstellung "In Sachen Stadtschaft - Literarische Reportagen und Aufzeichnungen zum Ruhrgebiet 1923 bis 1973", herausgegeben von Dr. Dirk Hallenberger, Verlag Henselowsky und Boschmann. Aufnahme vom 16.03.2023 aus dem Kulturraum Die Flora in Gelsenkirchen. Weitere Autorenportraits unter www.reviercast.de.

Joseph Roth "Der Rauch verbindet die Städte" - gelesen von Lothar Lange

Joseph Roth, geb 1894 in Brody/Galizien, gestorben 1939 in Paris. Österreichischer Journalist und Erzähler 8Das Spinnennetz 1932, Die Kaöuzinergruft 1938, 1923-1932 Korrespondent der Frankfurter Zeitung in Berlin, Der Rauch verbindet Städte in Frankfurter Zeitung 18.3.1926, Verlag Henselowsky und Boschmann mit freundlicher Genehmigung des Verlags Kiepenheuter und Witsch und Allert de Amsterdam.
www.e-stories.de/autor/Lothar-Lange

Joseph Roth "Der Rauch verbindet Städte" - Lothar Lange liest.
Lothar Lange liest die Reportage aus dem Jahre 1926. Anlass war die Buchvorstellung "In Sachen Stadtschaft - Literarische Reportagen und Aufzeichnungen zum Ruhrgebiet 1923 bis 1973", herausgegeben von Dr. Dirk Hallenberger, Verlag Henselowsky und Boschmann. Aufnahme vom 16.03.2023 aus dem Kulturraum Die Flora in Gelsenkirchen. Weitere Autorenportraits unter www.reviercast.de.

Ernest Hemingway "Franzosen tüchtig, wenn Kamera zusieht"

Ernest Hemingway, geb.1899 Oak Park, Illinois, gestorben 1961 Ketchum/Idaho. Amerikanischer Schriftsteller (Fiesta 1926, In einem anderen Land 1929, Wem die Stunde schläft 1940), 1921-27 Sonderkorrespondent des Toronto Star in Europa.
www.e-stories.de/autor/Lothar-Lange

Ernest Hemingway "Franzosen tüchtig, wenn Kamera läuft" - Lothar Lange liest.
Lothar Lange liest die Reportage aus dem Jahre 1923. Anlass war die Buchvorstellung "In Sachen Stadtschaft - Literarische Reportagen und Aufzeichnungen zum Ruhrgebiet 1923 bis 1973", herausgegeben von Dr. Dirk Hallenberger, Verlag Henselowsky und Boschmann, mit freundlicher Genehmigung der Rowohlt Taschenbuch Verlag GmbH, Reinbek bei Hamburg. Aufnahme vom 16.03.2023 aus dem Kulturraum Die Flora in Gelsenkirchen.

Prof. Heinz-Albert Heindrichs

1930 in Brühl geboren. 2021 in seinem Wohn- und Arbeitsort in Gelsenkirchen gestorben. Er studierte Germanistik, Musik- und Kunstwissenschaft in Bonn und Köln. Später Filmkomponist, Theaterkapellmeister in Essen und Wuppertal, Dozent für Musiktheorie in Dortmund und an der Folkwang-Hochschule in Essen. Professur für Musik und Komposition. Teilnahme an diversen Happenings, u.a. mit Beuys, Gräsel, Vostell, und Entwicklung musikalischer Aktionen. Professor Heindrichs schreibt Laut-Gedichte und hat gemeinsam mit seiner Ehefrau Ursula Heindrichs sieben Buchbände der Europäischen Märchengesellschaft herausgegeben. Auszeichnungen (Auswahl): Kölner Kompositionspreis, Brüsseler Kammermusikpreis, Europäischer Märchenpreis. Veröffentlichungen (Auswahl): Das lyrische Gesamtwerk erscheint im Rimbaud-Verlag: 1: Traumschutt. In der Kelter. 2: Fort von wo. Verloren die Form. 3: Honigklavier. Vor der Stille. 4: Unter dem Horizont. Weil es dich gibt. 5: Aus der Rosenschlucht. Über die Lichtung. 6: Du nicht zu halten. Weißt du das Wort. 7: Die Nonnensense 8: An mich. Flugpost. 9: Atem für Atem. Von Jahr zu Jahr. 10: Erinnern Erwarten. Je dunkler es wird. 11: Verhüllte Sonne. Blühender Staub. 12: Über uns in uns. Vor niemandes Ort. 13: Gezählte Tage. Im freien Fall. 14: Frühe Gedichte 15: Coda I / Coda II.

