Inge Meyer-Dietrich

wurde 1944 geboren, aufgewachsen in Bochum. Krankenschwesterausbildung. Studium der Soziologie, Germanistik und Kulturwissenschaften. Verheiratet, drei Kinder. Lebt in Gelsenkirchen. Seit 1986 freie Autorin. Veröffentlichungen (kleine Auswahl): "Plascha oder Von kleinen Leuten und großen Träumen", "Flieg zu den Sternen", "Der Sommer steht Kopf", "Bin noch unterwegs", "Bruchstücke", "Warum Leon ", "Der kleine Drache und der Monsterhund". Die meisten Werke sind im Ravensburger Buchverlag erschienen. Auszeichnungen (kleine Auswahl): Gustav-Heinemann-Friedenspreis, Züricher Kinderbuchpreis, Österreichischer Staatspreis, Literaturpreis Ruhr.
www.ingemeyerdietrich.de

Buchhandlung Junius Gelsenkirchen

Sabine Piechaczek über die Geschichte der Buchhandlung Junius in Gelsenkirchen, die im Juni 2024 geschlossen wurde.

Sabine Piechaczek live in der Buchhandlung Junius. Abschiedsveranstaltung der mehrfach ausgezeichneten Buchhandlung in Gelsenkirchen.
Aufnahme vom 11. Juni 2024.

Thomas Althoff

Geboren 1943 in Münster; wuchs in Gelsenkirchen-Rotthausen auf. In einer vom Krieg zerstörten Stadt, auf deren Trümmergrundstücken Raum für abenteuerliche Spiele war, verbrachte er seine 50er-Jahre-Kindheit. Eine Zeit festzuhalten, die ihren ganz eigenen Charme hatte, wurde für ihn zu einer spannenden Herausforderung. Veröffentlichung: Komm, wir schießen Kusselkopp - Roman über die 1950er Jahre im Ruhrgebiet, Verlag Henselowsky Boschmann (Quelle: www.vonruhr.de).

Thomas Althoff: Komm, wir schießen Kusselkopp - Roman über die 1950er Jahre im Ruhrgebiet
Sabine Piechaczek liest aus dem gleichnamigen Buch. Live in der Buchhandlung Junius in Gelsenkirchen, Aufnahme vom 11.06.2024.

Lars von der Gönne

geboren 1967 in Herten/Westfalen, wuchs in einer Familie aus Generationen von Gärtnern auf, schlug aus der Art: Chronist im Garten des Menschlichen. Prägende Erfahrungen u.  a. als Tankwart in Datteln, Kleindarsteller der Ruhrfestspiele, Laborgehilfe an den Essener Kliniken und Praktikant der „Tagesschau“. Seit 2000 Kulturredakteur der WAZ. Keine Kinder, keine Tiere, keine Hobbys, eine Frau. Veröffentlichung: Der Spott der kleinen Dinge, Verlag Henselowsky Boschmann (Quelle: www.vonruhr.de).

Lars von der Gönna - Der Spott der kleinen Dinge
Live in der Buchhandlung Junius in Gelsenkirchen, Aufnahme vom 11.06.2024.

Lars von der Gönna im Gespräch mit Sabine Piechaczek
Live in der Buchhandlung Junius in Gelsenkirchen, Aufnahme vom 11.06.2024.

Lisa Roy

Lisa Roy wurde 1990 in Leipzig geboren und wuchs im Ruhrgebiet, in Essen-Katernberg, auf. Ihre Mutter kommt aus der ehemaligen DDR und arbeitete als Übersetzerin und Dolmetscherin. Ihr Großvater väterlicherseits floh aus politischen Gründen aus Ägypten in die DDR. Lisa Roy studierte in Dortmund und Köln und erlangte einen Abschluss in Literaturwissenschaften sowie Theologie. Sie hat einen Sohn und lebt mit ihrer Familie in Köln, wo sie Literarisches Schreiben an der Kunsthochschule für Medien Köln (KHM) studiert. Ihr Debütroman "Keine gute Geschichte" erschien 2023 im Rowohlt Verlag und wurde vielfach ausgezeichnet. Werke (Auswahl: 2023: Keine gute Geschichte. Rowohlt Verlag. 2016: Warum ich für Gott backe und was mein Hund mit Hoffnung zu tun hat. Meine Suche nach Gott. edition chrismon Verlag. Hörbuch: 2023: Keine gute Geschichte. Ungekürzte Lesung mit Lisa Hrdina. Der Audio Verlag. Sonstige Veröffentlichungen (Auswahl): Im Fluss, im Fluss. In: Literaturzeitschrift Am Erker. Schimmel. In: Magazin Almost. Umami Analytics. Auf: StoryApp. KittyKat. In: Literaturzeitschrift DUM. Höhlenlärm. In: Anthologie KURZE. Frau am Fenster. In: Literaturzeitschrift erostepost. Geliebter Kilian. In: Literaturzeitschrift mosaik. festlassen loshalten. In: Literaturzeitschrift 'apostrophe[. Es brennt! In: Anthologie KURZE. Auszeichnungen und Nominierungen: 2015 gewann Lisa Roy den Publikumspreis der Zeitschrift für Gegenwartsliteratur „Richtungsding“. Mit dem „Stadt-Land-Text“-Stipendium des Landes NRW lebte sie 2017 als Regionsschreiberin in Südwestfalen. 2018 wurde ihr schriftstellerisches Wirken vom european centre for creative economy gefördert. 2020 war sie als Residentin in der New Orleans Writers’ Residency tätig. Das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW förderte ihr Werk in den Jahren 2020 bis 2022 mit dem Auf geht’s-Stipendium. Für die Arbeit an ihrem ersten Roman "Keine gute Geschichte" erhielt sie 2021 den Förderpreis für Literatur der Gesellschaft zur Förderung der westfälischen Kulturarbeit sowie (unter dem Arbeitstitel Brennpunkt) das Rolf-Dieter-Brinkmann-Stipendium für Literatur. Im selben Jahr wurde ihr der LesArt.Preis der jungen Literatur verliehen. 2023 wurde sie für den Debütpreis der Lit.Cologne, für den Debütpreis des Harbour Front Literaturfestivals sowie für den Literaturpreis Ruhr nominiert. Während desselben Jahres nahm sie am Symposium Atelier NRW teil. Das NRW Kultursekretariat unterstützt ihre Arbeit in den Jahren 2024/2025 im Werkproben Förderprogramm. Ihr „Kollektiv Hypertext“ (mit Thomas Empl und Natalie Harapat) wird 2024 von der Stiftung Künstlerdorf Schöppingen gefördert. (Quelle: Wikipedia)

