Dr. Peter Scholl-Latour

Peter Roman Scholl-Latour (* 9. März 1924 in Bochum als Peter Scholl; † 16. August 2014 in Rhöndorf) war ein deutsch-französischer Journalist, Sachbuchautor und Publizist. Wegen ihrer Schwierigkeiten mit den Nationalsozialisten schickten ihn seine Eltern 1936 zur Sicherheit auf das Jesuitenkolleg Sankt Michael in die Schweiz. 1940 kehre er nach Deutschland zurück. 1943 Abitur in Kassel. Er wollte sich der Partisanenarmee Titos anschließen, wurde aber 1945 verhaftet und war in Gestapo-Haft in Graz, Wien und Prag. 1945/46 Angehöriger einer französischen Fallschirmjägereinheit. Teilnahme am Indochinakrieg. Danach Studium der Philologie, Politikwissenschaft und Arabistik in Mainz, Paris und Beirut. 1954 Promotion an der der Sorbonne. Bereits während seines Studiums arbeitete er als Reisejournalist. 1954/55 war er Regierungssprecher im Saarland. Ab 1956 ausschließlich Journalist, u.a. Afrika-Korrespondent der ARD, Leitung des ARD-Studios in Paris, Chefkorrespondent beim ZDF, Leitung des ZDF-Studios, WDR-Fernsehdirektor und Programmdirektor, Chefredakteur und Herausgeber des Stern, Vorstandsmitglied des Verlags Gruner und Jahr, Beiratsmitglied der UFA-Film- und Fernseh-GmbH. Nach dem Ausscheiden bei Gruner und Jahr unentwegt als Autor von Dokumentarfilmen und Publizist tätig. Mitglied des Beirates und später Präsident der Deutsch-Arabischen Gesellschaft. Auszeichnungen: Adolf-Grimme-Preis, Goldene Kamera, Goldener Bambi, Aristide-Briand-Preis, Straßburger Goldmedaille für deutsch-französische Annäherung, Elise-Kühn-Leitz-Preis (1989), Bayerischer Fernsehpreis (1991), Telestar und Preis des Deutsch-Französischen Kulturrates (1992), Hildegard-von-Bingen-Preis für Publizistik (1999), Ehrenprofessur der Ruhr-Universität Bochum (1999), Siebenpfeiffer-Preis 82003), Aufnahme in die französische Ehrelegion (2005), Karl-Carstens-Preis (2005), Verdienstorden 1. Klasses des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland (2006), Dr. Said Ramadan-Friedenspreis für Dialog und Völkerverständigung (2008), Gerhard-Löwenthal-Ehrenpreis für Publizisten (2008), Mercator-Professur der Universität Duisburg-Essen (2009). Veröffentlichungen (kleine Auswahl): "Matata am Kongo", Deutsche Verlags-Anstalt 1961, "Der Tod im Reisfeld - Dreißig Jahre Krieg in Indochina, 1980, "Der Wahn vom Himmlischen Frieden - Chinas langes Erwachen", Siedler 1990, "Das Schwert des Islam - Revolution im Namen Allahs", Heyne 1990, "Weltkrise Arabien. Allah, Blut und Öl – Hintergründe eines Konflikts", Stern-Bücher 1991, "Unter Kreuz und Knute – Russische Schicksalsstunden", Bertelsmann 1992, "Eine Welt in Auflösung – Vor den Trümmern der Neuen Friedensordnung", Berlin 1993, "Im Fadenkreuz der Mächte – Gespenster am Balkan", Bertelsmann 1994, "Lügen im Heiligen Land – Machtproben zwischen Euphrat und Nil", 1998, "Afrikanische Totenklage – Der Ausverkauf des Schwarzen Kontinents", Bertelsmann 2001, "Kampf dem Terror – Kampf dem Islam? Chronik eines unbegrenzten Krieges", München 2002, "Koloss auf tönernen Füßen – Amerikas Spagat zwischen Nahem und Fernem Osten", München/Berlin 2005, "Der Weg in den neuen Kalten Krieg", Berlin 2008, "Die Angst des weißen Mannes: Eine Welt im Umbruch", Berlin 2009.

Dr. Peter Scholl-Latour: Das Ende der weißen Weltherrschaft (1/5)
Vortrag des Mercator-Professors 2009 Peter Scholl-Latour am 26. Januar 2010

Dr. Peter Scholl-Latour: Das Ende der weißen Weltherrschaft (2/5)
Vortrag des Mercator-Professors 2009 Peter Scholl-Latour am 26. Januar 2010

Dr. Peter Scholl-Latour: Das Ende der weißen Weltherrschaft (3/5)
Vortrag des Mercator-Professors 2009 Peter Scholl-Latour am 26. Januar 2010

Dr. Peter Scholl-Latour: Das Ende der weißen Weltherrschaft (4/5)
Vortrag des Mercator-Professors 2009 Peter Scholl-Latour am 26. Januar 2010

Dr. Peter Scholl-Latour: Das Ende der weißen Weltherrschaft (5/5)
Vortrag des Mercator-Professors 2009 Peter Scholl-Latour am 26. Januar 2010