Heinz-Albert Heindrichs: "Vier Honiggedichte für Joseph Beuys"
Heinz-Albert Heindrichs: "Vier Honiggedichte für Joseph Beuys - aus dem Jahre 1977". Aufgenommen und bearbeitet von Karl-Heinz Gajewsky.

Heinz-Albert Heindrichs: "Zehn Gedichte für Ruth"
Heinz-Albert Heindrichs: "Zehn Gedichte für Ruth". Aufgenommen und bearbeitet von Karl-Heinz Gajewsky.

Heinz-Albert Heindrichs: "Interview"
Heinz-Albert Heindrichs: "Interview". Aufgenommen und bearbeitet von Karl-Heinz Gajewsky.

Heinz-Albert Heindrichs - Das musikalisch lyrische Werk
Gordian und Sebastian Heindrichs im Gespräch mit Michael Em Walter. Anlass war der zweite Todestag des Gelsenkirchener Künstlers Heinz-Albert Heindrichs. . Aufgenommen und bearbeitet von Karl-Heinz Gajewsky.

Heinz-Albert Heindrichs "Klavierfragment 1959"
Rainer Maria Klaas live im Kulturraum Die Flora Gelsenkirchen. Anlass war der zweite Todestag des Gelsenkirchener Künstlers Heinz-Albert Heindrichs. Aufgenommen und bearbeitet von Karl-Heinz Gajewsky.

Heinz-Albert Heindrichs "Klaviersonate 1959"
Rainer Maria Klaas live im Kulturraum Die Flora Gelsenkirchen. Aufgenommen von Karl-Heinz Gajewsky.

Heinz-Albert Heindrichs - Gedichte - Rezitation Markus Kiefer - Improvisation Michael Gees
Kunstraum Die Flora in Gelsenkirchen, 12. März 2023. Die Veranstaltung "Atem für Atem" fand am 2. Todestag des Gelsenkirchener Künstlers Heinz-Albert Heindrichs statt und stellte sein Können als Zeichner, Musiker und Lyriker vor. Seine Gedichte sind in zahlreichen Bänden im Rimbaud Verlag Aachen erschienen. Grundlage für die Lesung war Bd. XVII: Grün vor Blau • Über die Grenze. 2015. Aufgenommen von Karl-Heinz Gajewsky.