Lisa Roy - Hunger
Live in der BASTION Bochum, 06.11.2022.

Zwei Debüts | KEINE GUTE GESCHICHTE von Lisa Roy + 22 BAHNEN von Caroline Wahl
Uralte Morla

Dr. Horst Hensel

1947 im Ruhrgebiet geboren. Arbeiterfamilie. Volksschule. Handwerker-Lehre. Gesellenprüfung. Arbeiter. Zweiter Bildungsweg. Studium in München und Dortmund. Promotion zum Dr. paed. Gesamtschullehrer. Zwischenzeitlich Hochschulassistent in Bielefeld, Gastdozent an der Autorenhochschule in Leipzig und an der Tongji-Universität in Schanghai, der Fremdsprachenuniversität in Guangzhou (Kanton) sowie am Otto-Suhr-Institut der Freien Universität Berlin. Horst Hensels Bibliographie umfasst einige hundert Veröffentlichungen sowohl literarischer Art als auch Beiträge zu Pädagogik und darüberhinaus zu Literatur, Kunst und Kultur und schließlich zu Politik, Gesellschaft und Geschichte. 1977 - 1979 war Hensel Bundesvorsitzender des Werkreis Literatur der Arbeitswelt. Werke (kleine Auswahl): Westfälischer Herbst (Balladen und Gedichte), Stauffenbergs Asche (Roman), Sturzacker (der Roman ist im ASSO-Verlag erschienen), Tango und Theater (Kriminalroman), Romantrilogie Salz und Eisen (2024),IFB-Verlag.. Auszeichnungen (Auswahl): Literaturpreis für Lyrik (Buchmesse Frankfurt am Main), Literaturpreis für Hörspiel beim Literaturpreis Ruhrgebiet.
www.horst-hensel.de


Dr. Horst Hensel über den Werkkreis Literatur der Arbeitswelt, Teil I: "Realistisch schreiben und Partei ergreifen".
Aus dem Buch "Brot & Spiele", erschienen im Brockmeyer Verlag 2011. Aufnahme vom 27. März 2014. Aufgenommen und bearbeitet von Karl-Heinz Gajewsky.

Dr. Horst Hensel über den Werkkreis Literatur der Arbeitswelt, Teil II: "Dem Morgenrot entgegen...".
Aus dem Buch "Brot & Spiele", erschienen im Brockmeyer Verlag 2011. Aufnahme vom 27. März 2014. Aufgenommen und bearbeitet von Karl-Heinz Gajewsky.

Dr. Horst Hensel über den Werkkreis Literatur der Arbeitswelt, Teil III: "Ein Gespenst geht um in Europa...".
Aus dem Buch "Brot & Spiele", erschienen im Brockmeyer Verlag 2011. Aufnahme vom 27. März 2014. Aufgenommen und bearbeitet von Karl-Heinz Gajewsky.

Dr. Horst Hensel über den Werkkreis Literatur der Arbeitswelt, Teil IV: "Gespräch mit der Staatsgewalt".
Aus dem Buch "Brot & Spiele", erschienen im Brockmeyer Verlag 2011. Aufnahme vom 27. März 2014. Aufgenommen und bearbeitet von Karl-Heinz Gajewsky.

Dr. Horst Hensel über den Werkkreis Literatur der Arbeitswelt, Teil V: "Wenn wir schreiten Seit an Seit...".
Aus dem Buch "Brot & Spiele", erschienen im Brockmeyer Verlag 2011. Aufnahme vom 27. März 2014. Aufgenommen und bearbeitet von Karl-Heinz Gajewsky.

Dr. Horst Hensel über den Werkkreis Literatur der Arbeitswelt, Teil VI: "Nun Brüder, eine gute Nacht...".
Aus dem Buch "Brot & Spiele", erschienen im Brockmeyer Verlag 2011. Aufnahme vom 27. März 2014. Aufgenommen und bearbeitet von Karl-Heinz Gajewsky.

Dr. Horst Hensel über den Werkkreis Literatur der Arbeitswelt, Teil VII: "Aus tiefer Schächte Nacht..."
Aus dem Buch "Brot & Spiele", erschienen im Brockmeyer Verlag 2011. Aufnahme vom 27. März 2014. Aufgenommen und bearbeitet von Karl-Heinz Gajewsky.

Paul Polte

1905 in Dortmund geboren und dort 1985 verstorben. Nach kaufmännischer Lehre Tätigkeiten in der Automobilbranche und in einem Gasometerwerk. Er wird in der Weltwirtschaftskrise arbeitslos und beginnt Gedichte zu schreiben. 1931 grüüdet er die Ortsgruppe proletarisch-revolutionärer Schriftsteller. Er veröffentlicht in mehreren Zeitungen und gründet ein politisches Kabarett. Unter den Nationasozialisten erhält er ein Schreibvebot. Dem Wehrdienst entgeht er durch seine Arbeit in einem kriegwichtigen Betrieb. Nach dem Krieg Mitarbeit in der Gesellschaft Aufbau und in der Vereinigung Kunst und Volk im Ruhrgebiet. 1961 gehört er zu den Gründungsmitgliedern der "Gruppe 61", 1970 Gründungsmitglied der Werkstatt Dortmund im "Werkkreis Literatur der Arbeitswelt". Veröffentlichungen: Gedichte, Kurzgeschichten. Er ist vertreten in den Büchern "Der rote Großvater erzählt" und "Asphaltlyrik".