Frank Baier

Frank Baier (* 12. Februar 1943 bei Braunschweig; † 9. April 2022 in Duisburg) war ein deutscher Volkssänger und Liedermacher, Musiker, Autor und Ingenieur, der im Ruhrgebiet in einer Zechensiedlung lebte und arbeitete. Frank Baier lebte ab 1949 im Ruhrgebiet und wuchs in Essen-Frohnhausen auf. Er absolvierte die Ausbildung zum Werkstoffprüfer in der Gießerei des Stahlerzeugers Krupp in Essen. Anschließend studierte er Verfahrenstechnik an der Hochschule Niederrhein / Krefeld mit dem Abschluss als Ing. grad.
Privatleben
Frank Baier arbeitete nach seinem Hochschulabschluss bis 1996 als Ingenieur im Bereich Post und Fernmeldewesen. Ab 1981 lebte der zweifache Vater in der Rheinpreußen-Siedlung Duisburg-Homberg mit seinem Archiv in einem alten Zechenhaus.
Werk
1960er Jahre: Skiffle-Szene und Frühzeit Baier spielte bereits als Vierjähriger Mundharmonika, mit ca. elf Jahren lernte er in der Jugendbewegung und auf Tramp-Fahrten durch Europa, die Ukulele zu spielen. Bereits hier entstand sein erstes handgeschriebenes Fahrtenliederbuch. Als Instrumente kamen später noch Gitarre, Banjo, Knopf-Akkordeon, Bandoneon und die Harfe hinzu. Ende der 50er Jahre stieg Baier – über die Beschäftigung mit Spirituals und Blues – in die rege Essener Skiffle-Szene ein. Er wurde der Front-Sänger der Saints Rambler Skifflegroup in Essen-Frohnhausen. 1966 bis 1969 nahm Baier als Besucher an den Festivals auf Burg Waldeck im Hunsrück teil. Dies und die Essener Songtage 1968 waren für ihn Schlüsselerlebnisse in seiner Entwicklung als Liedermacher. Bei den Ostermärschen inspirierten ihn die Auftritte der Blues-Sängerin Fasia Jansen mit der Düsseldorfer Skiffle-Combo Die 4 Conrads. Nun begann Baier eigene Lieder mit deutschen Texten zu schreiben. Recht bald wurden auch seine eigenen Lied-Texte durch die gemeinsame Studioarbeit mit dem Autor und Texter Thomas Rother stärker gesellschaftskritisch und politischer.
1970er Jahre: Ensemblearbeit
Wegweisend waren für Frank Baier dabei die Vertonungen von Rother-Texten durch den Liedermacher Bernd Witthüser. Einige dieser Lieder von Witthüser sang Baier in seinen ersten Konzerten. Um 1970/71 gründete Baier gemeinsam mit Rolf Hucklenbruch und Harald Golbach die Gruppe Kattong, die sich bald mit politischen Texten auf zahlreichen Konzerten in Justizvollzugsanstalten und Fürsorgeheimen profilierte. Kattong spielte dabei auch mehrfach im Vorprogramm der West-Berliner Gruppe Ton Steine Scherben. 1971 erschienen erstmals Baiers Lieder auf der Anthologie-LP Gitarre vorm Bauch. Im selben Jahr folgte die Single Lieder vor und hinter Gittern. 1972 erschienen weitere Lieder auf der ersten Kattong-LP Stiehl dem Volk die Geduld. Die Kattong-Single Rotes Liebeslied (Texte von Thomas Rother) wurde 1972 vom Landesvorstand der Jungsozialisten in Nordrhein-Westfalen herausgegeben; sie durfte zeitweise im Bayerischen Rundfunk aufgrund inhaltlicher Bedenken nicht gespielt werden. 1973 formierte Baier gemeinsam mit dem Musiker Walter Westrupp, den er noch von der Skiffle-Szene der frühen 60er Jahre her kannte, das Duo BaierWestrupp. Beide Musiker komponierten und schrieben Texte und spielten während ihrer Auftritte mehrere Instrumente. Sie steuerten u. a. Kinderlieder zu Fernsehserien wie Sesamstraße und Die Sendung mit der Maus bei, daneben auch Musik zur TV-Reihe Familie Zisch. Parallel begann Baier als Gastmusiker in Westrupps Skiffle-Formation Walter h.c. Meier Gang eine elektrisch verstärkte Ukulele zu spielen. Daraus ging schließlich das Ensemble Walter h.c. Meier Pumpe hervor, das sich bis 1976 in der gesamten Bundesrepublik mit Skiffle-Musik und deutschen Texten profilierte (u. a. in den Liedern Baby Barré und Segeroth-Skiffle). Baiers Spitzname „Pumpe“ verbreitete sich nun in der Musiker-Szene; der Name stammte aber bereits aus seiner Zeit in der Jugendbewegung.
1970er und 1980er Jahre: Engagement im Ruhrgebiet
Mitte der 1970er Jahre zog Frank Baier in den Duisburger Arbeiter-Stadtteil Bruckhausen. Auf die dortige gesellschaftliche Debatte reagierte er mit dem Lied Ausländerfragen. In Duisburg-Bruckhausen begann Baier auch seine Auseinandersetzung mit der Geschichte der Bergarbeiter-Bewegung, ihrer Literatur und ihren Liedern. Daraus entwickelte sich ein jahrzehntelanges Engagement, dem Baier die Bezeichnung „Pottpoet“, „Ruhrpottbarde“ und später „Mister Ruhrgebiet“ verdankt. Frank Baier schrieb mehrere Sammelband-Beiträge über Arbeiter- und Bergmannslieder des Ruhrgebiets – u. a. für eine Dokumentation der 3. Duisburger Akzente 1979 (Lieder und Leute vor Ort). Er sammelte historische Musikaufzeichnungen und Texte, interviewte noch lebende Arbeitersänger und zeichnete ihre Darbietungen auf Tonträger auf. Baier vertonte einige der historischen Texte neu (z. B. Der Lohntag – 1911 und Auf der Schwarzen Liste – 1889). Zu diesen Arbeiter-Dichtern gehörten neben Heinrich Kämpchen (1847–1912) auch die Bergleute Johannes Grohnke und Johannes Leschinski, die ihm nach seiner Aussage besonders eindringlich über die Kämpfe der Roten Ruhrarmee im März 1920 berichteten und eigene Lieder vorsangen. Wichtig wurde für Baier bald die Zusammenarbeit mit den Literaten der Dortmunder Gruppe 61 und der Literarischen Werkstätten im Ruhrgebiet; besonders interessierten ihn Texte von Josef Reding, Thomas Rother, Liselotte Rauner, Richard Limpert, Josef Büscher und Hugo Ernst Käufer, die er auch mehrfach vertonte. Dieser Arbeitsschwerpunkt schlug sich 1978 nieder in der LP Mein Vater war Bergmann. Sie entstand in Kooperation u. a. mit der Liedermacherin Fasia Jansen, dem Bandoneonorchester Gut-Ton und dem Kasseler Hochschuldozenten Manfred Voss.
1970er und 1980er Jahre: Politisches Engagement
Um 1978/79 engagierte sich Baier verstärkt politisch und gesellschaftlich in der Anti-Atomkraft-Bewegung und der Hausbesetzer-Szene. In diesen Jahren entstanden Solidaritäts-Platten: Mit seiner ersten LP Bauer Maas – Lieder gegen Atomenergie wandte er sich gegen den Bau des Atomkraftwerks Schneller Brüter in Kalkar und unterstützte einen juristischen Prozess dagegen. Mit der zweiten LP Schöner wohnen – abber fix engagierte sich Baier zugunsten eines Rechtshilfe-Fonds für verhaftete Hausbesetzer aus Bochum, Dortmund und Essen. Baier wurde Mitglied einer Bürgerinitiative, die den Abriss der Zechensiedlung Rheinpreußen in Duisburg-Homberg unter anderem mit drei Hungerstreiks verhindern konnte. Später gehörte Baier zu den Gründungsmitgliedern der daraus entstandenen Wohnungsgenossenschaft Rheinpreußensiedlung e.G. Die EP/CD Rheinpreußen ruft Alarm zeugt von diesem Engagement: sie enthält Lieder aus dem Kampf um den Erhalt der 100-jährigen Zechenkolonie. In einer Zusatzstrophe zu Heinrich Kämpchens historischem Lied Auf der Schwarzen Liste kritisierte Baier die Restriktionen des sog. Radikalenerlasses; und er schaltete sich mit seinem Radiothek-Lied in die Debatte um die Abschaffung der WDR-Jugendsendung Fünf nach sieben – Radiothek ein. Beide Lieder erschienen 1981 auf Baiers LP Auf der Schwarzen Liste. Baiers Lieder durften im WDR aus politischen Gründen erst wieder in den späten 1980er Jahren gesendet werden – bis dahin standen sie somit knapp zehn Jahre lang auf dem Index. 1980/81 gab Baier gemeinsam mit Detlev Puls das Buch Arbeiterlieder aus dem Ruhrgebiet heraus; es enthielt Texte und Noten, daneben wurden historische Dokumente und Geschichten aus dem Leben der Arbeiter wiedergegeben. 1982/83 unternahm Baier eine Konzert-Tournee auf Einladung der deutsch-madegassischen Kulturkooperative Cercle Germano-Malgache (CGM) nach Madagaskar und kooperierte dort mit dem Liedermacher Tselonia und der Gruppe Rossy. Bei Konzerten mit einem 4-stündigen Liederprogramm mit deutsch-französisch-madegassischen Übersetzungen der Lieder erreichten sie mehrere Tausend Zuhörer. Mit ihrem dreisprachigen Lied die Liebe – der Mensch – die Revolution eröffnete der Sender Radio Television Madagascar (RTM) über mehrere Monate hinweg täglich sein morgendliches Frühprogramm. Seither wird das Instrument Ukulele auf Madagaskar besonders mit Frank Baier in Verbindung gebracht. 1984 entwickelte Baier gemeinsam mit dem türkischen Komponisten und Liederforscher Mesut Cobancaoglu ein deutsch-türkisches Liederprojekt, das beide gemeinsam etwa drei Jahre lang verfolgten. Ein Resultat waren die gemeinsame LP türkisch-deutsche Lieder: Warum seufzt Du, Wasserrad? und Konzerte in der gesamten Bundesrepublik Deutschland.
1990er Jahre: Erweiterungen im musikalischen Bereich