Heinrich Peuckmann

Heinrich Peuckmann geboren 1949 in Kamen, verstorben 2023. Er legte sein Abitur 1968 am Aufbaugymnasium in Unna ab. Einer seiner Klassenkameraden war der Schauspieler Dieter Pfaff. Nach dem Studium der Germanistik, Geschichte und evangelischen Theologie in Bochum arbeitete Peuckmann von 1974 bis 2011 als Lehrer am Städtischen Gymnasium in der Stadt Bergkamen und wurde Mitglied der GEW und IG Druck und Papier. Seine Arbeitsgebiete als Schriftsteller waren Gedichte, Erzählungen, Romane, Essays, Reportagen, Theaterstücke, Hörspiele, Kinderbücher und Krimis. Bekannt geworden sind zwei Romanreihen von Peuckmann: einmal seine Krimiserie um den Kommissar Anselm Becker und daneben seine Reihe mit Ruhrgebietsromanen (u. a. Flucht in den Berg, Schattenboxer, Saitenwechsel, Leere Tage). 1988 wurde Peuckmann mit dem Förderpreis für junge Künstler ausgezeichnet. Er war Mitglied des Werkkreises Literatur der Arbeitswelt. Er war Mitglied des PEN-Zentrums Deutschland, im Verband deutscher Schriftsteller, in der literarischen Vereinigung „Die Kogge“ und in der Krimiautorenvereinigung „Das Syndikat“. Bei der PEN-Jahrestagung 2013 in Marburg wurde Heinrich Peuckmann in das Präsidium und am 10. Mai 2019 in Chemnitz zum Generalsekretär des PEN-Zentrums Deutschland gewählt. Er hatte 2006 an der Tongji-Universität in Shanghai sowie 2007, 2008 und 2012 an der Fremdsprachenuniversität Jiaotong-Universität in Xi’an eine Gastdozentur „Deutsche Literatur“ inne. In seiner Rede bei der turbulenten PEN-Hauptversammlung in Gotha im Mai 2022, bei der es um die Zukunft des PEN-Zentrums und seines umstrittenen Vorstands unter Deniz Yücel ging, wies Peuckmann darauf hin, dass die Liste seiner Werke unter seinem Wikipediaartikel viel länger sei als diejenige Yücels. Dass Peuckmann auf der Tagung in seinem Amt als Generalsekretär bestätigt wurde, war nach Darstellung Ralf Sotschecks einer der Hauptgründe für den Eklat, der zum Rücktritt Yücels führte. Peuckmann war Vater von drei Söhnen und lebte in seinem Geburtsort Kamen in Nordrhein-Westfalen. (Quelle: Wikipedia). Peuckmann schrieb Romane, Lyrik, Erzählungen, Hörspiele, Theaterstücke, Reportagen, Glossen und Kindergeschichten. Für "Ohrenbär" hat er mehrere Radiogeschichten geschrieben. "Der Sommer fällt", "Der Sohn der Tänzerin" (Kurzgeschichtenband). Zuletzt erschienen die Erzählungen "Der Vorwärtsfahrer". Auszeichnungen: Förderpreis für junge Künstler, Dortmund.
www.heinrich-peuckmann.de

Heinrich Peuchmann liest "Der Vorwärtsfahrer"
Heinrich Peuckmann live in der Stadt- und Landesbibliothek Dortmund, 12.11.2019. Veranstaltung 50 Jahre VS.

Heinrich Peuckmann liest aus "...und sammle Bilder"
Heinrich Peuckmann live in der Stadt- und Landesbibliothek Dortmund, 12.11.2019. Veranstaltung 50 Jahre VS.