Paul Polte "Gedichte"
Lothar Lange liest Gedichte von Paul Polte.

Lothar Lange

1951 in Gelsenkirchen geboren, wohnhaft in Oberhausen. Er schreibt Gedichte und Geschichten, überwiegend mit dem Lokalkolorit des Ruhrgebietes, stand auf der Bühne der Theatergesellschaft Preziosa 1883, parodiert, moderiert, bloggt und liest öffentlich. Sprachen, Wortwitz und Dialekte haben es ihm angetan, besonders der aussterbende ostpreußische mit seinem speziellen Humor. Lothar Lange ist ein echtes Kind des Ruhrgebiets. Seine "Erle-Revue", die er in Gelsenkirchen regelmäßig vortrug, bescherte stets volle Häuser. Aus der Sicht des kleinen Ruhrgebiet-Knirpses ließ er hier die Zeiten der 50er Jahre, des Petticoats und des Wirtschaftswunders, aber auch das tragische Ende des Bergbaus seiner ehemaligen Heimatstadt noch einmal Revue passieren. Die interaktive Spurensammlung Gelsenkirchener Geschichte(n) ist ihm zur Leidenschaft geworden. Er war Mitglied der Verwaltung der "Gelsenkirchener Geschichten" und hat dort als Redakteur und Autor am Buch "Eine Stadtbereisung" mitgearbeitet. Einige seiner literarischen Texte finden sich in Anthologien, erschienen im Ruhrgebietsverlag Henselowsky Boschmann oder in Geschenkbüchern anderer Verlage. Er ist verheiratet, Vater und Großvater. Die Leseförderung von Kindern ist ihm ein besonderes Anliegen. Er ist ehrenamtlich als Lesepate der Kinderbibliothek der Stadt Oberhausen tätig. Veröffentlichungen (kleine Auswahl): Geschichten - Eine Stadtbereisung,Lothar Lange: „Radio und Kinderfunk“, Lothar Lange: „Grubenpferde – Wie Pflanzen im Schatten“, Manchmal auch in Unterbuxe (Anthologie), darin: Lothar Lange: „Manchmal auch in Unterbuxe“, Herausgeber: Friedhelm Wessel, Verlag: Henselowsky u. Boschmann,Lothar Lange: „Freibad Grimberg“ - Sommergeschichten im Ruhrgebiet,Herausgeber: Friedhelm Wessel, Verlag: Henselowsky u. Boschmann, Lothar Lange: "Das Kind braucht einen Namen", Herausgeber : Henselowsky u. Boschmann (Quelle Gelsenkirchener Geschichten).

Lothar Lange - Kleine Schwatte
Lothar Lange liest seine Ode an die Emscher.

Lothar Lange - Der Köttelbeckentraum
Lothar Lange liest

Lothar Lange - Nachtrag zum Köttelbeckentraum
Lothar Lange liest

Lothar Lange - Das Sterben der Käseglocke zu Buer
Lothar Lange liest

Lothar Lange - Kumma Kirmes!
Lothar Lange liest

Kurt Küther

1925 in Stettin geboren, gestorben 2012 in Bottrop. Besuch der Volks- und Handelsschule. 1945 zum Volkssturm einberufen und kurze Zeit in Kriegsgefangenschaft. Später Zwangsarbeit in Stettin und Flucht nach Schleswig-Holstein. Ab 1948 in Bottrop als Bergmann unter Tage. 1968/69 sozialwissenschaftliches Studium an der Sozialakademie Dortmund. Betriebsrat und bis zur Pensionierung 1984 technischer Angestellter auf einer Zeche in Gelsenkirchen. Kurt Küther lebt in Bottrop. Er ist Mitglied im VS, gehörte der "Gruppe 61" und seit 1970 dem "Werkreis Literatur der Arbeitswelt" an. Für seine Ruhrdichtung erhielt er u.a. das Stipendium des Kultusministerums NRW, den Autorenpreis Forum Kohlenpott sowie den Kulturpreis der Stadt Bottrop. Veröffentlichungen: "Ein Direktor geht vorbei ", "Und doppelt zählt jeder Tag ", "Frachsse mich wattat is " (2Bände), "Ich hörte davon: Hier verdient man gut! ", Hörbuch "Zeche? Frachsse mich wattat is " (produziert von Kalle Gajewsky). Der gesamte audio-visuellen Vorlass wurde ebenfalls durch Kalle Gajewsky digitalisiert.
www.freenet-homepage.de/Kuether/


Kurt Küther - Wann immer ich es will
Lothar Lange liest aus den Erinnerungen des Arbeiterschriftstellers Kurt Küther

Kurt Küther - Glatzenparade
Lothar Lange liest aus den Erinnerungen des Arbeiterschriftstellers Kurt Küther

Kurt Küther - Am Beginn eines neuen Lebens
Lothar Lange liest aus den Erinnerungen des Arbeiterschriftstellers Kurt Küther

Heinrich Kämpchen

1947 in Altendorf an der Ruhr geboren, gestorben 1912 in Linden (heute Bochum-Linden). Kämpchen war seit seinem dreizehnten Lebensjahr Grubenarbeiter. 1887 wurde er Invalide und lebte fortan in großer Armut. 1889 nahm er an einem großen Streik der Ruhrbergarbeiter teil, in dessen Folge der Reichkanzler Otto von Bismarck stürzte. Er thematisierte die Nöte und Sorgen der Bergarbeiter und verfasste u.a. den Text für das "Internationale Knappenlied". Auszeichnungen: In Essen, Bottrop und Bochum tragen Straßen seinem Namen, in Bochum-Linden eine Hauptschule. Werke: "Aus Schacht und Hütte", "Neue Lieder", "Was die Ruhr mir sang".