Frank Baier unterbrach 1988 seine Liedermacheraktivität und konzentrierte sich bis 1995 im Obertonchor Düsseldorf auf den Gesang mit Obertönen. Hierbei lernte er den Bass-Sänger Frank Sievert kennen, der ihn bald darauf im Bau von Harfen unterrichtete. In sein Instrumentarium nahm Baier 1991 eine selbstgebaute Harfe auf; sie war unter Anleitung Frank Sieverts entstanden. Ab 1996/97 studierte Baier sechs Semester die keltische Harfe an der Niederrheinischen Musikschule in Duisburg und begann bald, auf der Harfe eigene Stücke zu komponieren (u. a. Das Lied der Leier). Zwischenzeitlich erschien 1996 Baiers erste Ukulelen-Schule – ein Lehrbuch mit Noten, Akkordgriffen und einer CD; sie enthält Kinderlieder und Skiffle-Stücke für Ukulele.
Verstärkte Aktivität im 21. Jahrhundert
Zu einer Initialzündung geriet sein Gastspiel beim Tanz- und Folkfest Rudolstadt 2002 im Rahmen eines dortigen Regionalschwerpunktes Fokus Regional Ruhrgebiet: in Gestalt einer Verbindung traditioneller Ruhrgebietslieder mit dem Rap. Aus diesem Konzert ergab sich u. a. eine Zusammenarbeit zwischen Baier und der Rap-Formation Sons of Gastarbeita mit späteren Auftritten Baier & Bänd oder der Alte und die Rapper. Ihr gemeinsamer März Rap 1920 stand 2006 über mehrere Monate hinweg auf Platz 1 der deutschen Liederbestenliste. 2003 nahm Baier gemeinsam mit der Gruppe Die Grenzgänger und dem Bremer Musiker Michael Zachcial die CD 1920 – Lieder der Märzrevolution auf; thematisch befassten sie sich dabei mit den Kämpfen zwischen Roter Ruhrarmee und Freikorps in der Ruhrregion nach dem Kapp-Lüttwitz-Putsch im März 1920. 2006 erhielten Die Grenzgänger und Frank Baier für diese Aufnahmen und das CD-Booklet 1920 den „Preis der deutschen Schallplattenkritik 2/2006“. 2003 erschien der Sammelband Folk und Liedermacher an Rhein und Ruhr, in dem Baier in einem umfangreichen Beitrag Leben – kämpfen – solidarisieren – Ruhrgebiet über die Ruhr-Musik-Szene von den Ostermärschen 1962 bis 1996 berichtete. Ab 2008 arbeitete Baier dann über vier Jahre hinweg an seinem nächsten Werk Der Pott singt. Aus seinem privaten Archiv, aus Archiven der Ruhr-Region und aus dem Deutschen Volksliedarchiv Freiburg trug er Lieder, Texte und Interviews zusammen. In diesem Zusammenhang wurde eine Auswahl aus seinen Tonaufnahmen historischer Arbeiterlieder aus dem Ruhrgebiet transkribiert. Heraus kam das über 460 Seiten starke Buch Glück auf – Liederbuch Ruhr: eine Text- und Notensammlung der bekanntesten 100 Lieder aus dem Ruhrgebiet mit Fotos aus ausgesuchten Quellen und Archiven und mit einem umfangreichen Lexikon-Teil (mit Geschichte, Geschichten und Hintergründen). Kurz nach Baiers 75. Geburtstag im Februar 2018 erschien die CD Wat’n Theater, man – Frank Baier 2017, die Lieder aus den Jahren 1976 bis 2016 enthält und die Platz 2 der monatlichen Liederbestenliste erreichte. Im April 2018 war Baier Preisträger des Geschichtswettbewerbs Hau rein, den das Forum Geschichtskultur Ruhr und Emscher e. V. veranstaltete; die Jury würdigte Baiers langjährigen Beitrag zu Aufarbeitung, Interpretation und Aktualisierung des Ruhrgebiets-Liedgutes sowie sein kulturelles und politisches Engagement.
Diskografie
1971 – Gitarre vorm Bauch – Lieder am Rande (Solist) (LP, Verlag Schwann) 1971 – Lieder vor und hinter Gittern (Single, Verlag Schwann) 1972 – Rotes Liebeslied (Kattong) (Single, Verlag: Jungsozialisten in der SPD) 1972 – Stiehl dem Volk die Geduld (Kattong), (LP, Verlag Schwann) 1974 – Deutsche Liedermacher – Songfestivel Ingelheim. Live-Mitschnitt (Mitwirkung, BaierWestrupp) (LP, Verlag Electrola Songbird) 1976 – Dat muß doch auch wat Späßken bringen (BaierWestrupp) (LP, Verlag Pläne) 1976 – Walter h. c. Meier Pumpe (LP, Verlag Electrola – Songbird) 1978 – Mein Vater war Bergmann – Bergarbeiterlieder (Mitwirkung) (LP, Verlag Pläne, 2004 als CD-Neuedition) 1978 – Bauer Maas. Lieder gegen Atomenergie (LP, Pass-op Produktion) 1979 – 10 Jahre danach. Lieder aus dem Theaterstück Eurovia (EP, Verlag 'pläne') 1980 – Lieder und Musik aus dem Ruhrgebiet vom Pütt und vonne Maloche (Mitwirkung) (LP Verlag Gruner & Jahr, Marifon-LP) 1981 – Radiothek unterwegs – Das war’s: Radiothek. Ausschnitte aus der letzten Radiothek-Sendung vom 30. Dezember 1980 (Mitwirkung) (LP, vom Urheberrechtsinhaber WDR nicht autorisierte Schwarzpressung aus der Reihe Legal – Illegal – Scheissegal) 1981 – Auf der Schwarzen Liste (LP, Verlag 'pläne') 1982 – Wir wollen leben. Lieder gegen den Untergang (Mitwirkung mit dem Lied „Richard“) (LP, Verlag FolkFreak) 1982 – Schöner wohnen abber fix!! Lieder, Reggae, Rock & Dampf – Kohle für den Häuserkampf (LP, Pass-op Produktion) 1985 – Philippinen – Lieder der Freiheit – Jess Santiago (Mitwirkung mit dem Lied „Halina“) (MC, Verlag Pario-Freundeskreis e. V., Agphi und DPSG Paderborn) 1986 – Türkisch-deutsche Lieder: „Warum seufzt du, Wasserrad“ (Frank Baier mit Mesut Cobancaoglu) (LP, Verlag 'pläne') 1989 – Als die Mieter frech geworden. Lieder aus der Rheinpreußen-Siedlung (EP, Verlag 'pläne' & Wohnungsgenossenschaft Rheinpreußen) 1991 – Spirit come – Christian Bollmann mit Oberton-Chor Düsseldorf Projekt 90 (CD, Verlag Lichthaus Musik) 1998 – Kartoffelkrautfeuer. Gedichte von Hugo Ernst Käufer – Lieder von Frank Baier (CD, Verlag Open Ear) 2001 – Lieder aus Madagaskar. Frank Baier – Rossy – Tselonia. Tana, Januar 1983 (CD, Eigenverlag / Verlag Open Ear, Remaster 2009) 2002 – Frankie und Johnny (mit Werner Gradaus) (CD, Eigenverlag) 2003 – Portrait (CD, Verlag 'pläne', Neuedition der LPs Dat muß doch auch was Späßken bringen und Auf der Schwarzen Liste) 2003 – Himmel anne Emscher. Die AkkordArbeiter: Frank Baier und Barney Brandts (CD, Eigenverlag) 2004 – Mein Vater war Bergmann (CD, Verlag 'pläne') 2005 – Rheinpreußen ruft Alarm. Lieder aus der Rheinpreußensiedlung (Mitwirkung) (CD, Verlag 'pläne', zum Teil eine Neuedition von Wir wollen leben) 2005 – Marsch der Minderheit. 40 Jahre deutsches Lied bei pläne (Mitwirkung mit dem Lied Runter vom Balkon) (CD, Verlag Pläne) 2006–1920. Lieder der Märzrevolution (mit Die Grenzgänger und Sons of Gastarbeita) (CD, Verlag Müller-Lüdenscheid – 2015 neu aufgelegt unter dem Titel Keine Bange, Leschinsky) 2008 – Für wen wir singen. Liedermacher in Deutschland (Mitwirkung: Frank Baier und BaierWestrupp) (CD, Verlag Bear Family) 2010 – Mitternachtsgesänge – Jooschen Engelke. Die verlorenen Lieder des Jooschen Engelke (Mitwirkung) (CD, Verlag Conträr Musik) 2011 – Let’s get together in Venezuela. Songs zur Weltfrauenkonferenz (Mitwirkung mit dem Lied „Halina“) (CD, Verlag Le Gilles) 2012 – Heiz das Feuer wieder an (Mitwirkung mit dem Lied Wunderbar) (CD, Eigenverlag Zeitgeist-Ensemble Ruhr) 2015 – Lieder zur Lage – 70er Jahre (Kattong) (CD, Eigenverlag Frank Baier) 2015 – Gesänge des Ruhrgebiets von 1870 bis 1980 (LP, JumpUp Productions) 2018 – Wat’n Theater, man – Frank Baier 2017 (CD, Eigenverlag Frank Baier)
Bücher und Sammelbandbeiträge
Bergarbeiterlieder aus dem Ruhrgebiet. In: Jörg-Dieter Barz u. a. (Red.): 3. Duisburger Akzente: Kleiner Mann, was tun?! Volksstücke, Texte, Lieder. 3.-20. Mai 1979. Duisburg 1979, S. 247–254. Beiträge im Sammelband Kleiner Mann – was tun?! Internationale demokratische Lieder. Lieder und Leute – vor Ort. Materialien, hg. vom forum – Volkshochschule der Stadt Duisburg, Duisburg 1979. Frank Baier, Detlev Puls (Hrsg.): Arbeiterlieder aus dem Ruhrgebiet. Frankfurt am Main 1981. Lieder und Leute vor Ort. Arbeitsweisen mit alten und neuen Liedern im Ruhrgebiet. In: Arbeiterliedarchiv der Akademie der Künste der DDR / Zentralhaus für Kulturarbeit der DDR (Hrsg.): Lied und politische Bewegung. Materialien zur Arbeitstagung zum 30-jährigen Bestehen des Arbeiterliedarchivs an der Akademie der Künste der DDR. 13.–15. Februar 1984. (= Wissenschaftliche Beiträge. 13). Leipzig 1984, S. 123–134. Geranien im Vogelkäfig. Von Liebe, Kampf und Mut in der Rheinpreußen-Siedlung. In: Hans-Martin Große-Oetringhaus, Sigrid Kruse (Hrsg.): Duisburg auf den zweiten Blick. Texte und Bilder über die eigene Stadt. Duisburg 1994, S. 140–149. Ruhrgebiet – Leben, Kämpfen, Solidarisieren. In: Robert v. Zahn (Hrsg.): Folk und Liedermacher an Rhein und Ruhr. Münster (Westf.) 2003, S. 129–193. Frank Baier, Jochen Wiegandt (Hrsg.): Glück auf – Liederbuch Ruhr. Lieder und Lexikon, Essen 2013. Frank Baier: Leben-Kämpfen-Solidarisieren Ruhrgebiet. Textsammlung, Duisburg-Istanbul 2022.
Auszeichnungen
2006 – Preis der deutschen Schallplattenkritik (gemeinsam mit Die Grenzgänger und Sons Of Gastarbeita) für 1920. Lieder der Märzrevolution mit einem 68seitigen Beiheft, die sich mehrere Monate lang auf Platz 1 der deutschen Liederbestenliste hielt 2014 – Mercator-Ehrennadel der Stadt Duisburg 2018 – Preisträger im Wettbewerb Hau rein des Forum Geschichtskultur an Ruhr und Emscher e. V. (Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Frank_Baier)
www.frank-baier.de

