Klaus-Peter Wolf

1954 in Gelsenkirchen geboren. Lebt als freier Schriftsteller und Drehbuchautor in Norden. Bereits als Jugendlicher hatte er zu schreiben begonnen. In der freien Enzyklopädie Wikipedia wird ausgeführt: "Nach der Schulzeit in Gelsenkirchen, in der er bereits zu schreiben begonnen hatte, arbeitete Klaus-Peter Wolf als Zivildienstleistender in einem Jugendheim der evangelischen Kirche. Frühe Veröffentlichungen brachten ihm den Förderpreis des Landes Nordrhein-Westfalen. 1979 hatte er bereits zehn Bücher veröffentlicht. Mit Arbeitern der Firma Eurovia in Gelsenkirchen, die geschlossen werden sollte, schrieb er gemeinsam ein Stück über ihre Situation. Was als Straßentheater gedacht war, um den Kampf um die Arbeitsplätze zu unterstützen, wurde schließlich bei den Ruhrfestspielen 1977 im restlos überfüllten Theater uraufgeführt. Die Arbeiter spielten sich selbst. Er war immer nah dran an denen, über die er schrieb. So lebte er z. B. mit einer kriminellen Jugendbande und veröffentlichte dann darüber den Roman "Dosenbier und Frikadellen", der ihn auf Anhieb einem großen Publikum bekannt machte. Wolf leitete als Geschäftsführer den Literarischen Verlag Braun und ging mit 2,7 Millionen Minus pleite. Vor seinen Gläubigern flüchtete er in den Westerwald, wo er eine Initiative zur Unterstützung kurdischer Asylanten gründete. Daraus entstand sein Roman "Die Abschiebung oder Wer tötete Mahmut Perver?" Der Roman wurde verfilmt und vom ZDF ausgestrahlt. Während Wolf in Nicaragua beim Aufbau einer Druckerei arbeitete, wurde ihm 1985 der Anne-Frank-Preis für Buch und Film „Die Abschiebung“ (Amsterdam) zuerkannt. Die Erlebnisse seiner Nicaragua-Zeit verarbeitete Wolf zu einer Revue, mit der er 1985/86 auf eine Tournee durch etliche nordrhein-westfälische Städte ging. Anfang 1987 war Wolf mit Bernt Engelmann und Josef Reding, Max von der Grün, Hanna Schygulla, Max Frisch und Friedrich Dürrenmatt bei den Teilnehmern eines von Tschingis Aitmatow und Michail Gorbatschow organisierten Runden Tisches über aktuelle Fragen des Weltfriedens in Moskau. Auch amerikanische Schriftsteller wie Norman Mailer und Graham Greene waren dabei. Klaus-Peter Wolf gehörte zum Erneuererflügel der DKP. Nach längeren Reisen durch die Sowjetunion (über die er auch geschrieben hat) trat er 1987 enttäuscht aus der Partei aus. „Sozialismus ohne Demokratie ist für mich kein Zukunftsentwurf, sondern ein Alptraum.“ (Klaus-Peter Wolf) Seine verdeckte Recherche als Mädchen- und Frauenhändler beschäftigte 1989 lange die Medien. Er hatte die Firma "Hot Pants für Mädchen- und Frauenhandel" gegründet, dafür eine Steuernummer beim Finanzamt erhalten und zwei Jahre lang die Szene der Mädchen- und Frauenhändler in Deutschland und der Schweiz erkundet. Dann schrieb er darüber den Roman "Traumfrau". Klaus-Peter Wolf gilt als leidenschaftlicher Geschichtenerzähler. Seine Bücher wurden in 24 Sprachen übersetzt und über 8 Millionen mal verkauft. Zusammen mit seiner Lebensgefährtin Bettina Göschl und seiner Tochter Maxi Wolf produziert Klaus-Peter Wolf in letzter Zeit gern CDs für Kinder. Sie erscheinen im Jumbo-Verlag. Er hat fürs Fernsehen zahlreiche Psychothriller und Kriminalfilme geschrieben, u. a. für die Reihen 'Tatort' und 'Polizeiruf 110'." Auszeichnungen (kleine Auswahl): Für sein Drehbuch zum Fernsehfilm „Svens Geheimnis“ erhielt er 1996 den Rocky Award for best made TV-movies (Kanada) und den Erich-Kästner-Preis (Berlin-Babelsberg), sowie 1998 den Magnolia Award Shanghai für das beste internationale Drehbuch. Den Anne-Frank-Preis erhielt er 1985 für Buch und Film „Die Abschiebung“ (Amsterdam).

www.klauspeterwolf.de