Heinrich Kämpchen - Drei Gedichte
Lothar Lange liest Gedichte das Arbeiterschriftstellers Heinrich Kämpchen

Willy Bartock

1915 in Duisburg geboren, dort 1995 gestorben. Nach einer kaufmännischen Lehre arbeitete er in einer Kokerei und als Laborant. Ab 1949 zuständig für die Kulturarbeit an der Zeche Walsum, Von 1961 bis 1970 war er Mitglied in der Gruppe 61. Veröffentlichungen: "Bunt blüht das Jahr in unserm kleinen Garten" (Lyrik und Prosa), Xanten/Niederrhein 1953, "Sieben Lichter für Sankt Barbara", 1956, "Kohle, edle Bergmannsbraut", Wien 1958, "Bergamt am Kamin", 13 Balladen, 1960 "Neue Industriedichtung, Antologie der Gruppe 61", 1963 (Mitautor), "Nacht, die mich nicht schlafen läßt", Oberhausen 1987, "Anklage und Botschaft. Die Lyrische Aussage der Arbeiter seit 1900" (Mitautor); Hrsg. Friedrich G. Kürbisch, Hannover 1969.

Willy Bartock - Die Wermutpensionäre
Lothar Lange liest Gedichte das Arbeiterschriftstellers Willy Bartock

Willy Bartock - Die Dubbelpause
Gelesen von Lothar Lange. Aufnahme Februar 2024

Richard Limpert

26.08.1922 (Gelsenkirchen) - 16.03.1991 (Essen). Nach Besuch der Volksschule lernte er "SPD" (Originalton Limpert) = Sattler, Polsterer, Dekorateur. Als Soldat der Wehrmacht geriet er in sowjetische Kriegsgefangenschaft, aus der er nach fünf Jahren heimkehrte. Nach siebenjähriger Tätigkeit als Polsterer ab 1957 Glashüttenarbeiter. Dann Maschinist auf diversen Zechen und Kokereien. Er war Betriebsrat und Bildungsobmann der Industriegewerkschaft Bergbau und Energie. 1979 wurde er in den vorzeitigen Ruhestand versetzt. Seit den Sechzigerjahren schrieb er sozialkritische Gedichte, Kurzgeschichten und Reportagen. Ab 1968 war er Mitarbeiter der "Literarischen Werkstatt Gelsenkirchen" und ab 1969 Mitglied des "Werkreises Literatur der Arbeitswelt". Besonders engagiert zeigte er sich in der Friedensbewegung. Zahlreiche Texte wurden durch Kalle Gajewsky vertont. Der Westdeutsche Rundfunk strahlte ein Portrait dieses Schriftstellers aus. Auszeichnungen: Georg-Weerth-Literaturpreis, Preis des Forums Kohlenpott. Veröffentlichungen (Auswahl): "über Erich", "Ein Tenor aus Steele hat Gold in der Kehle", "Wortmeldung & Zwischenrufe", "Durchs Megafon geflüstert", "Lesebuch Richard Limpert", zusammengestellt von Karl-Heinz Gajewsky. Richard Limpert starb am 16.03.1991.

Volker W. Degener und H. Peter Rose lesen Ausschnitte aus dem "Lesebuch Richard Limpert"
Aufnahme vom 28. November 2019, Bergbausammlung Rotthausen (Gelsenkirchen).

Hugo Ernst Käufer über den Arbeiterschriftsteller Richard Limpert
Der Schriftsteller und Bibliotheksleiter Hugo Ernst Käufer verfasste diese persönliche Widmung. Gelesen von Lothar Lange. Aufnahme Dezember 2023.

Richard Limpert - Gedichte
Lothar Lange liest Gedichte das Arbeiterschriftstellers Richard Limpert. Aufnahme Dezember 2023

Richard Limpert: Ruhrpottriviera
Der Arbeiterschriftsteller Richard Limpert über das Idyll an der Ruhr. Gelesen von Lothar Lange. Aufnahme Dezember 2023