Frank Baier singt "Über unsern Kohlenpott"
Aufgenommen in der Architekturfabrik Aachen. Aus einem Film von Florence Kraak und Klaus Helle.

Karl-Heinz Gajewsky

1952 in Dortmund geboren, Volksschule, Realschule, Höhere Handelsschule, Arbeit bei Rheinstahl, Wehrdienst, Arbeit bei Hoesch Rothe Erde-Schmiedag AG, Studium der Sozialarbeit, 36 Jahre Berufstätigkeit, zuletzt 10 Jahre Betreuung psychisch kranker Menschen. Seit 1975 Auftritte als Liedermacher und Mitglied der Gruppen „Irrlicht und Feuer“, „Vor Ort“ (nach einem Gedichtband von Günter Westerhoff benannt), „Duo Zündholz“ (nach einem Gedichtband von Joachim Polnauer benannt). Zahlreiche Auftritte im In- und Ausland. Vertonungen eigener und Texte von Ilse Kibgis, Josef Büscher, Richard Limpert, Josefine Konietzko, Liselotte Rauner, Günter Westerhoff, Kurt Küther, Erich Mühsam, Kurt Tucholski, Reinhard Valenta, Heinz Kahlau, Klabund, Gisela Steineckert, Theodor Storm Robert Gernhardt, Freiherr von Eichendorff, Johannes R. Becher, Paul Polte, Kai Lorentz, Heinz Rüther, Erich Weinert, Schmuel Jankew Imber, Pessach Binezki, Wieland Schmied und Nicole Modry. 
1983 Förderpreis der Stadt Gelsenkirchen, WDR-Film „Fast ein Prolet“, Hörfunkbeiträge, Teilnehmer der Gelsenkirchener Tage der Industrie- und Arbeiterliteratur. 1988 Ehrenmitglied der Gruppe Bochumer Autoren e.V.. 
Filmmusiken für ZDF- und WDR-Produktionen. Produktion von Hörbüchern, musikalische Begleitung zahlreicher Autoren bei ihren Lesungen. Tonträger "gestritten gehofft getanzt" (Liederbriefe nach Texten von Heinz Kahlau, Robert Gernhardt, Gisela Steineckert, Kalle Gajewsky, Theodor Storm, Freiherr von Eichendorff), "Gott oder Mama" (Lieder nach Texten von Gisela Steineckert), "Zaungäste" (eine musikalische Lesung mit Ilse Kibgis), "Der kleine Fuchs und ein Wald voller Musik" (Benefiz-CD für das Kinderhospiz 'Arche Noah'), "Zeche? Frachsse mich wattat is..." (Kurt Küther erzählt), "Und eines Tages bin ich wieder da" (Jutta Kieber erzählt) und "In bester Gesellschaft" (Autorenportrait Wilfried Besser, Edith Linvers, Helmut Peters). Auf einer lizensierten Vereins-CD für Schalke 04 wurde neben dem Fußballlied die Vertonung von "Bergmann an der Himmelstür" (Josef Büscher) veröffentlicht. Daneben Arbeit an einem Klabund-Programm. Interviews der Schriftsteller Heinz Kahlau (wohnhaft auf der Insel Usedom) und Gisela Steineckert (Berlin). 
Im Jahr 2006 Entwicklung des Konzepts zu dem Schallarchiv der Ruhrgebietsliteratur "REVIERCAST". Bislang wurden ca. 350 Ruhrgebietsautoren schriftlich vorgestellt und fast 400 von gut 500 produzierten Hör- und Videobeiträgen veröffentlicht (Lesungen, literaturwissenschaftliche Tagungen etc.). Seit April 2012 werden neben Ton- auch Videoaufnahmen erstellt. Medienpartner der Universität Duisburg-Essen, der LWL-Literaturkommission für Westfalen und des Museums für Westfälische Literatur (Kulturgut Haus Nottbeck). 
Für seine umfängliche Arbeit wurde Karl-Heinz Gajewsky mit dem Literaturpreis Ruhr 2013 ausgezeichnet. 
Als Fotograf: "London Street" – Straßenfotografie. Ausstellung in der Werkstatt Buer. "Schalkeland" - Fotografien zu den Gedichten von Ilse Kibgis. Sonderausstellungen in der Werkstatt Buer und im Museum für westfälische Literatur. "Haldenhub – Lyrische und fotografische Spaziergänge von Jürgen Brôcan und Karl-Heinz Gajewsky", Sonderausstellung im Museum für westfälische Literatur, Kulturgut Haus Nottbeck, 20.02. - 29.05.2022.
www.gajewsky.de

Weltkulturerbe Zollverein. Duo Zündholz live 1986
Karl-Heinz Gajewsky und Norbert Labatzki live. Text: Richard Limpert, Musik: Kalle Gajewsky.

Literaturpreis Ruhr 2013, Fernsehbericht
Karl-Heinz Gajewsky und sein Literaturprojekt www.reviercast.de im Portrait.

„Haldenhub – Lyrische und fotografische Spaziergänge von Jürgen Brôcan und Karl-Heinz Gajewsky"
Sonderausstellung im Westfälischen Literaturmuseum, Kulturgut Haus Nottbeck, 20.02.2022 bis 29.05.2022

„Haldenhub – Lyrische und fotografische Spaziergänge von Jürgen Brôcan und Karl-Heinz Gajewsky"
Rundgang durch die Sonderaustellung im Westfälischen Literaturmuseum, Kulturgut Haus Nottbeck, 20.02.2022 bis 29.05.2022

„Haldenhub – Lyrische und fotografische Spaziergänge von Jürgen Brôcan und Karl-Heinz Gajewsky"
Prof. Walter Gödden über die Sonderausstellung im Westfälischen Literaturmuseum, Kulturgut Haus Nottbeck, 20.02.2022 bis 29.05.2022

Jürgen Brôcan

Jürgen Brôcan (* 29. November 1965 in Göttingen) ist ein deutscher Schriftsteller, Lyriker, Essayist und Übersetzer. Er studierte Germanistik und Europäische Ethnologie an der Georg-August-Universität Göttingen und begann zu dieser Zeit mit Übersetzungen. Seitdem arbeitet er als freier Schriftsteller, Literaturkritiker, Herausgeber und Übersetzer. 2003 zog er nach Dortmund. Er schreibt auch Essays und Rezensionen vor allem für das Feuilleton der Neuen Zürcher Zeitung und für das Hamburger Onlineforum fixpoetry von Julietta Fix. Auszeichnungen: 2007 Stipendium des Autorenförderungsprogramms für Essay, Stiftung Niedersachsen, 2010 Stipendium der Kunststiftung NRW (für Antidot), 2010 Paul Scheerbart-Preis, Heinrich Maria Ledig-Rowohlt-Stiftung 2015, Stipendium der Kunststiftung NRW (für Holzäpfel), 2016 Literaturpreis Ruhr, 2016 postpoetryNRW. Werke (kleine Auswahl): "Monolithen", Edition Maldoror, Berlin 1995. Querschläger, Edition Maldoror, Berlin 1998, "Die Haut hinter den Worten". Edition An der Leine, Göttingen 2000, "Ortskenntnis", Gedichte 1996–2006. Lyrikedition 2000, München 2008, "Antidot", Gedichte. Edition Rugerup, Hörby; Berlin 2012, "Holzäpfel", Edition Rugerup, Berlin 2015, "hymnenrauh", Edition Haus Nottbeck, Oelde und Dortmund, 2016. Übersetzungen: u.a. René Char: Die Ebene. Edition Quatre en Samisdat, Berlin 1999. Marianne Moore: Kein Schwan so schön. Urs Engeler Editor, Basel 2001. Gustaf Sobin: Das Taubenhaus. Berliner Taschenbuch Verlag, Berlin 2003. Ranjit Hoskoté: Die Ankunft der Vögel. Hanser Verlag, München 2006. Walt Whitman: Grasblätter. Hanser Verlag, München 2009. Clayton Eshleman: Die Friedhöfe des Paradieses. Ausgewählte Gedichte 1974–2010. Hanser Verlag, München 2011. Nathaniel Hawthorne: Der scharlachrote Buchstabe. Eine Phantasie. Hanser Verlag, München 2014 / Büchergilde Gutenberg, Frankfurt/M.; Zürich; Wien 2014 / Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2014 / dtv Verlagsgesellschaft, München 2016. Mit Kerstin Zimmermann: Stephen Henighan: Unsere Welt in Gefahr. Klimawandel und Zivilisation. Alouette Verlag, Oststeinbek 2014. aniele Pantano: Dogs in untended fields/Hunde in verwahrlosten Feldern. Gedichte (eng./dt.). Wolfbach Verlag, Basel; Zürich; Roßdorf 2015. (Quelle: Wikipedia).