Literarische Werkstatt Gelsenkirchen

Im Ruhrgebiet haben sich ab den 60er Jahren mehrere Arbeiter:innen zusammengeschlossen, um Schreibwerkstätten zu gründen. Sie wollten nicht nur Gedichten oder Kurzgeschichten schreiben, sondern auch politisch Zeichen setzen. Am innovativsten hat sich die Literarische Werkstatt Gelsenkirchen gezeigt, deren Arbeit bis heute nachwirkt (Quelle: WDR 5, Neugier genügt). Klaus Peter Wolf über die Literarische Werkstatt Gelsenkirchen: Die Literarische Werkstatt Gelsenkirchen Josef Büscher war sehr wichtig für die Stadt Gelsenkirchen und seiner Schreibschule verdanken viele junge Autoren eine Menge. Zu den Gästen der LWG, die uns kollegial verbunden waren, gehörten auch Josef Reding, (lange Zeit Vorsitzender des Schriftstellerverbandes NRW), Volker W. Degener (sein Nachfolger) und Max von der Grün. Als der verzweifelte Max von der Grün mit seinem Roman nicht weiterkam, fuhr er zu Josef Büscher, der sich wie immer mit Engelsgeduld, bei kreativen Problemen oder Schreibblokaden endlos Zeit für seine Schriftstellerfreunde nahm. Ich war ebenfalls mit Schreibproblemen im Hause Büscher. Natürlich ließ ich dem großen, von mir bewunderten Max von der Grün den Vorrang. Tante Waltraut (so wurde sie von vielen genannt) kochte mir einen Tee und tröstete mich über die Wartezeit hinweg. Ich will nicht behaupten, dass Josef Max die entscheidenden Stellen diktiert hat, aber es hörte sich für mich fast so an. Das klingt heute komisch, aber so war das damals, man diskutierte die Texte miteinander vor der Veröffentlichung heftig. Dadurch veränderten sich Texte. Meist wurden sie besser. Die LWG war in dem Sinne wirklich eine Werkstatt in der der Werkstattgedanke auch hoch gehalten wurde. Meine erste Kurzgeschichte wurde an einem Abend in einem fast chirurgischen Eingriff um zwei Seiten gekürzt. Das tat der Geschichte gut. Beteiligt an den Kürzungen waren Josef Büscher und Detlef Marwig, der praktisch jedes Adjektiv aus dem Text warf und Sätze die mehr als fünf Worte hatten, waren seiner Meinung nach sowieso zu lang. Er liebte die literarische Verknappung. Nicht alle Autoren hielten es aus, ihre Texte so zu diskutieren. Einige schreckte das auch ab. Sie kamen nie wieder, fühlten sich angegriffen und fertiggemacht. Für mich war es eine harte aber sehr, sehr gute Schule. Oft wenn ich mit einem Drehbuch sieben oder acht Leuten gegenübersaß, die daran herumnörgelten, (dem Produzenten war es zu teuer, dem einen Redakteur zu links, dem anderen zu unpolitisch, dem Regisseur zu verquatscht, dem Hauptdarsteller fehlten die Großaufnahmen), dachte ich an die Werkstattgespräche zurück und begann mich durchzusetzen. Ich hatte ja das große Glück in der Aufbruchstimmung der Literarischen Werkstatt Gelsenkirchen mit dabei sein zu dürfen. Da waren Lesungen große gesellschaftliche Ereignisse. Meist reichten die Stühle nicht. Die Zuhörer waren eine Stunde vor Beginn da, um gute Plätze zu bekommen. Es wurde heftig diskutiert. Da rannte auch schon mal ein so kritisierter Autor heulend raus, oder zerriss seine Texte. Da wurden Fragen nach der politischen Relevanz von poetischen Texten gestellt und so mancher junge Autor fand sich nicht im Elfenbeinturm wieder, sondern auf dem „heißen Stuhl“. Hugo Ernst Käufer, der Lyriker und Bibliothekar, war das Herz des Ganzen. Er ließ die Szene um sich rotieren. Josef Büscher leitete die „Schreibschule“, die zur LWG gehörte, und warf jeden raus, der glaubte, hier könne man seine Deutschnoten verbessern. Nachhilfestunden waren das nicht! Zumindest nicht für schlechte Schüler. Später übernahm Monika Kummerhoff die Schreibschule für eine Weile, und hat dort wahrlich gute Arbeit geleistet. Aber ohne das Kraftzentrum eines Hugo Ernst Käufer war sie chancenlos. Die Literarische Szene in Gelsenkirchen zog auch viele Künstler an, die nicht in Gelsenkirchen wohnten. Frank Göhre – der später neben seinen Krimis – auch viele Tatorte schrieb, war oft dabei, der Holzschneider Horst Dieter Gölzenleuchter, ja sogar HAP Grieshaber unterstützte die Arbeit von Hugo Ernst mit Malerbriefen von der schwäbischen Alp. Manche Bücher konnten nur erscheinen, weil Grieshaber oder Gölzenleuchter Originalarbeiten für Vorzugsausgaben stifteten. Die lagen dann vom Preis so hoch, dass dadurch der ganze Druck finanziert wurde. Es war ein Zusammenhalt, der ganz viel mit Freundschaften untereinander zu tun hatte. Man las sich vor, man half sich gegenseitig. Es gab Visionen literarischer und politischer Natur, über die heftig gestritten wurden. So einfach wiederholen lässt sich das nicht, auch nicht mit einem Büro und viel Geld – obwohl das helfen könnte (Quelle: homepage Klaus Peter Wolf).