Jürgen Schimanek

Jürgen Schimanek (* 8. August 1939 in Münster; † 1. November 2014 in Gelsenkirchen) war ein deutscher Schriftsteller, bildender Künstler und Kunstbuchverleger. 1960 machte Jürgen Schimanek sein Abitur, studierte dann Theaterwissenschaft und Germanistik in Köln. 1962 ein Kompositionsstudium an der Musikhochschule Köln und ein Malereistudium an der Kunstakademie Düsseldorf. 1966 war er Regisseur und Redakteur beim WDR. 1968 Aufbauhilfe für das Fernsehen in Uganda als offizieller Regierungsbeauftragter im Auftrag des Bundespresseamtes. Bis 1989 Weiterreise nach u.a. Ägypten, Indien,Tonga, Samoa, Brasilien, Chile, Guatemala und Italien. 1989 kehrt er von Calcutta nach Deutschland zurück und lässt sich in Gelsenkirchen nieder. Dort gründet er sein Fegefeuer Press.1999 kandierte er als Parteiloser um das Oberbürgermeisteramt als Parteiloser (Quelle: gelsenkirchener-geschichen.de) Ausstellungen: 2005 Seelenruheschriften, Stadtbücherei Gelsenkirchen, 2002 Frauenklang, Atelier Antenne , Gelsenkirchen Urlaubsblicke, Kunstschaufenster Ruhrgebiet Scherben, Schloß Garath, Düsseldorf, 2001 Anne Bollen, Sprengel Museum, Hannover, 2000 Forum Typografie, Hamburg Buchobjekte, Sprengelmuseum, Hannover, 1999 Ashram, Schweizer Dorf, Gelsenkirchen, 1998 Fegefeuer Press, Färberei Wuppertal, 1997 Gedichte auf Staubsaugerbeuteln, Zentralbibliothek, Düsseldorf Alphabeete-Malwerk. Selbständige Veröffentlichungen: Na komm! Babetts schwerer Weg zum Glück. Darmstadt: Melzer 1969 – Negerweiß. Deutsches Fernsehtraining in Afrika in 99 Einstellungen. Entwicklungsroman. Frankfurt a. M.: März bei Zweitausendeins 1979; 4 weitere Aufl. – Die Staatssekretärin. Roman aus Bonn. Frankfurt a. M.: Eichborn 1981 [Illustr. vom Autor] – Hörsse mich, Küttelken? Geschichten von Vati und Mutti. Hamburg: Zinnober 1988 – Emscherufer-Softorangen. Zehn Gelsenkirchener Liebesgedichte auf Schmirgelpapier mit Buchschraubenbindung. Gelsenkirchen: Fegefeuer Press 1991 – Einwohnermeldeamt. 17 Verse, Sprüche, Lieder aus dem Gelsenkirchener Einwohnermeldeamt, als Schuber mit bedruckten Staubsaugerbeuteln. Gelsenkirchen: Fegefeuer Press 1992 – Heda, holla, Batzelohna! Gelsenkirchen: Fegefeuer Press 1992 – Der Stau ist eine blinde Kuh. Gelsenkirchen: Fegefeuer Press 1992 – Gelsenkirchener Blasrüsselgedichte. Gelsenkirchen: Fegefeuer Press 1992 – Olympiaplakat. Gelsenkirchen: Fegefeuer Press 1993 [Protestplakat] – Somalische Weihnacht. Gelsenkirchen: Fegefeuer Press 1993 [Flugblatt] – Wo bisse? Liebesgedichte aussem Schacht. Gelsenkirchen: Fegefeuer Press 1993 – Küppersbuscher (H)erde. Kindergedichte von Metallen und Dämpfen. Gelsenkirchen: Fegefeuer Press 1994 – Anne Bollen. Gelsenkirchen: Fegefeuer Press 1994 – Europagedichte des Tiefgaragenwächters vom Gelsenkirchener Rathaus. Gelsenkirchen: Fegefeuer Press 1994 – Besetzt! 24 Abwischblätter mit Geschichten vom guten Ton. Auf den Haken gespießt. Gelsenkirchen: Fegefeuer Press 1996 [mit P. Hölscher] – In höchsten Tönen. Heidenlieder. Gelsenkirchen: Fegefeuer Press o.J. – postum: Jürgen Schimanek Lesebuch. Hg. von Walter Gödden. Bielefeld: Aisthesis 2016 – weiterhin zahlr. Künstler-, Dichter- und Logbücher als Unikate. Auszeichnungen: Deutscher Design-Preis in der Sparte Buch (1993) – zahlr. Stipendien.
www.e-stories.de/autor/Lothar-Lange

Jürgen Schimanek: "Hörsse mich Küttelken? - Geschichten von Vati und Mutti" - Lothar Lange liest.
Lothar Lange liest aus dem Roman "Hörsse mich Küttelken" - Geschichten von Vati und Mutti", erschienen im Zinnober Verlag. Aufnahme vom 01.12.2023 in Gelsenkirchen.

Horst Dieter Gölzenleuchter

Horst Dieter (Oskar) Gölzenleuchter wurde am15. April 1944 in Freiburg im Breisgau geboren. Er ist ein deutscher Maler, Grafiker und Autor. Er lebt und arbeitet in Bochum. H.D. Gölzenleuchter war einer der Gründungsmitglieder der „Werkstatt Dortmund“ im Werkkreis Literatur der Arbeitswelt, welche 1970 entstand. Ein Jahr später, 1971, ließ sich Gölzenleuchter freiberuflich als bildender Künstler nieder. Mit seinen ersten literarischen Gehversuchen wurde anschließend 1979 der Kleinverlag „Edition Wort und Bild“ geboren, in dem bibliophile Bücher und Grafiken verlegt werden. 1980 war er an der Gründung des Bundesverbandes Bildender Künstler Westfalen/Süd (BBK) beteiligt. 1982 eröffnete Gölzenleuchter die „Werkstatt Wort und Bild“ als Ort für Autorenlesungen und regelmäßigen Ausstellungen zur kritischen und realistischen Kunst. 1989 stellte er zusammen mit diversen bildenden Künstlern die Wanderausstellung Der aufrechte Gang zu Carl von Ossietzky zusammen. Im Zuge dieses Projektes errichtete man eine Stahlplastik im öffentlichen Raum, nämlich in Bochum-Langendreer am „Stern“. Seit 1993 arbeitet Gölzenleuchter an museumspädagogischen Konzepten im Bereich Linol-/Holzschnitt mit und bis 1997 war er 1. Vorsitzender der Fachgruppe Bildende Kunst Westliches Westfalen in der IG Medien. Gölzenleuchter verfasste, verlegte und illustrierte zahlreiche Bücher. Von 1989 bis 2006 arbeitete an der Jahresschrift für Literatur und Grafik Muschelhaufen mit. Im Jahr 2001 überreichte ihm die Zeitschrift Die Brücke den ersten Preis für Grafik im Wettbewerb „Weltbilder Kosmopolitania“. Horst Dieter Gölzenleuchter ist bekannt für seine Holzschnitte. Er verwendet dafür oft hölzerne Fundstücke, die Grundlage für seine Kunst, um darin mit den Messer seine Bilder einzugraben. Seine Motive sind meist politischer und gesellschaftlicher Art, er appelliert an die Gesellschaft, thematisiert soziale Ungerechtigkeit und wirbt für ein friedvolles Zusammenleben der Kulturen. Das Nachrichtenportal der WAZ-Mediengruppe Der Westen bezeichnete Gölzenleuchter als würdigen Nachfahren von Kirchner und Heckel. Werke (kleine Auswahl): "und mal die Sonne bunt", Verse und Linolschnitte für Kinder. Edition Wort und Bild Bochum 1998: "Zeitzeugnisse", Radierungen aus 30 Jahren. Bochum 2003; "Holzschnittgeschichten", Bochum 2008. .
www.hdgoelzenleuchter.de