Literaturpreis Ruhr 2016 - Dankesworte und Kurzlesung
Jürgen Brôcan, Martin Luther Forum Ruhr, Gladbeck, 11. November 2016

Jürgen Brôcan: Ruhrnatur und das Erbe der Industrialisierung
Jürgen Brôcan liest aus dem Buch: Nachrichten aus dem Dreistromland. Live-Aufnahme aus dem Literaturhaus Herne Ruhr, 5. Februar 2020.

Jürgen Brôcan "Nachrichten aus dem Dreistromland".
Jürgen Brôcan liest aus dem Buch: Nachrichten aus dem Dreistromland. Live-Aufnahme aus dem Literaturhaus Herne Ruhr, 5. Februar 2020.

„Haldenhub – Lyrische und fotografische Spaziergänge von Jürgen Brôcan und Karl-Heinz Gajewsky"
Sonderausstellung im Museum für westfälische Literatur, Kulturgut Haus Nottbeck, 20.02.2022 bis 29.05.2022

„Haldenhub – Lyrische und fotografische Spaziergänge von Jürgen Brôcan und Karl-Heinz Gajewsky"
Rundgang durch die Sonderaustellung im Westfälischen Literaturmuseum, Kulturgut Haus Nottbeck, 20.02.2022 bis 29.05.2022

„Haldenhub – Lyrische und fotografische Spaziergänge von Jürgen Brôcan und Karl-Heinz Gajewsky"
Prof. Walter Gödden über die Sonderausstellung im Westfälischen Literaturmuseum, Kulturgut Haus Nottbeck, 20.02.2022 bis 29.05.2022

Jürgen Brôcan liest seinen Gedichtzyklus HALDENHUB
Live im Museum für westfälische Literatur, Kulturgut Haus Nottbeck, 18.02.2022

Mithu Sanyal

Mithu Sanyal wurde 1971 als Tochter einer polnischen Mutter und eines indischen Vaters in Düsseldorf-Oberbilk geboren und wuchs dort auf. Sie studierte deutsche und englische Literatur an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und promovierte über die Kulturgeschichte des weiblichen Genitals. Aus ihrer Doktorarbeit entstand 2009 das Buch Vulva. Die Enthüllung des unsichtbaren Geschlechts. Seit 1996 ist Mithu Sanyal feste Autorin für den WDR, für den sie Features und Hörspiele macht. Darüber hinaus schreibt sie für NDR, BR, Frankfurter Rundschau, Literaturen, taz, junge Welt, SPEX, Bundeszentrale für politische Bildung etc. und war ehrenamtliche Redakteurin der feministischen Zeitschrift Wir Frauen. Seit Erscheinen ihres zweiten Buches Vergewaltigung wird Sanyal häufig als Expertin, Vortragende, Moderatorin, Gesprächspartnerin und Studiogast zu Beiträgen, Lesungen, Vorträgen, öffentlichen Diskussionsrunden und ins Fernsehen eingeladen. Vergewaltigung wurde wie Vulva in mehrere Sprachen übersetzt. Für ihre Radiobeiträge über die Kulturgeschichte des Lesens bekam sie dreimal den Dietrich-Oppenberg-Medienpreis der Stiftung Lesen. Die Analyse Vergewaltigung. Aspekte eines Verbrechens wurde 2017 mit dem Sonderpreis im Rahmen des Programms Geisteswissenschaften International ausgezeichnet. Sanyals Roman Identitti erreichte 2021 die Shortlist des Deutschen Buchpreises. Im selben Jahr wurde ihr der Ernst-Bloch-Preis zugesprochen und der Roman auch mit dem Literaturpreis Ruhr ausgezeichnet. (Quelle: Wikipedia)
www.sanyal.de

Mithu Sanyal liest aus ihrem preisgekrönten Roman IDENTITTI"
Mitschnitt vom 28. Oktober 2021, Ruhrfestspielhaus Recklinghausen.

Race und Sex - Das Buch "Identitti" von Mithu Sanyal
Beitrag der Kultursendung titel thesen temperamente

Literaturpreis Ruhr 2021

Der Literaturpreis Ruhr ist die wichtigste ideelle wie materielle Auszeichnung für Schriftstellerinnen und Schriftsteller, die im Ruhrgebiet leben, sowie für Autorinnen und Autoren von außerhalb, die über die Region schreiben. Er wird seit 1986 jährlich vom Regionalverband Ruhr vergeben und vom Literaturbüro Ruhr organisatorisch und konzeptionell betreut.

Jurymitglieder Karla Paul (Buchbloggerin), Prof. Dr. Alexandra Pontzen (Universität Duisburg-Essen) und Patrick Musial (Buchhandlung Musial) über den Roman „Identitti“, für den Mithu Sanyal den Hauptpreis des Literaturpreises Ruhr 2021 erhält.
Videocollage: Antje Deistler, Literaturbüro Ruhr. Animation: Anna-Lisa Konrad. Produktion: Thomas Blachetzki, tbv Filmproduktion

Esra Canpalat

Esra Canpalat ist Autorin und Literaturwissenschaftlerin aus dem Ruhrgebiet. Sie studierte Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft (Komparatistik) sowie Kunstgeschichte an der Ruhr-Universität Bochum. Von 2014-2016 arbeitete sie als Infotrainerin im Hartware MedienKunstVerein (HMKV) im Dortmunder U. Ab Oktober 2016 war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin im DFG-Graduiertenkolleg 2132 „Das Dokumentarische. Exzess und Entzug“ an der Ruhr-Universität Bochum angestellt. Sie schreibt Erzählungen, Essays, Rezensionen, wissenschaftliche Artikel und kulturvermittelnde Texte. 2012 erschien ihre erste Kurzgeschichte in der Anthologie „Druckstellen“ im Rahmen des zweiten Ruhrgebietsliteraturwettbewerbs. Weitere Veröffentlichungen folgten in Anthologien und Literaturzeitschriften. Zudem war sie von 2011-2017 Redaktionsmitglied des Online-Feuilletons „literaturundfeuilleton“ und organisierte von 2015-2017 die Literaturlesung „Library Days, Bar Nights“ im Café Treibsand in Bochum. Derzeit arbeitet sie an einer Doktorarbeit zu dokumentarischen Gesten und Transkulturalität in türkischer Literatur der frühen 2000er Jahre. Ihre Themenschwerpunkte sind Inter- und Transkulturalität, Antirassismus, Gender, Feminismus, autobiografisches Erinnern und dokumentarisches Schreiben/Erzählen.
www.esracanpalat.com

Esra Canpalat liest aus ihrer presgekrönten Erzählung "Wallrosshaut"
Mitschnitt vom 28. Oktober 2021, Ruhrfestspielhaus Recklinghausen.

Förderpreis für Esra Canpalat, Literaturpreis Ruhr 2021
Mitschnitt vom 28. Oktober 2021, Ruhrfestspielhaus Recklinghausen. Sandra Da Vina begründet die Entscheidung der Jury.

Stefan Thoben

Stefan Thoben, 1981 in Oldenburg geboren, lebt als freier Journalist in Hannover und Berlin. Stefan Thobens „Ein Traum in bunt“ ist mehr als ein weiterer Bildband, der die schon oft fotografierten Ikonen und Landmarken des Ruhrgebiets zeigt. Es ist ein „Reiseführer“, der bewusst die bekannten Ziele umgeht. Vielmehr zeigt die Reise Unerwartetes, Brüche und Biografien. „Ein Traum in bunt“ fordert seine Leser*innen, Bild und Text fügen sich nicht automatisch zu einem harmonischen Ganzen. Es bedarf eines zweiten Blicks bei Wort und Bild. Man ändert die Sicht, man entdeckt die Region neu. (Quelle: Literaturbüro Ruhr)

Stefan Thoben liest aus seinem Bildband EIN TRAUM IN BUNT
Stefan Thoben live im Ruhrfestspielhaus in Recklinghausen. Aufnahme vom 28. Oktober 2021

Volker Jarck

Volker Jarck, geboren 1974, hat im Buchhandel gejobbt, in Bochum Literatur studiert und Theater gespielt. In Frankfurt am Main und Berlin hat er bei großen Buchverlagen als Lektor und Programmleiter gearbeitet. Volker Jarck lebt mit seiner Frau, einer Drehbuchautorin, in seiner norddeutschen Heimatstadt Sein Roman "Sieben Richtige ist in den S. Fischer Verlagen erschienen.
www.volkerjarck.de

Volker Jarck & Christoph Maria Herbst über SIEBEN RICHTIGE
Eine Veröffentlichung der S. Fischer Verlage

Volker Jarck liest aus seinem Roman "Sieben Richtige"
Volker Jarck live im Ruhrfestspielhaus in Recklinghausen. Aufnahme vom 28. Oktober 2021