Im Dienst der "kleinen Leute" – Gelsenkirchener Arbeiterliteratur. Spurensuche mit Simon Schomäcker
WDR 5 Neugier genügt - Freifläche 02.03.2023 08:20 Min. Verfügbar bis 29.02.2024

Tobi Katze

Tobi Katze, eigentlich Tobias Rauh (* 12. April 1981 in Hamm) ist ein deutscher Autor und Slampoet. 2007 erhielt er für eine Kurzgeschichte über die Bewohner der Dortmunder Südstadt den LesArt-Preis der jungen Literatur in Dortmund. Seine erste eigenständige Buchveröffentlichung nach diversen Veröffentlichungen in Anthologien war 2012 die Sammlung „Rocknrollmitbuchstaben“ (erschienen im Blaulicht-Verlag), in der Kurzgeschichten und Bühnentexte vereint wurden. Für den Internetauftritt des Stern-Magazins startete er Anfang 2014 den Online-Blog Das Gegenteil von traurig, über zwei Jahre hinweg schrieb er dort über den (Arbeits-)Alltag und Umgang mit der Krankheit Depression. Infolgedessen erschien 2015 der Roman „Morgen ist leider auch noch ein Tag“ bei Rowohlt: Hier setzte sich Katze erneut humoristisch, jedoch nun in Roman-Form mit dem Thema Depression auseinander. Das Buch erreichte Platz 4 in der Spiegel-Bestsellerliste (Rubrik: Taschenbuch) und hielt sich einige Wochen in der Liste. Mit seinem Roman ging Katze auf deutschlandweite Lesereise, zusätzlich erschien es als Hörbuch. Tobi Katze ist neben eigenen Lesungen auch regelmäßiger Teilnehmer bei Poetry Slams, 2013 erreichte er das Finale des NRW-Slams in der Weststadthalle Essen. Gemeinsam mit der nordrhein-westfälischen Landesmeisterin von 2014, Sandra Da Vina, präsentiert er in Bochum regelmäßig das Programm „Das Leiden der jungen Wörter“. Auszeichnungen:2007: LesArt-Preis der jungen Literatur, 2013: Finalist NRW-Slam in Essen, 2014: Bielefelder Kabarettpreis Veröffentlichungen: Rocknrollmitbuchstaben. Blaulicht-Verlag, 2012. Morgen ist leider auch noch ein Tag: irgendwie hatte ich von meiner Depression mehr erwartet. Rowohlt, 2015, Immer schön die Ballons halten: Erwachsen werden ist ja sonst nicht unsere Art. Rowohlt, 2017. (Quelle Wikipedia)
www.derkatze.de

Tobi Katze - Morgen ist leider auch noch ein Tag - Trailer
Live-Aufzeichnung 2016 aus dem zakk, Düsseldorf.

Christoph Wenzel

1979 in Hamm geboren. Studium der Germanistik und Anglistik an der RWTH Aachen. Wenzel arbeitet als Herausgeber, Autor und Universtitätsangestellter. Werke (Auswahl): "zeit aus der karte" (Gedichte, 2005), "tagebrüche" (Gedichte, 2010), "weg vom fenster" (Gedichte, 2012). Wenzel ist mit seinen Gedichte in zahlreichen Anthologien und Zeitschriften vertreten. Auszeichnungen (Auswahl): Arbeitsstipendien der Staatskanzlei NRW, der Kunstiftung NRW und des Landes NRW, Alfred-Gruber-Preis beim Lyrikpreis Meran. . Quelle: Wikipedia.

Christoph Wenzel & Michael Gees (Klavier) "Schwarzbuch"
Christoph Wenzel liest.

Sabine Hofmann

Sabine Hofmann wurde 1964 in Bochum geboren. Sie studierte Romanistik und Germanistik und arbeitete als Dozentin an der Universität Frankfurt am Main, wo sie auch Rosa Ribas kennenlernte. Gemeinsam schrieben sie Kriminalromane. Heute lebt sie in Erbach im Odenwald und schreibe mit großem Vergnügen Krimis, die in der Nachkriegszeit spielen.
www.sabinehofmann.net

Trümmerland - Ausschnitte aus dem gleichnamigen Roman"
gelesen von Demet Fey, Aufbau audio