Ausstellungseröffnung Edition "Wort und Bild"
Begrüßung durch Waltraud Richartz-Malmede, Stadtbücherei Bochum, 18. November 2016.

Edition Wort und Bild - Würdigung durch Dr. Joachim Wittkowski
Dr. Joachim Wittkowski würdigt die Buchkunst der Edition Wort und Bild. Die Ausstellung in der Zentralbücherei Bochum wurde unter Mitwirkung von Studierenden des Germanistischen Instituts der Ruhr-Universität Bochum erstellt.

Edition Wort und Bild - Studierende im Gespräch mit Dr. Joachim Wittkowski
Studierende des Germanistischen Instituts der Ruhr-Universität Bochum im Gespräch mit Dr. Joachim Wittkowski. Die Ausstellung in der Zentralbücherei Bochum wurde mit Studenten der Fakultät erstellt.

Horst Dieter Gölzenleuchter, Edition "Wort und Bild"
H. D. Gölzenleuchter stellt die Edition Wort und Bild vor und liest eigene Gedichte.

Dr.Joachim Wittkowski über das literarische Werk von Horst Dieter Gölzenleuchter
Dr. Wittkowski über das literarische Werk von Horst Dieter Gölzenleuchter. Aufnahme vom 10. Dezember 2023. Aufnahmeort: Kulturhistorisches Museum Haus Kemnade, Hattingen.

Horst Dieter Gölzenleuchter "Von den Anfängen, Teil I"
Renate Gölzenleuchter liest. Live-Aufnahme, Kulturhistorisches Museum Haus Kemnade, 10.12.2023.

Horst Dieter Gölzenleuchter "Von den Anfängen, Teil II"
Renate Gölzenleuchter liest. Live-Aufnahme, Kulturhistorisches Museum Haus Kemnade, 10.12.2023.

Horst Dieter Gölzenleuchter "Horst Dieter Gölzenleuchter liest: Gedichte I.
Horst Dieter Gölzenleuchter liest. Live-Aufnahme, Kulturhistorisches Museum Haus Kemnade, 10.12.2023.

Horst Dieter Gölzenleuchter liest: Gedichte II.
Horst Dieter Gölzenleuchter liest. Live-Aufnahme, Kulturhistorisches Museum Haus Kemnade, 10.12.2023..

Horst Dieter Gölzenleuchter liest: Gedichte III.
Horst Dieter Gölzenleuchter liest. Live-Aufnahme, Kulturhistorisches Museum Haus Kemnade, 10.12.2023..

Horst Dieter Gölzenleuchter liest: Aphorismen.
Horst Dieter Gölzenleuchter liest. Live-Aufnahme, Kulturhistorisches Museum Haus Kemnade, 10.12.2023..

Max von der Grün

1926 in Bayreuth geboren, gestorben 2005 in Dortmund . Besuch der Mittel- und Handelsschule, kaufmännische Lehre in Selb. Fallschirmjäger im 2. Weltkrieg, amerikanische Kriegsgefangenschaft. Lehre und Arbeit als Maurer, dann drei Jahre als Hauer auf der Zeche Königsborn in Unna tätig. Nach einem schweren Unfall Ausbildung zum Grubenlokführer. Ab 1963 freier Schriftsteller in Dortmund. Max von der Grün war Mitglied der "Gruppe 61", seit 1964 im PEN und seit 1970 in der Europäischen Autorenvereinigung "Die Kogge". Veröffentlichungen: Romane, Novellen, Jugendbuücher, Hörspiele, Essays. Zu seinen bekanntesten Werken zählen "Irrlicht und Feuer", "Flächenbrand", "Am Tresen gehn die Lichter" aus und das Kinderbuch "Vorstadtkrokodile". Mehrere Bücher und Romane wurden verfilmt. Auszeichnungen (Auswahl): Annette-von-Droste-Hülshoff-Preis, Wilhelm-Lübke-Preis, Literaturpreis Ruhrgebiet.