Eva Kurowski

1965 in Oberhausen geboren und bei ihrem alleinerziehenden Vater, Jazz-Musiker und Karikaturisten für linke Magazine, Walter „Kuro“ Kurowski aufgewachsen. Schon früh erlernte sie den Beruf der Jazz-Sängerin. Als sie volljährig wurde, begann sie, selbst Texte zu schreiben und zu komponieren. Ihre Stücke sind markante Jazz-Chansons in deutscher Sprache, ironisch und voller Ruhrgebiets-Charme. 2002 erschien ihr Album „Reich ohne Geld“ bei ROOF Music, produziert und in zwei Stücken musikalisch begleitet von Helge Schneider. Als „Eva Kurowski & ihre Band“ tritt sie regelmäßig inner- und außerhalb des Ruhrgebiets auf. Außerdem tourte sie mit dem Tim Isfort-Orchester. Im Grillo-Theater in Essen steht sie derzeit bei „Kabale & Liebe“ als Schauspielerin auf der Drehbühne. 2011 erhielt sie das „Hungertuch für Musik“, einen Kunstpreis, auf den sie sehr stolz ist. Veröffentlichungen: „Gott schmiert keine Stullen“ erschien in erweiterter und überarbeiteter Fassung im März 2012 bei Rowohlt. Von Eva Kurowski gibt es zahlreiche Videos auf Youtube.
www.facebook.com/eva.kurowski

Eva Kurowski liest aus „Gott schmiert keine Stullen“
Video-Mitschnitt von der musikalischen Lesung im Kulturgut Haus Nottbeck, 15.03.2013.

Eva Kurowski liest aus "Gott schmiert keine Stullen - Eine Kindheit zwischen Lenin, Jazz und Leberwurst"
Video-Mitschnitt von der musikalischen Lesung in der Ludwigalerie Schloss Oberhausen, 23.05.2021.

Marianne Brentzel

1943 in Erpen (Niedersachsen) geboren. Studium der Politischen Wissenschaften am Otto-Suhr-Institut in Berlin mit Abschluß Diplom, später Zweitstudium Pädagogik und erstes Lehrerexamen. Aktiv in der Studentenbewegung und Tätigkeiten als Arbeiterin in Berliner Großbetrieben. Seit 1973 lebt sie mit ihrer Familie in Dortmund. Nach verschiedenen Jobs als Dozentin in der Jugend- und Erwachsenenbildung und im Verlagsbereich ist sie freiberufliche Autorin, Mitglied im Verein für Literatur, organisiert und moderiert den Dortmunder Bücherstreit. Auszeichnungen: Literaturpreis Ruhr 2014. Veröffentlichungen (Auszug): "Da kukse wa", "Nesthäkchen kommt ins KZ" (Eine Annäherung an Else Ury, 1877 - 1943), "Die Machtfrau" - Hilde Benjamin, "Rudi und der Friedenspudding", "Anna O. - Berta Pappenheim, Biografie", "Mir kann doch nichts geschehen - Das Leben der Nesthäkchenautorin Else Ury", "Margherita Sarfatti - Ich habe mich geirrt: Was soll's. Jüdin, Mäzenin, Faschistin", " Rote Fahnen Rote Lippen", edition ebersbach.

www.mariannebrentzel.de

Marianne Brentzel liest: "Rathaussturm"
Buchpremiere in der Stadt- und Landesbibliothek Dortmund, 20.05.2021

Lütfiye Güzel

1972 im Duisburger Stadtbezirk Hamborn als Tochter von türkischen Gastarbeitern geboren und zweisprachig im dortigen Stadtteil Marxloh aufgewachsen. Nach ihrer schulischen Ausbildung begann sie ein Studium an der Universität Duisburg. Lütfiye Güzel kam dann als Autodidaktin zur Literatur und zur Kunst. Sie schreibt Gedichte, kurze Texte und Kurzgeschichten, die sie anfangs als Flugblatt-Literatur und Publikationen im Eigenverlag herausbrachte sowie in Studenten- und Stadtmagazinen publizierte. Außerdem betätigt sie sich künstlerisch und hatte 2008 mit verschiedenen Installationen mehrere Ausstellungen in Kunstkneipen etc. in Duisburg, Berlin und Hamburg. Sie tritt bei verschiedenen kulturellen und interkulturellen Veranstaltungen auf. So war sie zum Beispiel beim 8. Literatürk Festival 2012 in Essen eingeladen. Außerdem hält sie Vorträge auf Poetry Slams und leitet und gestaltet zudem auch Poetry-Slam-Workshops mit Schülern, wie z. B. 2012 bei einem vom Bundesprogramm "Toleranz fördern – Kompetenz stärken" geförderten Workshop im Duisburger Lehmbruck-Museum. 2012 erschienen ihre ersten zwei Bücher mit Gedichten beim Kleinverlag Dialog Edition des Duisburger interkulturellen Vereins Dialog – Gesellschaft für deutsch-türkischen Dialog. Die Gedichtbände fanden Interesse bei Publikum und Kritik; ihr erstes Buch Herz-Terroristin erschien 2013 in zweiter Auflage. 2012 wurde sie von der Universität Duisburg-Essen in die Wettbewerbsjury des transkulturellen Kurzfilmwettbewerbs KurzSchluß.zwei der Universität berufen. Werke: Herz-Terroristin. Gedichte. Dialog Edition, Duisburg 2012; englischsprachige Ausgabe: Heart-terrorist. Poems. Übersetzung: Corinna Voigt. Dialog-Edition, Duisburg 2014. Let’s go Güzel! Kurzgeschichten & Gedichte. Dialog Edition, Duisburg 2012. ein schiff wird kommen. In: Die Brücke – Forum für antirassistische Politik und Kultur, 32. Jahrgang, Heft 162, Januar–April 2013/1, ISSN 0931-9514 , S. 154 (Gedicht). 7 Bücher. In: Drecksack – Lesbare Zeitschrift für Literatur, 4. Jahrgang, April 2013, Heft 2,(Erzählung). Trist Olé. Gedichte. Dialog Edition, Duisburg 2013. Pinky Helsinki … Notizen. Go-Güzel-Publishing, Duisburg 2014 (Quelle: Wikipedia). Am 3. November 2017 wurde ihr der Literaturpreis Ruhr verliehen.
http://www.luetfiye-guezel.tumblr.com

Lütfiye Güzel erhält 1. Fakir Baykurt Preis - Gespraech im Rathaus Duisburg. Aufnahme vom 20.05.2014

Gimme more truth: Lütfiye Güzel - Sieben Bücher (Live in der BASTION Bochum)
Aufnahme vom 12. März 2014.

Lütfiye Güzel (Ausschnitte / Live in der BASTION Bochum)
Aufnahme vom 12. Mai 2015.

Die Poetin Lütfiye Güzel liest aus ihren Büchern "Herz-Terroristin" und "Let`s go Güzel!"
Veröffentlicht am 30.04.2013.

Literaturpreis Ruhr 2017. Begrüßung durch Frau Andrea Oehler, Bürgermeisterin der Stadt Herne. Literaturhaus Herne Ruhr, 3. November 2017
Veröffentlicht am 07.11.2017.

Literaturpreis Ruhr 2017 - Laudatio Dr. Hannes Krauss, Literaturhaus Herne Ruhr, 3. November 2017
Veröffentlicht am 06.11.2017.

Literaturpreis Ruhr 2017. Danksagung und Lesung. Lütfiye Güzel live im Literaturhaus Herne Ruhr, 3. November 2017
Veröffentlicht am 05.11.2017.

Lütfiye Güzel liest aus ihren Werken 
live in der Stadt- und Landesbibliothek Dortmund. Ausstrahlung vom 03.05.2021, coronabedingt ohne Publikum.
Start der Lesung 23:04

Josef Krug

1950 in Bad Brückenau/Unterfranken geboren. Studierte Soziologie in Bochum. Auslieferungsfahrer, Sozialarbeiter für arbeitslose Jugendliche, Redakteur, Sprachlehrer, Stützlehrer für Auszubildende des Bergbaus. Lebt in Dortmund. Schreibt Lyrik, Prosa und übersetzt aus dem Türkischen (u. a. die Kinderbücher »Kelolan und die Gazellen« und »Watschel und Trippel« von Yücel Feyzioglu); Mitglied im Verband deutscher Schriftsteller (VS). Auszeichnungen: Preisträger des Gelsenkirchener Literaturwettbewerbs Türken in Deutschland 1985 sowie des Vera-Piller-Poesie-Preises, Zürich 1987. Veröffentlichungen (Auswahl): "Vom Schmerz der Geschichte", "Hinter den Bildern" (Lyrik), Grupello Verlag, "Brunos Kristallnacht" (Erzählung), Edition Wort und Bild, Bochum.

Josef Krug liest aus "Brunos Kristallnacht"
Josef Krug live in der Zentralbücherei Bochum, 31.01.2017. Der Band "Brunos Kristallnacht" ist mit Holzschnitten von Horst Dieter Gölzenleuchter versehen in der Edition Wort und Bild in Bochum erschienen. Aufgenommen und bearbeitet von Karl-Heinz Gajewsky.

