Christoph Maria Schlingensief

1960 in Oberhausen geboren, 2010 in Berlin gestorben. Autor, Aktionskünstler, Schauspsieler, Talkmaster, Film-, Theater- und Opernregisseur. Studium der Germanistik, Philosophie und Kunstgeschichte in München. Während dieser Zeit versuchte er sich als Filmregisseur und Musiker Von 1983 bis 1986 Lehraufträge an der Kunstakedemie Düsseldorf und an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach Danach war er u.a. Aufnahmeleiter der TV-Serie "Lindenstraße" und produzierte Spielfilme für das ZDF. Er inszenierte Theaterstücke, arbeitete an der Berliner Volksbühne erstmals mit geistig behinderten Menschen, Laien und Schauspielern zusammen. Es folgten Operninszenierungen in Bayreuth und Manaus. Er gründete die Partei Chance 2000 und zog in den Bundestagswahlkampf. Im Fernsehe interviewte er zahlreiche Gäste. 2009 war er Jurymitglied der internationalen Filmfestspiele Berlin. 2008 und 2009 stellte er seine Krebserkrankung in den Mittelpunkt seiner Arbeit: "Kirche der Angst", "So schön wie hier kanns im Himmel gar nicht sein! - Tagebuch einer Krebserkrankung". Auszeichnungen (Auswahl): Nordrheinwestfälischer Produzentenpreis, Filmpreis der Stadt Hof, Ruhrpreis für Kunst und Wissenschaft, Berliner Bär, Helmut-Käutner-Preis. Bücher: (Auswahl): "Zum Kapital - Als Christoph Schlingensief das Unsichtbare gesucht hat." Johannes Stüttgen / Christoph Schlingensief. 2000, FIU-Verlag, "Nazis rein / Nazis raus". Torsten Lemmer / Christoph Schlingensief. 2002, Suhrkamp, "Rosebud". 2002, Kiepenheuer & Witsch, "AC: Church of Fear". Christoph Schlingensief. Katalog zur Ausstellung im Museum Ludwig Köln, Interviews von Hans Ulrich Obrist und Alice Koegel, Text von Jörg van der Horst, 2005, Verlag der Buchhandlung König, "So schön wie hier kanns im Himmel gar nicht sein! - Tagebuch einer Krebserkrankung", Christoph Schlingensief 2009, Kiepenheuer & Witsch.
www.schlingensief.com