Lina Atfah

Lina Atfah ist eine 1989 in Salamiyah[1] geborene und im Ruhrgebiet lebende Autorin, die vor allem für ihre Lyrik bekannt ist. Sie studierte in Damaskus arabische Literatur und veröffentlichte nach ihrem Studium journalistische Texte in verschiedenen Zeitungen und Kulturmagazinen sowie einen Gedichtband mit dem Titel "Am Rande der Rettung". In ihren Texten setzte Lina Atfah sich mit sozialen und politischen Themen auseinander. Ihr wurde vom syrischen Staat 2006 vorgeworfen, Gotteslästerung begangen und den Staat beleidigt zu haben. In der Folge wurde sie wiederholt von den syrischen Sicherheitsbehörden bedroht. 2014 wurde ihr die Erlaubnis auszureisen erteilt. Sie reiste zunächst in den Libanon, ließ sich dann aber in Deutschland nieder. 2017 wurde Lina Atfah mit dem kleinen Hertha-Koenig-Preis ausgezeichnet. Sie erhielt mehrere Arbeitsstipendien. So war sie etwa 2020 Stipendiatin auf Schloss Wiepersdorf und 2021 im Künstlerhaus Edenkoben. 2020 wurde sie für ihren arabisch-deutschen Gedichtband "Das Buch von der fehlenden Ankunft" mit dem LiBeraturpreis ausgezeichnet. 2023 erhielt sie für ihren Roman "Grabtuch aus Schmetterlingen" den Literaturpreis Ruhr. Auf Deutsch erschienen Lina Atfahs Gedichte in zahlreichen Anthologien, es erschienen aber auch zwei Einzelbände mit Texten von ihr. Veröffetnlichungen: "Das Buch von der fehlenden Ankunft". Gedichte aus Syrien. Übersetzt und nachgedichtet von: Dorothea Grünzweig, Mahmoud Hassanein, Brigitte Oleschinski, Hellmuth Opitz, Christoph Peters, Annika Reich, Joachim Sartorius, Mustafa Slaiman, Suleman Taufiq, Julia Trompeter, Jan Wagner, Kerstin Wilch, Osman Yousufi. Pendragon Verlag, Bielefeld 2019. "Grabtuch aus Schmetterlingen". Gedichte. Übersetzt und nachgedichtet von: Brigitte Oleschinski und Osman Yousufi. Pendragon Verlag, Bielefeld 2022. (Quelle: Wikipedia)

Lina Atfah liest "Das Buch von der fehlenden Ankunft"
Deutsches Auswandererhaus Bremerhaven.

Lina Atfah »Grabtuch aus Schmetterlingen«
Buchvorstellung im Literaturhaus Berlin, Mi. 4.10.2023.

Obst auf Stoff von Lina Atfah, gelesen auf Deutsch von Astrid Rana.
Übersetzt von Mahmoud Hassanein und Joachim Sartorius. Aus dem Gedichtband Das Buch von der fehlenden Ankunft – Gedichte aus Syrien, Arabisch und Deutsch. Pendragon Verlag.

Literaturpreis Ruhr 2023

Für den zweisprachigen Lyrikband „Grabtuch aus Schmetterlingen“, erschienen im Bielefelder Pendragon Verlag, gewinnen Lina Atfah und ihr Übersetzungsteam (Brigitte Oleschinski und Osman Yousufi) den mit 15.000 Euro dotierten Hauptpreis des Literaturpreis Ruhr 2023 Den Förderpreis in Höhe von 5000 Euro gewinnt Julienne De Muirier mit ihrer Erzählung Nachtfahrt. Mit dem Ehrenpreis wurde das Festival „Literaturdistrikt” in Essen bedacht. Ausgezeichnet wurden die Gründerinnen und Macherinnen Fatma Uzun und Semra Uzun-Önder.

Hauptpreis des Literaturpreises Ruhr 2023 - Jurybegründung

Paul Schallück

Paul Schallück (* 17. Juni 1922 in Warendorf; † 29. Februar 1976 in Köln) war ein deutscher Schriftsteller. Er war der Sohn des Warendorfer Buchbinders und Heimatdichters Heinrich Schallück (1894–1972) und seiner Frau Olga (1901–1989), einer Bibliothekarin. Der Vater hatte die Mutter als Kriegsgefangener im Ersten Weltkrieg in Sibirien kennengelernt.[1] Sie flohen 1920/1921 auf abenteuerlichen Wegen über China und Indien.[2] Als Schüler plante Paul Schallück, Missionar zu werden; er besuchte sechs Jahre lang Klosterschulen der Franziskaner in Boppard bzw. der Herz-Jesu-Missionare in Hiltrup.[3] Als die Nationalsozialisten Anfang 1940 das Gymnasium der Hiltruper Missionare schlossen, kehrte Schallück in seine Heimatstadt zurück und legte am Gymnasium Laurentianum das Abitur ab.[4] Er weigerte sich als einziger seiner Klasse, in die Hitlerjugend einzutreten.[5] In dieser Zeit entstanden seine ersten Gedichte.[6] Während des Zweiten Weltkriegs wurde Schallück in Frankreich schwer verwundet. Nach 1945 studierte er Philosophie, Germanistik, Kunstgeschichte und Theaterwissenschaft an den Universitäten in München und in Köln, wo er sich auch als freier Schriftsteller niederließ. Von 1949 bis 1952 war er Theaterkritiker, danach verlegte er sich mehr und mehr auf die Arbeit für den Hörfunk und das Verfassen erzählerischer Werke. Er war einer der Mitbegründer und bis 1962 Vorsitzender der Germania Judaica, einer Kölner Bibliothek zur Geschichte des deutschen Judentums, und aktiv in der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit. Seit 1972 war er Chefredakteur der deutsch-französischen Zeitschrift Dokumente. Grab von Paul Schallück auf dem Kölner Friedhof Müngersdorf Paul Schallück, der ein typischer Vertreter der „Kahlschlagliteratur“ ist und sich in seinen Werken vorwiegend mit dem Zweiten Weltkrieg und dessen Nachwirkungen auf die frühe Bundesrepublik beschäftigte, war Mitglied der Gruppe 47, des PEN-Zentrums der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt. Paul Schallück wurde auf dem Kölner Friedhof Müngersdorf beigesetzt (Quelle: Wikipedia).

Lothar Lange liest die Reportage aus dem Jahre 1965 "Im Pütt".
Aufnahme vom 16.03.2023 aus dem Kulturraum Die Flora in Gelsenkirchen. Anlass war die Buchvorstellung "In Sachen Stadtschaft - Literarische Reportagen und Aufzeichnungen zum Ruhrgebiet 1923 bis 1973", herausgegeben von Dr. Dirk Hallenberger, Verlag Henselowsky und Boschmann.