Josef Krug liest aus  dem "Lesebuch Josef Krug"
Josef Krug live in der Stadt- und Landesbibliothek Dortmund. Ausstrahlung vom 01.05.2021, coronabedingt ohne Publikum. Das "Lesebuch Josef Krug" ist 2021 im Aisthesis Verlag erschienen, zusammengestellt von Prof. Walter Gödden.

Josef Krug liest aus "Autobahn mit Raubvögeln"
Josef Krug live in der Stadt- und Landesbibliothek Dortmund. Ausstrahlung vom 03.05.2021, coronabedingt ohne Publikum. Der Erzählband "Autobahn mit Raubvögeln" ist 2020 im Free Pen Verlag erschienen und mit Holzschnitten von Horst-Dieter Gölzenleuchter versehen.

Prof. Heinz-Albert Heindrichs

1930 in Brühl geboren. und 2021 in Gelsenkirchen gestorben, seinem Wohn- und Arbeitsort. Er studierte Germanistik, Musik- und Kunstwissenschaft in Bonn und Köln. Später Filmkomponist, Theaterkapellmeister in Essen und Wuppertal, Dozent für Musiktheorie in Dortmund und an der Folkwang-Hochschule in Essen. Professur für Musik und Komposition. Teilnahme an diversen Happenings, u.a. mit Beuys, Gräsel, Vostell, und Entwicklung musikalischer Aktionen. Professor Heindrichs schreibt Laut-Gedichte und hat gemeinsam mit seiner Ehefrau Ursula Heindrichs sieben Buchbände der Europäischen Märchengesellschaft herausgegeben. Auszeichnungen (Auswahl): Kölner Kompositionspreis, Brüsseler Kammermusikpreis, Europäischer Märchenpreis. Veröffentlichungen (Auswahl): Das lyrische Gesamtwerk erscheint im Rimbaud-Verlag: 1: Traumschutt. In der Kelter. 2: Fort von wo. Verloren die Form. 3: Honigklavier. Vor der Stille. 4: Unter dem Horizont. Weil es dich gibt. 5: Aus der Rosenschlucht. Über die Lichtung. 6: Du nicht zu halten. Weißt du das Wort. 7: Die Nonnensense 8: An mich. Flugpost. 9: Atem für Atem. Von Jahr zu Jahr. 10: Erinnern Erwarten. Je dunkler es wird. 11: Verhüllte Sonne. Blühender Staub. 12: Über uns in uns. Vor niemandes Ort. 13: Gezählte Tage. Im freien Fall. 14: Frühe Gedichte 15: Coda I / Coda II.

Heinz-Albert Heindrichs: "Vier Honiggedichte für Joseph Beuys"
Heinz-Albert Heindrichs: "Vier Honiggedichte für Joseph Beuys - aus dem Jahre 1977". Aufgenommen und bearbeitet von Karl-Heinz Gajewsky.

Heinz-Albert Heindrichs: "Zehn Gedichte für Ruth"
Heinz-Albert Heindrichs: "Zehn Gedichte für Ruth". Aufgenommen und bearbeitet von Karl-Heinz Gajewsky.

Heinz-Albert Heindrichs: "Interview"
Heinz-Albert Heindrichs: "Interview". Aufgenommen und bearbeitet von Karl-Heinz Gajewsky.

Literaturpreis Ruhr 2020 - Der Hauptpreis geht an: Enis Maci für den Essayband „Eiscafé Europa“ (Suhrkamp)

Enis Maci, geboren 1993 in Gelsenkirchen, hat Literarisches Schreiben in Leipzig und Kultursoziologie in London studiert. 2010 gewann sie den Förderpreis des Literaturpreis Ruhr. Ihr erstes Stück, Lebendfallen, wurde 2018 am Schauspiel Leipzig uraufgeführt. 2018 und 2019 wurde sie in der Kritikerumfrage von Theater heute zur »Nachwuchsdramatikerin des Jahres« gewählt. 2019 war sie für das im Wiener Schauspielhaus aufgeführte Stück Mitwisser für den Mülheimer Dramatikerpreis nominiert. In der Spielzeit 2018/19 war Enis Maci Hausautorin am Nationaltheater Mannheim und Stipendiatin der Villa Concordia. Der Hauptpreis des Literaturpreis Ruhr ist mit 15.000 Euro dotiert. Anne Becker, geboren 1975, studierte Sonderpädagogik in Heidelberg. Sie arbeitet als Förderschullehrerin und lebt mit ihrer Familie in Essen. „Die beste Bahn meines Lebens“ ist ihr erstes Buch. Es handelt von den Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten von Jan, 13, der zugleich ein hervorragender Schwimmer ist – und von seiner ersten Liebe, dem Nachbarmädchen Flo. Der Förderpreis beim Literaturpreis Ruhr geht an den literarischen Nachwuchs und ist mit 5000 Euro dotiert. Den Ehrenpreis bekommt Dr. Herbert Knorr für seinen Einsatz für die Literatur im Ruhrgebiet seit mehr als 40 Jahren. …als Autor, Herausgeber, Literaturwissenschaftler, Festivalveranstalter (etwa „Mythos Zeitenwende“ oder „Mord am Hellweg“), Netzwerker (literaturland westfalen „lilawe“, literaturgebiet.ruhr), langjähriger Leiter des Westfälischen Literaturbüros in Unna e. V. (bis April 2020) und leidenschaftlicher Streiter für die Literatur im Allgemeinen. Der 1952 geborene Gelsenkirchener schreibt selbst seit den 1970er Jahren und veröffentlichte Dutzende Aufsätze, Kurzgeschichten, Sachbücher oder Romane, oft mit Themen aus und über das Ruhrgebiet. Als Kultur- und Literaturmanager war er von 1988 bis 1993 bei der Gruppe Gelsenkirchener Autoren und in Unna seit 1994 tätig und stieß in seiner Laufbahn viele literarische Reihen und innovative, beispielgebende Großprojekte an, darunter die Ferienakademie NRW für junge Schreibende (seit 1997). Auch im erst kürzlich angetretenen Ruhestand bleibt Herbert Knorr der Festivalleitung von Mord am Hellweg und dem Westfälischen Literaturbüro in Unna zukünftig als Berater erhalten (Quelle: Literaturbüro Ruhr).

Literaturpreis Ruhr 2020
Der Literaturpreis Ruhr 2020 wird digital: Gedreht am Dortmunder Phoenixsee präsentiert der Film nicht nur die Ausgezeichneten, Jurystatements und Interviews, sondern spiegelt auch die Bedingungen wider, unter denen Kultur- und Literaturveranstaltungen derzeit stattfinden.

Grußworte Beate Möllers (Kulturabteilung der Landesregierung NRW)
Jurymitglieder Karla Paul (Buchbloggerin), Prof. Dr. Alexandra Pontzen (Universität Duisburg-Essen) und Jens Dirksen (Kulturchef WAZ) über Enis Maci und ihren Essayband „Eiscafé Europa“, für den sie den Literaturpreis Ruhr bekommt: „Es ist großartig!“

Literaturpreis Ruhr 2020 – Förderpreis
Jurymitglieder Sandra Da Vina (Poetry Slammerin und Autorin) und Dr. Hannes Krauss (Akademischer Rat i.R.) begründen im Interview mit Mona Ameziane, warum Anne Becker für ihren Debütroman „Die beste Bahn meines Lebens“ den Förderpreis 2020 zugesprochen bekommt.

Literaturpreis Ruhr 2020 – Ehrenpreis
Der erste Ehrenpreis beim Literaturpreis Ruhr geht an Herbert Knorr, den ehemaligen Leiter des Westfälischen Literaturbüros in Unna. Der Kultur- und Sportausschuss des RVR vergibt diesen Preis direkt. Ausschussvorsitzende Monika Simshäuser mit einer Laudatio.

Klaus Märkert

Klaus Märkert lebt in Bochum. Er studierte Jura und Sozialarbeit, arbeitete als Streetworker, Taxifahrer und DJ. 1984 gehörte er zu den Mitbegründern der Bochumer Dark-Wave-Diskothek Zwischenfall. Zusammen mit Myk Jung veranstaltet er seit 2008 die Lesereihe Schementhemen. Veröffentlichungen: "Hab Sonne" (Roman, 2009 Edition PaperONE), "Ich bin dann mal tot" (gemeinsam mit Myk Jung, Verlag die Muschel) "Requiem für Pac-Man", "Schlagt sie tot in den Wäldern".
www.schementhemen.de
www.klaus-maerkert.de

Klaus Märkert liest: "Schlagt sie tot in den Wäldern"
Klaus Märkert live in der Buchhandlung Janssen in Bochum, 19. April 2013. Aufgenommen und bearbeitet von Karl-Heinz Gajewsky.