Felix Hartlaub "Von unten gesehen" - Lothar Lange liest

Felix Hartlaub (* 17. Juni 1913 in Bremen; † vermutlich Anfang Mai 1945 in Berlin) war ein deutscher Historiker und Schriftsteller. Felix Hartlaub war der Sohn des Kunsthistorikers und Museumsdirektors Gustav Friedrich Hartlaub. 1914 zog die Familie nach Mannheim. Von 1919 bis 1921 besuchte Hartlaub eine Privatschule, danach eine Volksschule in Mannheim. Als Kind begann er mit dem Zeichnen, Dichten und Schreiben. Ab 1928 war er Schüler der Odenwaldschule in Heppenheim, wo er 1932 sein Abitur ablegte. Anschließend studierte er an der Handelshochschule in Mannheim und ab 1932 Romanistik und Geschichte an der Universität Heidelberg. Im Zuge der nationalsozialistischen Kulturpolitik wurde sein Vater am 20. März 1933 als sogenannter Kulturbolschewik entlassen; die Familie war gesellschaftlich weitgehend isoliert. Nach der Ableistung des Arbeitsdienstes wechselte Hartlaub 1934 an die Humboldt-Universität zu Berlin, wo er Neuere Geschichte, Romanistik und Kunstgeschichte studierte. Er verliebte sich in die Mutter seines ehemaligen Schulkameraden Klaus Gysi, die 1938 als Jüdin und Kommunistin nach Frankreich fliehen musste.[1] 1939 wurde er mit einer historischen Arbeit zum Doktor der Philosophie promoviert. Mit Beginn des Zweiten Weltkriegs wurde Hartlaub zur Wehrmacht eingezogen. Von September 1939 bis November 1940 gehörte er einer Sperrballoneinheit an. Gute Beziehungen zum Doktorvater Walter Elze verschafften ihm im Dezember 1940 eine Abkommandierung zu der Historischen Archivkommission, die in Paris erbeutete französische Akten sichtete. Von September bis November 1941 diente er erneut als Soldat, diesmal in Rumänien. Anschließend war er bis Mai 1942 als historischer Sachbearbeiter beim Oberkommando der Wehrmacht in Berlin. Von Mai 1942 bis März 1945 gehörte er dem Bearbeiterstab des Kriegstagebuchs beim Oberkommando der Wehrmacht an. Hartlaub hatte während dieser Zeit Zutritt zum äußeren Sperrkreis in den Führerhauptquartieren in Winniza, Rastenburg und Berchtesgaden und erlangte Kenntnis über Interna der Kriegsführung. Im April 1945 wurde er im Rang eines Obergefreiten zu einer Infanterie-Einheit an die Front bei Berlin abkommandiert. Anfang Mai 1945 begab er sich auf den Weg nach Spandau. Seitdem gilt er als vermisst. Seine offizielle Todeserklärung erfolgte 1955, als Todesdatum wurde der 31. Dezember 1945 festgesetzt. Hartlaub, der zu Lebzeiten sehr wenige seiner literarischen Arbeiten veröffentlichte, wurde nach dem Zweiten Weltkrieg durch seine privaten Aufzeichnungen aus den Kriegsjahren – literarische Entwürfe, Fragmente, Beobachtungen des Lebens im faschistischen Italien, in der deutschen Reichshauptstadt und im besetzten Paris – bekannt. Einen Namen gemacht hat er sich vor allem durch die plastischen und intensiven Schilderungen eines distanzierten Beobachters über den Alltag im Führerhauptquartier, die in ihrem knappen Stil bereits auf die Kahlschlagliteratur der Nachkriegszeit hindeuten. Seine Aufzeichnungen, die von ihm vermutlich als Skizzen für später auszuarbeitende erzählerische Werke gedacht waren, wurden 1955 in unvollständiger und bearbeiteter Form von seiner Schwester Geno Hartlaub herausgegeben. Eine vollständige Ausgabe der Aufzeichnungen erschien 2002 (Quelle: Wikipedia).
www.e-stories.de/autor/Lothar-Lange

Felix Hartlaub "Von unten gesehen" - Lothar Lange liest.
Lothar Lange liest die Reportage aus dem Jahre 1926. Anlass war die Buchvorstellung "In Sachen Stadtschaft - Literarische Reportagen und Aufzeichnungen zum Ruhrgebiet 1923 bis 1973", herausgegeben von Dr. Dirk Hallenberger, Verlag Henselowsky und Boschmann. Aufnahme vom 16.03.2023 aus dem Kulturraum Die Flora in Gelsenkirchen. Weitere Autorenportraits unter www.reviercast.de.

Joseph Roth "Der Rauch verbindet die Städte" - gelesen von Lothar Lange

Joseph Roth, geb 1894 in Brody/Galizien, gestorben 1939 in Paris. Österreichischer Journalist und Erzähler 8Das Spinnennetz 1932, Die Kaöuzinergruft 1938, 1923-1932 Korrespondent der Frankfurter Zeitung in Berlin, Der Rauch verbindet Städte in Frankfurter Zeitung 18.3.1926, Verlag Henselowsky und Boschmann mit freundlicher Genehmigung des Verlags Kiepenheuter und Witsch und Allert de Amsterdam.
www.e-stories.de/autor/Lothar-Lange

Joseph Roth "Der Rauch verbindet Städte" - Lothar Lange liest.
Lothar Lange liest die Reportage aus dem Jahre 1926. Anlass war die Buchvorstellung "In Sachen Stadtschaft - Literarische Reportagen und Aufzeichnungen zum Ruhrgebiet 1923 bis 1973", herausgegeben von Dr. Dirk Hallenberger, Verlag Henselowsky und Boschmann. Aufnahme vom 16.03.2023 aus dem Kulturraum Die Flora in Gelsenkirchen. Weitere Autorenportraits unter www.reviercast.de.