Klaus Märkert liest aus "Requiem für Pacman, Teil I".
Klaus Märkert live in dem Café "Alte Drogerie" in Bochum-Weitmar, 13. April 2013. Aufgenommen und bearbeitet von Karl-Heinz Gajewsky.

Klaus Märkert liest aus "Requiem für Pacman, Teil II".
Klaus Märkert live in dem Café "Alte Drogerie" in Bochum-Weitmar, 13. April 2013. Aufgenommen und bearbeitet von Karl-Heinz Gajewsky.

Klaus Märkert liest: "Requiem für Pacman, Teil III"
Klaus Märkert live in der Buchhandlung Janssen in Bochum, 19. April 2013. Aufgenommen und bearbeitet von Karl-Heinz Gajewsky.

Klaus Märkert liest: "Eerie Glam Girls".
Corona-Lesung, Teil I: Klaus Märkert liest aus seinem Buch "Das Besondere kommt noch", Edition Outbird, 2019.

Klaus Märkert liest: "Kinder fragen Erwachsene antworten nicht".
Klaus Märkert liest aus seinem Buch "Das Besondere kommt noch", Edition Outbird. Erschienen 2019. Corona-Lesung, Teil II.

Klaus Märkert liest: "Nacht im Hirn" (Die wahrscheinlich skurilste Klopapier-Geschichte der Welt).
Klaus Märkert liest aus seinem Buch "Der Tag braucht das Licht, ich nicht", Edition Outbird, 2018.

50 Jahre Werkkreis Literatur der Arbeitswelt

Feierliche Eröffnung: "Works & Circles. 50 Jahre Werkkreis Literatur der Arbeitswelt". Auftakt einer Veranstaltungsreihe des Fritz-Hüser-Instituts für Literatur der Arbeitswelt.

Grußworte Bürgermeister Manfred Sauer (Ausschnitt)
Live-Aufnahme vom 7. März 2020, Museum für Kunst- und Kulturgeschichte Dortmund.

Grußworte Beate Möllers (Kulturabteilung der Landesregierung NRW)
Live-Aufnahme vom 7. März 2020, Museum für Kunst- und Kulturgeschichte Dortmund.

Was bewegt Menschen, in Kollektiven zu arbeiten? Beitrag von Erasmus Schöfer
Live-Aufnahme vom 7. März 2020, Museum für Kunst- und Kulturgeschichte Dortmund.

Erasmus Schöfer über den Werkkreis Literatur der Arbeitswelt
Live-Aufnahme vom 7. März 2020, Museum für Kunst- und Kulturgeschichte Dortmund.

Was ist unabdingbar für die kollektive Zusammenarbeit? Beitrag von Dr. Jörg Albrecht.
Live-Aufnahme vom 7. März 2020, Museum für Kunst- und Kulturgeschichte Dortmund.

Kollektives künstlerisches Arbeiten. Beitrag von Ilse Straeter.
Live-Aufnahme vom 7. März 2020, Museum für Kunst- und Kulturgeschichte Dortmund.

Was sind die Schwierigkeiten in der kollektiven Zusammenarbeit? Beitrag von Dr. Jörg Albrecht.
Live-Aufnahme vom 7. März 2020, Museum für Kunst- und Kulturgeschichte Dortmund.

Dr. Iuditha Balint befragt Ilse Straeter (Malerin, Grafikerin und ehemalige Koordinatorin der Grafikwerkstätten des Werkkreises.
Live-Aufnahme vom 7. März 2020, Museum für Kunst- und Kulturgeschichte Dortmund.

Arnold Maxwill

Arnold Maxwill, geb. 1984 am Niederrhein, lebt und arbeitet in Dortmund. Studium der Philosophie, Germanistik und Kunstgeschichte. Veröffentlichungen in Zeitschriften und Anthologien, Einladungen zum open mike. Für seine Gedichte erhielt er u.a. den GWK-Förderpreis, Feldkircher Lyrikpreis, Lyrikpreis München. 2019 erschien sein Debütband Raumsch – eine Sammlung von Fernbelichtungen und Brühwürfeln – in der Kölner parasitenpresse (Quelle: Literaturport.de). Zusammen mit Jürgen Brôcan und Ralf Thenior erschienen weitere Werke in dem Band "Nachrichten aus dem Dreistromland", edition freies Feld.

Arnold Maxwill liest "was ist Ruhr?" (Ausschnitt)
Live-Aufnahme vom 5. Februar 2020, Literaturhaus Herne Ruhr.

Arnold Maxwill liest "Problemlandschaft, beobachtet" (Ausschnitt)
Live-Aufnahme vom 5. Februar 2020, Literaturhaus Herne Ruhr.

Ralf Thenior

wurde 1945 in Schlesien geboren und wuchs in Hamburg auf. Lehre zum Verlagskaufmann, Ausbildung zum Übersetzer. Nach dem Abitur auf dem Zweiten Bildungsweg Studium der Germanistik und Soziologie. Ralf Thenior lebt als freier Schriftsteller in Dortmund. Er schreibt Lyrik und Prosa. Seit den Neunzigerjahren ist er auch Verfasser erfolgreicher Kinder- und Jugendbücher und veröffentlicht Hörbilder. Auszeichnungen (Auswahl): Literaturpreis Ruhrgebiet, Annette-von-Droste-Hülshoff-Preis. Veröffentlichungen (Auswahl): "Dämonenspiegel", "Drache mit Zahnweh im Wind" "Traurige Hurras", "Das Gelächter der Sterne", "Schröder, du dummer Hund!", "Schlossgespenst auf Reisen", "Greifer", "Zerbrochene Träume".
www.ralf-thenior.de

0:02:54 03. April 2010 "Ralf Thenior live in der Kulturzentrale HundertMeister, Duisburg, 26.02.2010"
Das Literaturbüro Ruhr stellt das Buch "Stimmenwechsel - Poesie längs der Ruhr

0:08:10 03. April 2010 "Ralf Thenior im Gespräch mit Ulli Langenbrinck"
Das Literaturbüro Ruhr stellt das Buch "Stimmenwechsel - Poesie längs der Ruhr

0:18:31 01. Nov. 2007 "Ralf Thenior: Das Tausendlampenfest"
Ralf Thenior liest Kleingeschichten aus dem größten Ruhrgebiet der Welt.

Ralf Thenior liest Kleingeschichten aus dem größten Ruhrgebiet der Welt
Live-Aufnahme aus dem Literaturhaus Herne Ruhr, 5. Februar 2020.

Ralf Thenior liest sein Gedicht "Ankunft des Frühlings am Schwieringhauser Bach"
Live-Aufnahme aus dem Literaturhaus Herne Ruhr, 5. Februar 2020.

Ralf Thenior liest aus "Blütenknospenkino"
Live-Aufnahme aus dem Literaturhaus Herne Ruhr, 5. Februar 2020.

Thomas Pletzinger

Geboren 1975 in Münster, aufgewachsen im Ruhrgebiet, studierte er Amerikanistik in Hamburg, anschließend am Deutschen Literaturinstitut Leipzig und lebt heute mit seiner Familie in Berlin. Pletzinger war Gastdozent am Schweizerischen Literaturinstitut, der Universität Hildesheim und Writer-in-Residence an der Universität Witten/Herdecke. Er arbeitet als freier Autor und Übersetzer. Werke: Bestattung eines Hundes (2008) und Gentlemen, wir leben am Abgrund (2012), beide bei Kiepenheuer & Witsch. Er übersetzte David Mazzucchellis "Asterios Polyp" und John Jeremiah Sullivans "Pulphead". Weitere Veröffenlichungen (kleine Auswahl):bDie ersten Toten. In: Sprachgebunden. Köln/Berlin, 2006. Bruck. In: Eisfischen. Mdv, Leipzig 2007.
Fiedler fröhlicher Wandersmann, Fiedler Schweineschlächter. In: Zornesrot. Mdv, Leipzig 2007. Körper und Papier – vom Ringen mit einem unfertigen Buch. In: Bella triste. Nr. 18, Hildesheim, 2008. The King of No. In: Signale aus der Bleecker Street 3. Wallstein, Göttingen 2008. Empfang in der Hölle, Feature, FAZ vom 11. Juni 2011. Bestattung eines Hundes. Roman. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2008.
Gentlemen, wir leben am Abgrund: Eine Saison im deutschen Profi-Basketball. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2011. The Great Nowitzki – Das außergewöhnliche Leben des großen deutschen Sportlers, Kiepenheuer & Witsch, Köln 2019.
https://thomaspletzinger.de/

Thomas Pletzinger über "The Great Nowitzki""“
Für sein Buch "The Great Nowitzki" hat Thomas Pletzinger den deutschen Basketballer Dirk Nowitzki sieben Jahre lang immer wieder getroffen und begleitet. Wie war die Arbeit mit dem Weltstar? Der N99 Podcast zur Frankfurter Buchmesse:

Thomas Pletzinger liest aus "Gentlemen, wir leben am Abgrund"“
Ein Schriftsteller in der faszinierenden Welt der Basketballprofis.